Spielend für Toleranz in Braunschweig

Brettgeschichte Logo

Logo / Foto: Brettspielpoesie

Von der Aktion Spielend für Toleranz habe ich euch bereits berichtet, als Udo Bartsch diese Aktion gemeinsam mit seinen Jury-Kollegen Martin Klein und Harald Schrapers ins Leben gerufen hat. Viele Spielekritiker, Autoren, Verlage oder auch einfach Spieler haben diese Aktion unterstützt, sie haben in ihren Medien darüber berichtet, Plakate aufgehängt oder T-Shirts mit dem Logo getragen. Nun ist der Verein Spiel des Jahres noch einen Schritt weiter gegangen und möchte mit Brettspielveranstaltungen dem Thema einen passenden Rahmen geben und neben Worten auch Spielerlebnisse sprechen lassen. Es soll aufgezeigt werden, wie Spiele Menschen verbinden können und dabei sowohl sprachliche als auch kulturelle Hürden überwunden werden können. Dafür hat der Verein Spiel des Jahres e.V. ein Spielepaket geschnürt, welches Spielekritikern an die Hand gegeben wird, um bei sich im Ort solche Veranstaltungen durchzuführen.

Für mich war sofort klar, dass ich auch eine solche Veranstaltung auf die Beine stellen möchte. Ich wohne in direkter Nachbarstadt zum Stadion, also war dies mein erster Anlaufpunkt. Immerhin gibt es seit einigen Jahren mit dem FanHaus einen Ort für genau solche Veranstaltungen. Aus sechs Überseecontainern ist ein Gebäude mit Veranstaltungssaal entstanden, der nicht nur Zufluchtsort sein soll. Denn „neben den vielen Themen rund um den Fußball und unsere Eintracht, sollen Angebote zu den Themenbereichen Musik, Kunst, Theater, Literatur und Bildung das vielfältige und bunte Angebot des FanHauses abrunden“, wie es auf der Webseite des Fanprojekts lautet. Das FanProjekt Braunschweig wurde direkt mit ins Boot geholt und unterstützte mich bei der Planung und Durchführung der Veranstaltung.

Vergangenen Sonntag war es dann so weit, von 14 – 18 Uhr luden wir zum gemeinsamen Spielen ein. Das Wetter war fast zu gut für eine solche Veranstaltung, dennoch fanden sich ca. 30 Spieler ein, die gemeinsam einen wunderbaren Tag verbrachten, neue Spiele kennen lernen und neue Bekanntschaften schließen konnten. Wie zu erwarten, war bei den Kleinsten das aktuelle Kinderspiel des Jahres Funkelschatz sehr beliebt, genau wie der Vorjahressieger ICECOOL. Doch ebenso im Dauereinsatz war Looping Louie, was mich ja etwas überrascht hat. Bei den Erwachsenen war Klask der große Renner, im Fußballumfeld war dies ja auch zu erwarten. Daneben wurden aber auch die aktuelleren Preisträger der letzten Jahre Azul und Kingdomino mehrfach gespielt. Das Spielepaket ist gut abgestimmt, enthält aber leider gar keine Würfelspiele, die sich manch ein Mitspieler an diesem Tag gerne gewünscht hätte.

Spielend Für Toleranz in BS

Spielend Für Toleranz in BS / Foto: Brettspielpoesie

Besonders gefreut hat mich die Teilnahme eines behinderten Jungen, dessen Begleitperson nur mal so schauen wollte, was hier los ist und eigentlich nicht erwartet hatte, dass der Junge tatsächlich mitspielen könne. Er hat verschiedenste Spiele mit viel Freude mitgespielt, die Anreise vom anderen Ende der Stadt hat sich also wirklich gelohnt. Alle Anwesenden verbrachten gemeinsam einen schönen Nachmittag und die Rückmeldung war, dass so etwas gerne häufiger statt finden dürfte. Ich werde mich nun mit den entsprechenden Institutionen zusammen setzen und überlegen, in welchem Turnus solch ein Brettspielnachmittag zukünftig statt finden könnte und wie wir noch mehr  Spieler darauf aufmerksam machen können. Besonders Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund konnten wir dieses Mal leider nicht erreichen.

Spielend fürToleranz

Spielend für Toleranz in BS / Foto_ Brettspielpoesie

An dieser Stelle geht mein Dank noch einmal an die Kollegen aus der Spiel des Jury für den Anstoß zu einer solchen Veranstaltung und die Unterstützung mit dem Spielepaket.

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