Tudor

Cover / Foto: Corax Games

 

Es war gefährlich Heinrich den Achten zu lieben,
nur wenige seiner Frauen wurden geschieden,
er folgte sein Leben lang nur seinen Trieben.
Ein Thronfolger musste her, das war klar,
ihm lange Zeit keine der Frauen einen gebar.
Doch mit Töchtern gab er sich nicht zufrieden,
lies seinen Frauen sogar Untreue unterschieben,
um frei zu sein und die nächste zu lieben.

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Pandemic: Untergang Roms

Cover / Foto: Asmodee

Pandemie ist in meinen Augen ein grandioses Spielkonzept, daher bin ich an allen Ablegern sehr interessiert. Und diese gibt es mittlerweile jährlich und zwar immer passend zu dem Land, in welchem die Weltmeisterschaft ausgetragen wird. Nach Pandemic: Iberia und Pandemic: Steigende Flut erschien im vergangenen Jahr Pandemic: Untergang Roms. Ein Thema welches mich so gar nicht abholt, ich habe keinen Bezug zu Italien oder Rom und ich kann mir wahrlich interessanteres vorstellen, als mit römischen Kampftruppen durch das Land zu streifen. Zwei Besonderheiten ließen mich dann aber doch aufhorchen: Dies ist das erste Pandemic-Spiel mit offizieller Solo-Spielregel und es enthält Würfel, die wir in diesem Universum bisher nur vom Pandemie-Würfelspiel kannten.

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Now Boarding

Cover / Foto: Fowers Games

Bis vor etwa drei Jahren hatte ich noch relativ wenig Berührungspunkte mit der Luftfahrt, höchstens alle paar Jahre mal einen Urlaubsflieger benutzt. Und dann habe ich angefangen im Luftfahrtbundesamt zu arbeiten. Da ich mich dort hauptsächlich um E-Government-Themen kümmere, also den Online-Zugang zu dieser Behörde, kam ich auch sehr schnell mit den Fluggastrechten in Berührung. Ein Thema welches potentiell jeden Reisenden betreffen kann, dessen Flieger sich verspätet, ausfällt oder der in einer anderen Klasse als der gebuchten unterkommt. Denn dann werden die Fluggäste schnell unzufrieden, was die Spieler in Now Boarding versuchen zu vermeiden. Jeder Gast möchte von A nach B kommen, doch umso länger er sich an einem Flughafen befindet, desto unentspannter wird er. Ein Umweg macht ihm nicht so viel aus, in der Luft scheint die Zeit wie im Fluge zu vergehen. Außer das Wetter spielt nicht mit, dann kann der Flug auch mal etwas länger dauern…

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Werwörter

Cover / Foto: Ravensburger

Wer kennt sie nicht, die fiesen Werwörter?!? Äh, moment mal, Werwörter? Ich kenne Werwölfe, aber was bitte sind denn Werworte? Werwölfe zu kennen ist zumindest ein Vorteil, um Werwörter zu verstehen. Also nicht die aus Twilight oder Vampire Diaries, sondern die bekannten Social Deduction Spiele. Ob Die Werwölfe von Düsterwald, Werwölfe Vollmondnacht, Werwölfe Morgengrauen, (weitere Ausprägungen bitte hier einsetzen) oder schlicht und einfach Werwölfe. Dies sind die geistigen Vorlagen zu Werwörter, bei dem die Spieler bekannte Rollen einnehmen. Manch einer wird dies jedoch in Frage stellen, denn eigentlich gab es ein sehr ähnliches Spiel bereits zuvor: Insider von Oink Games funktioniert sehr ähnlich, nur ohne App-Unterstützung und eben ganz ohne Werwörter bzw. Werwölfe. Aber das soll an dieser Stelle nicht weiter thematisiert werden.

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Detective: L.A. Crimes

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Das zum Kennerspiel des Jahres 2019 nominierte Spiel Detective hat einen großen Nachteil: Es spielt sich „aus“. Sind die enthaltenen Fälle erfolgreich gelöst, gibt es keinen Anreiz mehr, das Spiel auf den Tisch zu bringen, die Auflösung ist schließlich bekannt. Das ist ziemlich schade, denn Detective: Ein Krimi-Brettspiel ist für mich ein großes Highlight des sich zu Ende neigenden Brettspieljahrgangs. Umso erfreuter kann man darüber sein, dass der deutsche Verlag Pegasus Spiele die Erweiterung mit dem Untertitel L.A. Crimes zügig übersetzt hat, um den Spielern den erneuten Einsatz als Ermittlerteam zu ermöglichen.

