Die Zeit ist um…

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Logo / Foto: Brettspielpoesie

Es ist mal wieder an der Zeit von einem Spieleabend zu berichten, da mir dieser auch nach einigen Tagen noch immer durch den Kopf geht. Leider hat diese Spielgruppe durch verschiedenste Hindernisse seit Dezember nicht mehr zueinander gefunden und so hatte auch unser Weihnachtswichteln noch nicht statt gefunden. Bis zum vergangenen Freitag. Neues Jahr, neue Räumlichkeiten, die gleiche tolle Spielegruppe. Bei einigen Bierchen freuten wir uns über das lang ersehnte Treffen, tauschten uns aus und packten die kleinen Geschenke aus.

Mini Rails

Mini Rails Cover
Cover / Foto: Moaideas

Einen eher unschönen Trend gab es dieses Jahr auf der Spiel in Essen: Einige Titel waren bereits nach kurzer Zeit ausverkauft und vor Ort nicht mehr erhältlich. Besonders bei Spielen von Verlagen aus weit entfernten Ländern, bei denen die Portokosten extrem hoch sind, ist dies sehr schade, wenn man die Messe erst zum Wochenende besuchen kann oder es aufgrund anderer Termine nicht gleich am ersten Tag zum Verlag schafft. Unter dieses Phänomen fiel auch Mini Rails vom taiwanischen Verlag Moaideas Game Design. Über dieses Spiel wurde im Vorfeld und während der Messe viel gesprochen bzw. geschrieben, doch kann es auch halten, was sich so viele davon versprochen haben?

Zug um Zug – Frankreich (+Der Wilde Westen)

Ticket to Ride France Cover
Cover / Foto: Days of Wonder

Zug um Zug hält sich seit der Erstveröffentlichung im Jahr 2004 wacker am Markt. Der Spiel des Jahres-Pöppel dürfte das erleichtern, dennoch pflegen Autor und Verlag die Marke zusätzlich und setzen seither regelmäßig weitere Akzente in der Welt von Zug um Zug in Erweiterungen oder Standalone-Games. Die Map Collections, also die Erweiterungen mit neuen Spielplänen bestimmter Regionen der Welt und kleinen Regelanpassungen, wurden 2017 erneut erweitert. Schon bei der Map Collection Nr. 5 gab es einen kleinen französischen Landabschnitt zu sehen, nun wird Frankreich in voller Größe zum Mittelpunkt. Im Gegensatz zu den bisherigen Zug um Zug Map Collections ist die Schachtel dieser Version doppelt so dick. Die Rückseite bringt die Spieler in den wilden Westen der USA.

Würfelei hoch zwei

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Logo / Foto: Brettspielpoesie

Heute geht es um Würfelspiele, die einen lieben sie, andere hassen sie. Wohl eines der bekanntesten Würfelspiele ist Kniffel, wer kennt es nicht? Mit fünf Würfeln sollen Pasche (merkwürdige Mehrzahl…), Straßen und andere Kombinationen von Würfelaugen gewürfelt werden, um Punkte zu erhalten. So weit, so langweilig. Jede Kombination darf nur einmalig markiert werden, pro Zug darf drei Mal gewürfelt werden, die Mitspieler schauen nur zu. Das sind gern genannte Kritikpunkte an dem Kniffel-Prinzip. Doch gibt es mittlerweile jede Menge Würfelspiele, bei denen man ebenfalls auf einem Wertungsblatt etwas ankreuzt, aber bei denen die Mitspieler einbezogen werden. Und um zwei solcher Spiele soll es heute gehen.

Fast Forward – Reihe

Fast Forward Reihe
Fast Forward Reihe / Foto: Brettspielpoesie

Friedemann Friese ist eine echte Marke in der Brettspielszene. Sein Verlag, 2F-Spiele, trägt das Konzept im Namen: Zwei “F”, eines für den Vornamen, eines für den Nachnamen. Und so beginnen auch (fast) alle seine Spiele mit einem “F”. Doch ist das nicht sein einziges Erkennungszeichen. In Menschenmengen sieht man ihn oft schon von weitem, seine Lieblingsfarbe ist grün und so sind es auch seine Haare. Als die Brettspielwelt Legacy verlangte, ging er seinen eigenen Weg: Er erfand das Fabelspiel. Zunächst in einer familienfreundlichen Variante, die sogar von der Spiel des Jahres-Jury empfohlen wurde: Fabelsaft. 2017 sollte sich das Spielprinzip weiterentwickeln, die Geburtsstunde der Fast Forward-Reihe, bei der man die Regelerklärung einfach überspringt, sozusagen vorspult und direkt in das Spiel einsteigt. Alle Spieler erlernen die Regeln während sie spielen. Doch taugt das etwas?

