Space Taxi

Auch im Weltall scheint Personenbeförderung ein Thema zu sein, denn in Space Taxi ist es eure Aufgabe eben selbiges starten zu lassen. Dafür braucht es Treibstoff in der richtigen Menge, zufriedene Passagiere und wenn mit Kristallschmuggel noch etwas Geld dazu verdient werden kann, hat sich der Arbeitstag mal wieder vollkommen gelohnt.

In jedem Zug versucht ein Spieler das Raumschiff bestmöglich zu beladen. Dafür nutzt er alle Würfel, muss sich nach jedem Wurf entscheiden wie viele Würfel er heraus nimmt und entsprechend im Raumschiff platziert. Es ist verpflichtend in beliebiger Reihenfolge einen, zwei, drei und vier Würfel auszuwählen, ein Fehlwurf ist ebenfalls gestattet. Ein Mitspieler sorgt dafür die genutzte Anzahl nachzuhalten.

Space Taxi Spielmaterial / Foto: Brettspielpoesie

Der achtseitige Kristallwürfel bringt einfach seine Augenzahl als Punkte, bei ihm besteht jedoch eine Besonderheit: Wird er erneut gewürfelt, muss die Augenzahl nach dem nächsten Wurf höher sein, ansonsten ist er verloren und bringt keine Punkte ein. Auf den sechs Alienwürfeln sind fünf unterschiedliche Alienrassen sowie ein Joker zu sehen. Ein Alien möchte nicht ganz alleine unter Andersartigen reisen, es braucht mindestens ein weiteres Alien seiner Rasse, um mit ihm Punkte zu erzielen.

Zudem gibt es zwei Münzen als Belohnung, wenn keine Alienrasse nur einfach vertreten ist. Solche Münzen wären erforderlich um Joker auf eine beliebige Rasse zu drehen. Umso mehr gleichartige Aliens das Raumschiff besteigen, desto höher fällt der Multiplikator aus. Der andere Wert für die Multiplikation der Punkte wird über die Treibstoffwürfel festgelegt. Diese drei zeigen die Augenzahlen von eins bis sechs. Ihr Gesamtwert muss zwischen sieben und zehn liegen, um keinen Fehlstart zu produzieren. Je höher ihr Gesamtwert, desto höher der Multiplikator.

Wer seine Punktzahl für einen Zug erhöhen möchte, kann Münzen abgeben um je zwei zusätzliche Punkte zu bekommen. Hat jeder Spieler einen Zug ausgeführt, werden die erreichten Punkte verglichen und die schlechteste Punktzahl komplett gestrichen. Dafür muss der Spieler mit der höchsten Punktzahl die folgende Runde beginnen, die anderen folgen im Uhrzeigersinn. Je nach Spielerzahl endet die Partie nach vier oder fünf Runden.

Meinung:

Space Taxi spricht mich optisch total an. Alles ist spacig bunt, die großen Würfel liegen gut in der Hand. Dieses interessantes Zocker-Spiel richtet sich klar an lockere Familienspieler, Kinder sollen ab 8 Jahren mitspielen können. Die Würfelei bringt Emotionen hervor. Von Freude über perfekte Würfe zu Ärger bei unpassenden Ergebnissen bis hin zu Schadenfreude bei den Würfen der Mitspieler ist alles dabei.

Immer wieder müssen sich die Spieler für Würfel entscheiden, oft werden sie dabei Kompromisse eingehen müssen. Alleine die Wahl wie viele Würfel auszuwählen sind, ist spannend. Zu Beginn hat man vielleicht noch die Hoffnung, das bessere Ergebnisse erzielt werden können und man möchte nicht viele Würfel nehmen. Doch später wird es meist schwieriger mehrere sinnvolle Ergebnisse in einem Wurf zu erzielen, da durch die bereits verwendeten Würfel die lukrativen Optionen immer geringer werden. Genauso kann ein Wurf auch nur gute Ergebnisse hervor bringen, bei denen man sich für einige entscheiden muss. Wer dabei nicht die richtige Balance findet, kann schnell ohne Punkte aus der Runde hervorgehen.

In diesem Fall bleibt der Ärger über den gestrichenen Rundenwert wenigstens gering. Wenn nämlich alle Spieler ähnliche hohe Punktzahlen erzielen, hat oft der Startspieler das Nachsehen, weil die anderen Spieler ihre Münzen je nach Notwendigkeit gezielter einsetzen können. Es ist natürlich schwerer zu verschmerzen einen hohen Punktwert zu verlieren, als einen geringen. Persönlich kann ich viel besser damit leben, gar keine Punkte erzielt zu haben, weil man zu gierig war, statt Punkte schlicht gestrichen zu bekommen. Vor allem, wenn als Startspieler überhaupt nicht eingeschätzt werden konnte, wie viele Münzen zu Nutzen sinnvoll ist. Dennoch mag ich dieses kleine Würfel-Zocker-Spiel irgendwie und bin weiteren Partien nicht abgeneigt.

Verlag: Piatnik
Autor(en): Christoph Behre
Spieleranzahl: 3 – 5 Spieler
Dauer: 20 – 30 Minuten

Vielen Dank an Piatnik für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Ähnliche Artikel:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.