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KeyForge: Ruf der Archonten

Cover / Foto: Asmodee

Im vergangenen Jahr wurde zur Spiel ein neues Spielsystem angekündigt, welches die Brettspielwelt auf den Kopf stellen sollte: Die Unique Games. Sie sind einzigartig, kein Spiel gleicht dem anderen, jedes ist ein Unikat, etwas Besonderes. Beim Brettspiel Discover: Zu unentdeckten Landen ist es allerdings nicht wirklich gelungen, die Spieler zu überzeugen. Durch die zufällige Zusammenstellung des Spielmaterials ist die Geschichte, die von einem solchen Spiel erwartet wird, leider auf der Strecke geblieben und mit ihr auch der Spielspaß. Zu zufällig, zu zusammenhanglos kam die Geschichte daher, wie soll es auch anders möglich sein, wenn ein Algorithmus die Zusammenstellung zufällig bestimmt? Vielleicht funktioniert es aber besser, wenn das Spiel hauptsächlich aus Karten besteht und nicht versucht eine aufwändige Geschichte zu erzählen, wie bei KeyForge.

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Munchkin – Quirlige Köche

Cover / Foto: Pegasus Spiele

Um Munchkin war es lange Zeit eher ruhig, heiß herbei gesehnt hatte ich längere Zeit die Veröffentlichung des Collectible Card Games, welches nun leider doch nicht in deutscher Sprache erscheinen wird. Mit dem letzten Standalone-Spiel Starfinder konnte ich thematisch schon wenig anfangen, daneben gab es in den letzten Jahren hauptsächlich die Familienspiel-Varianten mit weniger Karten. Doch nun veröffentlicht Pegasus-Spiele eine Munchkin-Version, auf die viele Spieler schon lange gewartet haben: Munchkin Warhammer 40K. Doch interessiert mich das nun mal gar nicht, sorry. Doch auch an solche Spieler hat Pegasus scheinbar gedacht und gleichzeitig Quirlige Köche veröffentlicht. Und das habe ich mir genauer angesehen.

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Der Herr der Ringe: Reise durch Mittelerde

Reise durch Mittelerde Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Erst vor kurzem haben wir bei den Bretterwissern das Thema Dungeon Crawler behandelt. Zu dieser Folge konnte ich nur wenig beitragen, da mich dieses Genre bisher relativ kalt gelassen hat. Doch nun ist ein solches Spiel erschienen, welches mein Interesse geweckt hat. Mit dem richtigen Thema kann man mich eben ködern. Und nein, es hat nichts mit Schafen und auch nichts mit Sherlock Holmes zu tun. Der Herr der Ringe – Reise durch Mittelerde interessiert mich thematisch sehr, doch bringt es auch einiges mit, was mich wenig anspricht: Diverse einfarbige Plastik-Miniaturen sowie eine zwingend erforderliche App-Unterstützung. Die App soll der aus Villen des Wahnsinns ähnlich sein, welches mich thematisch völlig kalt lässt und ich daher bisher keine Berührungspunkte damit hatte. Euch erwartet nun also eine Spielvorstellung eines kompletten Newbies in diesem Genre.

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Escape Tales – The Awakening

Cover / Foto: Kosmos

Ich bin in letzter Zeit dazu übergegangen euch Escape Room-Adaptionen für zu Hause im Paket vorzustellen, da die einzelnen Abenteuer sich lediglich thematisch unterscheiden und nur ab und an vielleicht ein neues Element einführen. Die unterschiedlichen Abenteuer einer Serie unterschieden sich jedoch zu wenig in den von mir festgelegten Kategorien einer Rezension, sodass ich mich häufig wiederholen müsste. Doch zu Escape Tales möchte ich heute gerne etwas ausführlicher werden, da es sich von den bisher vorgestellten Escape Room-Spielen doch etwas mehr unterscheidet. Bereits letzten Herbst wurde die englische Version von Board & Dice veröffentlicht, doch noch vor der Messe gab Kosmos die anstehende deutsche Version bekannt, weswegen ich lieber noch etwas gewartet habe. Der Zusatz auf dem Cover „Löst die Rätsel. Erlebt die Geschichte“ verrät schon ein wenig, in welche Richtung es geht.

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Wo geht’s hier zum Ausgang!? – No. 5

Ausgang Logo

Foto: Brettspielpoesie

Ich habe auf diesem Blog nun schon einige Escape Room-Adaptionen für den Spieltisch vorgestellt, allen liegt die gleiche Idee zu Grunde: Das Erlebnis eines Escape Rooms mit all seinen Rätseln und Aufgaben, die gelöst werden müssen, um zu entkommen, einzufangen und in eine Box zu packen. 2016 fingen die ersten Verlage damit an, doch dieser Trend ist noch lange nicht vorüber. Immer wieder tauchen hier und da neue Anbieter auf und alle finden einen etwas anderen Weg der Umsetzung. Viele dieser Titel bleiben durch Erweiterungen dauerhaft am Markt. Für mich als Rezensent bleibt es schwer, darüber zu berichten. Solche Spiele sind für eine Gruppe nur ein einziges Mal spielbar, danach ist die Lösung schließlich bekannt, daher kann auch nur der grobe Spielablauf mit seinen Mechanismen beschrieben werden. Ich habe nun beschlossen keine einzelnen Rezensionen mehr zu den vielen Escape Room-Adaptionen und dessen Erweiterungen zu verfassen, sondern über mehrere gemeinsam berichten, wenn wieder ein paar durchgespielt wurden.

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