Isle of Skye – Wanderer

Isle of Skye - Wanderer Cover
Cover / Foto: Lookout Spiele

Dem Autoren-Duo Alexander Pfister und Andreas Pelikan ist etwas bisher einmaliges gelungen: Gemeinschaftsprojekte der beiden wurden zwei Jahre hintereinander mit dem Kennerspiel-Preis der Spiel des Jahres-Jury ausgezeichnet. Nach dem überraschenden Erfolg für Broom Service im Jahr 2015 folgte ein Jahr später die bodenständige Entscheidung für Isle of Skye, auch wenn sich viele Spieler eine Auszeichnung der innovativen Spielkonzepte T.I.M.E Stories oder Pandemic Legacy gewünscht hätten. Ich konnte mit der Entscheidung sehr gut leben, denn ich halte Isle of Skye für ein hervorragendes Gateway-Spiel, welches die Spieler hervorragend an Kennerspiele heran führt. In Nürnberg wurde gerade bereits die zweite Erweiterung zu diesem Spiel angeteasert, doch möchte ich heute auf die erste Erweiterung blicken.

Ostern 2018

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Logo / Foto: Brettspielpoesie

Auch wenn das Wetter noch nicht viel davon vermuten lässt, Ostern steht vor der Tür! Das bedeutet für viele ein langes Wochenende, Zeit mit Familie und Freunden und kleine oder größere Geschenke. Ich persönlich halte ja nur wenig davon zu Ostern allzu große Geschenke zu verteilen. Dieser Konsumrausch ist zu Weihnachten schon kaum mehr erträglich, zu Ostern benötige ich dies nicht auch noch. Da freut es mich viel mehr am Oster-Wochenende Zeit für die Familie und jede Menge Spiele zu haben.

Half Pint Heroes

Half Pint Heroes Cover
Cover / Foto: Corax Games

Bevor ich vor einigen Jahren Brettspiele erneut kennen und lieben lernte, traf man mich häufiger in suspekten Kneipen und Spelunken an. Vor allem, wenn mal wieder dem Lieblingsfußballverein durch das ganze Land hinterher gereist wurde. Bisher ließen sich diese beiden Hobbies nur schwer verbinden, doch nun versetzt der junge Verlag aus Merseburg, Corax Games, mit seiner ersten komplett eigenen Veröffentlichung die Spieler in genau solch eine Szenerie und kombiniert damit diese beiden Welten. Zu Grunde liegt ein Stich-Ansage-Spiel der etwas anderen Art für bis zu sieben Spieler, also auch für den Einsatz in größeren Gruppen geeignet. Was dabei genau passiert und wie sich das spielt, erfahrt ihr in folgender Rezension.

Flamme Rouge – Peloton

Flamme Rouge Peloton Cover
Cover / Foto: lautapelit.fi

Flamme Rouge vom finnischen Verlag lautapelit.fi war 2016 einer der Geheimtipps. Ein tolles Familienspiel mit leichtem Zugang, dennoch spannend genug, um auch versierte Spieler zu fesseln. Es erschien auch direkt in verschiedensten Sprachen, doch bis es in Deutschland so richtig unter die Spieler kam, dauerte es etwas länger. Autor Asger Harding Granerud kommt aus Dänemark. Vielleicht habt ihr von ihm schon mal in Bezug auf Klask gehört, denn das spielt er gerne, oft und richtig gut, wie er u.a. bei der Deutschen Klask-Meisterschaft während der BrettspielCon in Berlin vergangenes Jahr unter Beweis stellte. Ansonsten hat er in seinen ersten zwei Jahren als Brettspielautor schon einige spannende Spiele veröffentlicht, er bedient da bereits alle Kategorien vom Kinderspiel bis zum Kennerspiel. Wer Flamme Rouge noch gar nicht kennt, sollte zunächst die verlinkte Rezension zum Grundspiel lesen. In dieser Rezension gehe ich nur auf die einzelnen Neuerungen der Erweiterung ein.

BS spielt! 2018

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Vergangenes Wochenende war es wieder so weit: Die Braunschweiger Stadthalle öffnete ihre Tore für die größte Brettspiel-Veranstaltung des Jahres in der Stadt: BS spielt! Letztes Jahr war das größte Ärgernis die Taschenkontrolle und die Durchsetzung des Verbots selbst mitgebrachter Getränke. Leider lies sich das Verbot nicht komplett außer Kraft setzen, aber zumindest konnte die Vereinbarung getroffen werden, dass Rucksäcke an der Garderobe für einen Euro abgegeben werden können. Aus diesen war es jederzeit möglich Essen und Getränke zu verzehren und die Taschen ohne Zusatzkosten zurückzugeben. Dennoch ist es verglichen mit anderen Veranstaltungen dieser Art immer noch ein kleines Ärgernis, denn während einer Partie will man eben nicht ständig aufstehen und zum Eingang gehen, um etwas zu trinken. Dennoch möchte ich die Organisatoren loben, sie haben einen Mittelweg gefunden, der sowohl die Stadthalle mit ihrem Caterer als auch die Spieler halbwegs zufrieden stellt. Aus der Stadthalle zurück in das Jugendzentrum Neustadtmühle zu gehen, würde dieses Problem zwar beheben, aber die Veranstaltung würde dann sicher weniger gut besucht, daher sehe ich dies nicht als Option.