Wo geht’s hier zum Ausgang!? – No. 17

Wo geht’s hier zum Ausgang?! / Foto: Brettspielpoesie

Ich habe auf diesem Blog nun schon einige Escape Room-Adaptionen für den Spieltisch vorgestellt, allen liegt die gleiche Idee zu Grunde: Das Erlebnis eines Escape Rooms mit all seinen Rätseln und Aufgaben, die gelöst werden müssen, um zu entkommen, einzufangen und in eine Box zu packen. 2016 fingen die ersten Verlage damit an, doch dieser Trend ist noch lange nicht vorüber. Immer wieder tauchen neue Anbieter auf und alle finden einen etwas anderen Weg der Umsetzung. Viele dieser Titel bleiben durch Erweiterungen dauerhaft am Markt. Für mich als Rezensent bleibt es schwer, darüber zu berichten. Solche Spiele sind für eine Gruppe nur ein einziges Mal spielbar, danach ist die Lösung schließlich bekannt, daher kann auch nur der grobe Spielablauf mit seinen Mechanismen beschrieben werden. Ich habe nun beschlossen keine einzelnen Rezensionen mehr zu den vielen Escape Room-Adaptionen und dessen Erweiterungen zu verfassen, sondern über mehrere gemeinsam berichten, wenn wieder ein paar durchgespielt wurden. Gleiches gilt für einmalig spielbare Kriminalspiele.


Hidden Games Tatort – Grünes Gift

Hidden Games bietet Escape Rooms an vier verschiedenen Standorten. Darüber hinaus haben sie vor einiger Zeit eine Krimispiel-Reihe begonnen, von der ich nach dem ersten Teil bereits berichtet habe. Für dieses Jahr wurden drei weitere Titel angekündigt, nun ist Corona-bedingt jedoch der dritte Teil vor dem zweiten erschienen. Mittlerweile sind alle drei Teile erhältlich, den zweiten habe ich allerdings noch nicht spielen können.

Hidden Games – Grünes Gift Spielmaterial / Foto: Spielmaterial

In Grünes Gift geht es um einen tragischen Tod und einen vermeintlich unschuldig festgenommenen Mann. Seine Frau wendet sich verzweifelt an euch und bittet darum, den Geschehnissen nachzugehen und den wahren Täter zu entlarven. Dafür lässt sie euch diverse Unterlagen mit Beweisen und Indizien zukommen. Eure Aufgabe besteht darin diese Dokumente zu sichten und Verbindungen zwischen den Personen herzustellen. Ihr erhaltet darüber eine Liste von Verdächtigen, zu denen ihr Tatmotive und Alibis heraus arbeitet. Es gibt auch interaktive Element, welche die vierte Wand durchbrechen lassen. So etwas habe ich woanders noch nicht erlebt, mehr möchte ich an dieser Stelle aber gar nicht verraten. Außer dass es uns überrascht und gefallen hat.

Neben den vielen Unterlagen in Papierform ist auch unerwartetes Material enthalten, welches verarbeitet werden muss. Das alles hilft ein stimmiges Bild zu erzeugen und die Spieler in die Rolle von Privatermittlern schlüpfen zu lassen. Uns sind keine logischen Inkonsistenzen aufgefallen. Alle erforderlichen Hinweise können mit dem beiliegendem Material gefunden werden, manches Mal muss dafür allerdings ein wenig um die Ecke gedacht werden. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, man wird wirklich in den Fall hinein gezogen und lernt nach und nach die Verdächtigen und ihre persönlichen Geschichten kennen. Diese Serie macht uns viel Spaß, da passt es sich gut das dieses Jahr sogar noch der vierte Fall und sogar ein Adventskalender erscheinen soll.

Wertungsnote 5/6

Verlag: Hidden Games
Autor(en): Hidden Games Team
Erscheinungsjahr: 2020
Spieleranzahl: 1 – 6 Spieler
Dauer: 90 – 150 Minuten

Vielen Dank an Hidden Games für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!


Crime Story – Munich

Auch zu Crime Story – Munich kann ich gar nicht viel anderes schreiben, als beim ersten Fall dieser Serie, Crime Story – Vienna. Statt nach Wien geht es nun nach München, wo Fußballspieler vor einem wichtigen Spiel um den Aufstieg in die erste Bundesliga, erkrankt sind. Das kann doch kein Zufall sein, oder?

Crime Story – Munich Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Spielerisch hat sich nichts verändert. Wieder können die Spieler in verschiedene Richtungen ermitteln. Jede Spur kostet Zeit und zu einer bestimmten Uhrzeit muss der Fall gelöst sein. Uns erschien dieser Fall noch klarer strukturiert, als der letzte. Wir hatten oft kaum eine Wahl, was zu tun ist, da meist nur wenige Spuren gemeinsam auslagen. Es sind falsche Fährten enthalten, doch waren diese für uns eindeutig zu erkennen. Schon früh konnten wir uns zusammen reimen, was in München geschehen ist und wie die Personen miteinander verbunden sind.

Auch wenn es einfach zu lösen war, so hatten wir durchaus Spaß an den Ermittlungen. Gerne dürfte es nach unserem Geschmack zukünftig noch kniffeliger und verwobener werden. Was gerne bleiben darf, sind die versteckten Anspielungen jeglicher Art, welche die Stimmung zwischendrin auflockern und Liebe zum Detail beweisen.

Wertungsnote 4/6

Verlag: noris
Autor(en): Peter Prinz
Erscheinungsjahr: 2020
Spieleranzahl: 1 – 6 Spieler
Dauer: 90 – 120 Minuten

Vielen Dank an noris für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!


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Eine Antwort auf „Wo geht’s hier zum Ausgang!? – No. 17“

Auch wir waren total begeistert vom ersten Teil der Hidden Games Krimispiel-Reihe und haben uns natürlich direkt den dritten Fall bestellt als dieser verfügbar war. Trotz unserer doch hohen Erwartungshaltung wurden wir nicht enttäuscht! Mittlerweile liegt hier bereits der zweite Fall zum spielen bereit und wir freuen uns schon sehr auf Fall 4 und den Adventskalender.

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