Photosynthesis (Photosynthese)

Photosythesis Cover
Cover / Foto: Blue Orange Games

Abstrakte Spiele waren lange Zeit überhaupt nicht meine Welt. Mittlerweile muss ich mir eingestehen, dass mir auch solche Spiele zusagen können. Dennoch gibt es viele Spieler, die ebenso auf Distanz zu abstrakten Spielen gehen, wie ich es lange Zeit getan habe. Auch Photosynthesis ist im Kern ein abstraktes Spiel, doch wurde hier ein wirklich passendes, unverbrauchtes Thema gefunden, dass einfach dazu passt. Man merkt zunächst gar nicht wie abstrakt das Spielprinzip eigentlich ist, da man sich schnell in der gebotenen Szenerie verliert. Die Sonne wandert umher und hinterlässt eine entspannte, einladende Atmosphäre. Doch was hinter der Fassade passiert ist ein knallhartes, taktisches Spiel. Ich habe das Spiel mit dem Titel Photosynthesis in Essen bei Blue Orange Games bekommen, mittlerweile ist es als Photosynthese auch über Asmodee erhältlich.

Nomaden

Nomaden Cover
Cover / Foto: Asmodee

Die Idee hinter der Serie Legends of Luma habe ich ja bereits bei der Rezension zu Oh Captain! gelobt. Es soll eine Serie aus sechs Spielen werden, die untereinander sehr unterschiedlich sind, um verschiedenste Mechanismen zu bedienen. Was sie verbindet, sind die sechs Charaktere, die auf einer gemeinsamen Reise sind und die ausführliche Geschichte der Umstände ihres Zusammenkommens. Dabei finde ich es interessant, dass das vorliegende Spielprinzip von Nomaden gar nicht so neu ist, sondern eine Neuinterpretation des 2015 in Korea erschienenen Jeju Island. Dieses Spiel wurde Anne-Cécile Lefebvre, CEO von Ludonaute, vorgestellt, als die Idee der Legends of Luma-Reihe gerade aufkam, und es gefiel auf Anhieb. Doch mussten noch einige Änderungen gemacht werden, um das Spiel sauber in der Reihe einzuordnen. Einige Informationen werde ich in diese Rezensionen einfließen lassen, wer mehr über die Adaption erfahren möchte kann dies auf BGG nachlesen. Die Spieler sitzen mit den Nomaden, die sie in Oh Captain! von der Insel befreit haben, um ein Lagerfeuer herum und lauschen ihren Geschichten. Vom Schamanen zu einem merkwürdigen Drink verführt, kommen nur noch Fragmente der Geschichten bei ihnen an, die sie wieder versuchen zusammen zu setzen.

Imhotep: Eine neue Dynastie

Imhotep - Eine neue Dynastie Cover
Cover / Foto: Kosmos

So ein Berufsleben kann ziemlich langweilig werden, wenn man tagtäglich immerzu die gleichen Aufgaben erledigt. So wie die Baumeister Imhoteps aus dem alten Ägypten, die zwar jedes Bauwerk in zwei Varianten erschaffen können, aber auch das kann mit der Zeit langweilen. Zum Glück ist eine neue Dynastie angebrochen und die Baumeister müssen nun auch die Wünsche ihrer neuen Herren berücksichtigen. Für jedes Bauwerk stehen ihn dadurch vier mögliche Ausprägungen zur Verfügung, die sie mit ihren Kollegen gemeinsam errichten können. Statt bisher im Grundspiel 32 Kombinationsmöglichkeiten, stehen den Spieler nun ganze 1.024 Möglichkeiten zur Verfügung, die Orte in einer Partie Imhotep zu kombinieren. Und das klingt nun gar nicht mehr so eintönig, oder? Auch die Götter sind davon angetan und belohnen die Baumeister, die ihre Errungenschaften gekonnt vorhersehen können.

 

Brettspiel-Festival

Brettgeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Bei der Neuheitenschau auf der Spiel’17 wurde ich plötzlich auf englisch angesprochen. Das alleine ist dort keine Seltenheit, doch was ich hörte war ein astreiner britischer Akzent, ein Träumchen! Nicht erst seit ich mehrere Monate in England verbringen durfte, liebe ich diese Aussprache. Caroline Mosdell war es, die mich ansprach, um mir ihr Spiel Festival Board Game näher zu bringen. Da ich selber gerne auf Musik-Festivals gehe, war ich direkt interessiert an dem Spiel. Ich erzählte etwas über mich und den Blog, mit dem Namen “like board game poetry” und Caroline meinte, sie hätte das perfekte Spiel für mich. Ihr Mann Jeremy kam hinzu und beide erzählten uns davon, wie sie das Spiel für ihre Kinder entwickelten. Doch es blieb nicht dabei es mit ihren Kindern zu spielen, auch wenn Freunde kamen wurde Festival hervor geholt und viel Spaß verbreitet.

Dragon Castle

Dragon Castle Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Man muss das Rad nicht immer neu erfinden. Umso mehr Spiele am Markt existieren, desto häufiger werden bekannte Mechaniken als Grundlage für eine Spielentwicklung genommen. Das ist auch gar nicht schlimm, denn so wie sich die gesamte Welt und damit auch die Spieler verändern, verändert sich auch deren Anspruch an Spiele. Was haben wir als Kinder nicht alle Monopoly, Memory oder Scrabble rauf und runter gespielt!? Das war damals in Ordnung, man kannte halt noch nicht viel mehr. Das sieht heute bei mehr als 1.000 Neuheiten pro Jahr alleine auf der Spiel in Essen ganz anders aus. Und dennoch haben manche Spiele etwas nostalgisches, weil es einen an eine Zeit erinnert, in der alles besser war. So ist das nämlich mit dem Gehirn, die guten Erinnerungen bleiben viel länger bestehen, daher gaukelt uns das Gehirn diesen Zustand so oft vor. Doch wenn die Mechanismen aus heutiger Sicht nicht mehr so funktionieren, vergeht heute der Spielspaß schnell. Wenn sich solche Umsetzungen jedoch frisch und originell anfühlen, ist das Spielerherz zufrieden. So wie bei Dragon Castle, der modernen Mahjong-Variante als Brettspielumsetzung.

Exit – Die unheimliche Villa

Exit Villa Cover
Cover / Foto: Kosmos Verlag

Bisher kamen die Exit-Spiele immer in Paketen mit drei Spielen an der Zahl, die zum selben Zeitpunkt veröffentlicht wurden. Zwischenzeitlich wurden in 2017 sogar vier Spiele angekündigt, doch tauchte die unheimliche Villa plötzlich nirgends mehr auf. Bis zu diesem Jahr. Doch ist das nicht die einzige Überraschung bei den Exit-Vorstellungen auf der Spielwarenmesse gewesen, auch steht neben Inka und Markus Brand noch ein weiterer Autor auf der Schachtel. Aus dem Redakteur Ralph Querfurth ist ein Co-Autor geworden, das beschreibt sein Engagement für dieses Projekt wohl besser, denn er hat von Anfang an gemeinsam mit den Brands an den Rätseln getüftelt und eigene Ideen eingebracht. Da die Exit-Produkte nun einzeln veröffentlicht werden, bekommen sie hier auch ihre eigene Rezension, um euch schnellstmöglich von unseren Eindrücken berichten zu können. Für grundsätzliche Informationen zur Exit-Serie empfehle ich zunächst diese Rezension.

Magic Maze – Maximum Security (Alarmstufe Rot)

Magic Mare Erweiterung Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Ein Überraschungserfolg im vergangenen Spielejahr war Magic Maze. Das Erstlingswerk von Autor Kasper Lapp schaffte es durch sein innovatives Spielkonzept verdientermaßen direkt auf die Nominierungsliste zum Spiel des Jahres 2017. Ein kooperatives Spiel bei dem die meiste Zeit nicht geredet werden darf und jeder ganz klare Aufgaben hat. Doch sieht mancher so oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, dann können die Mitspieler ihm mit dem “Tu was”-Pöppel darauf hinweisen. Ein turbulenter Spaß, der ab März 2018 auch in einer Version für jüngere Spieler verfügbar sein wird. Aber hier und heute soll es um die Erweiterung gehen, die im Original den Untertitel Maximum Security trägt und in der deutschen Version Alarmstufe Rot benannt wurde.

Memoarrr! heißt das neue Memo

Brettgeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Noch vor der Spiel’17 fand ich ein kleines Spiel in meinem Briefkasten. Buzzword Memo stand auf der Schachtel und es versprach “das Gedächtnisspiel für Erwachsene” zu sein. Der Verlag ist kein Brettspielverlag, sondern ein Unternehmen für…ja, für was eigentlich? Die Webseite ist vermutlich “voll im Trend”, auf mich wirkt sie einfach nur unübersichtlich. Ich mag strukturierte Webseiten, auf denen ich mich anhand von Menüs dahin begeben kann, wo ich die Informationen finde, nach denen ich suche. Ich mag keine Webseiten, bei denen man ewig über reißende Titel hinweg scrollen muss, um möglicherweise Gesuchtes zu finden. Jedenfalls hat sich die Agentur digitale Anwendungen und Markenbildung auf die Fahne geschrieben. In diesem Zuge ist wohl auch das Memo-Spiel Buzzword Memo entstanden, gespickt mit mehr oder weniger bekannten Buzzwords aus dem Marketing.

Rajas of the Ganges

Rajas of the Ganges Cover
Cover / Foto: Huch!

Was verbindet man hierzulande in der Regel mit Indien? Da fallen mir Curry-Gerichte (hmm, lecker…) ein. Dann diese Holi-Feste, bei denen man mit bunten Farben um sich wirft. Auch wenn man mich bei so einer Veranstaltung niemals treffen wird,  scheint es ja seine Fans zu finden. Und natürlich Bollywood-Filme. Ähnlich bunt und etwas kitschig kommt optisch das neue Werk von Inka und Markus Brand daher, welches bei Huch! erschienen ist. Hinter der bunten Fassade steckt ein tolles Worker Placement Spiel, bei dem es mal nicht um Produktion und Handel von Wolle, Lehm und Erz geht, sondern Würfel die verfügbaren Ressourcen darstellen. Nach der Spiel’17 war es zunächst ausverkauft, doch nun steht der Nachdruck in den Startlöchern. Der beste Zeitpunkt, um euch meine Meinung zu diesem Spiel zu verraten.

Speed Colors

Speed Colors Cover
Cover / Foto: Game Factory

Wer von euch regelmäßig auf diesem Blog unterwegs ist, weiß dass hier nur selten Kinderspiele rezensiert werden. Und wenn doch, sind meist Schafe enthalten, da ich um solche Spiele nur schwer einen Bogen machen kann. Doch auf der Spiel’17 in Essen habe ich alle Game Factory-Neuheiten kurz anspielen können und Speed Colors hat mir auf Anhieb sehr gefallen. In einer Gruppe mit Erwachsenen, also dachte ich mir dieses Spiel mal genauer unter die Lupe zu nehmen und mit meinen Spielgruppen zu testen. Das Ergebnis aus diesen Partien, möchte ich euch nun vorstellen.