Pandemic Legacy – Season 1

Pandemic Legacy Cover
Cover/ Foto: Asmodee

An diesem Spiel kam im vergangenen Spiele-Jahrgang kaum ein Vielspieler vorbei, es liegt auf Boardgamegeek.com zu recht schon länger auf Platz 1. Zum Kennerspiel des Jahres 2016 wurde es nominiert, konnte sich aber nicht gegen Isle of Skye durchsetzen. Doch diese Entscheidung wurde schwer kritisiert, denn viele empfinden Pandemic Legacy als das (Kenner-)Spiel des Jahrgangs. Wieder andere meinen, dass man dem typischen Kennerspiel-Publikum kein solches Spiel mit einem grauen Pöppel vorsetzen kann, weil es eben nur begrenzt spielbar ist und eine Spielgruppe erfordert, die sich regelmäßig in gleicher Konstellation trifft. Man kann Pandemic Legacy natürlich auch immer wieder mit anderen Spielern spielen, doch geht dann sicher einiges an Spielspaß und Atmosphäre verloren, wenn man das Spiel und die Geschehnisse für jede Partie neu erklären muss und die neuen Spieler die Entscheidungen anderer Spieler “ausbaden” müssen.

T.I.M.E Stories

T.I.M.E Stories Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Was macht ein gutes Brettspiel aus? Ein leichter Einstieg vielleicht, mit kurzen und knappen Regeln? Oder ein Spiel, das auch nach etlichen Partien immer noch den gleichen Spielspaß erzeugt? Ein Spiel, dass in allen denkbaren Gruppen gleich gut funktioniert und mit kurzer Spieldauer? Ich denke die meisten Spieler würden diese Frage unterschiedlich beantworten, doch gibt es sicherlich einige Befürworter der ein oder anderen Aussage. Doch alles, was zuvor erwähnt wurde, liefert T.I.M.E Stories nicht! Dennoch wurde es 2016 zum Kennerspiel des Jahres nominiert, wie kann das sein? T.I.M.E Stories ist einfach anders. Und damit meine ich nicht nur den fehlenden Punkte hinter dem E ;-) T.I.M.E Stories erzählt eine Geschichte, welche die Spieler mit ihren Aktionen beeinflussen können. Diesen Ansatz mit diversen Markern zu kombinieren, die man so ähnlich aus diversen Brettspielen kennt, finde ich sehr innovativ.

7 Wonders Duel

7 Wonders Duel Cover
Cover / Foto: Repos Production

Das erste Kennerspiel des Jahres überhaupt wurde 2011 7 Wonders. Ein strategisches Aufbauspiel für bis zu 7 Personen. Es hat auch eine Zwei-Spieler-Variante, doch diese kann nicht recht überzeugen. Das strategische Spiel zeichnet sich eben speziell dadurch aus, dass viele Spieler dabei sein können. Besonders das Drafting der Karten erscheint bei zwei Personen wenig sinnvoll und einen Ghost Player zu spielen macht nunmal keinen Spaß. Darauf wurde im vergangenen Jahr reagiert und das Spielprinzip für direkte Duelle angepasst. Dafür hat sich der 7 Wonders-Autor Antoine Bauza die Unterstützung von Bruno Cathala geholt, der etwas mehr Erfahrung mit Spielen für genau zwei Personen hat. Dabei heraus gekommen ist eine hervorragende Umsetzung, die sogar auf der Empfehlungsliste zum Kennerspiel des Jahres 2016 landen konnte.

Nippon

Nippon Cover
Cover / Foto: Asmodee

Nippon ist nicht nur der Name der leckeren Puffreis-Happen in Schokoladenhülle, sondern auch eine Leseform der japanischen Schreibweise von Japan. Und genau dort befinden wir uns auch bei diesem Spiel. Und zwar zur Meiji-Zeit, also Ende des 19. bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Zaibatsus die japanische Industrialisierung vorantrieben. Jeder Spieler vertritt solch einen Zaibatsu, also ein Familienunternehmen und möchte mit diesem erfolgreicher sein als alle anderen. Dafür werden Fabriken gegründet, Waren produziert um sie später gewinnbringend verkaufen zu können und in den Städten einen hohen Marktanteil zu erreichen. Doch das geht alles nicht ohne Bau- sowie Produktionsmaterialien und Geld. Wer kann mit seinen Ressourcen am besten haushalten und bei Spielende das erfolgreichste Konglomerat vorweisen?

Pingvasion

Pingvasion Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Spätestens seit dem Film “Madagascar” ist es allgemein bekannt, das Pinguine nach der Weltherrschaft eifern. Und auch das Känguru von Marc-Uwe Kling ist überzeugt, das der Nachbar, seines Zeichen ein Pinguin, Pläne schmiedet die Weltherrschaft an sich zu reißen. Da muss doch irgendwas dran sein. So ein Pinguin ist dem Menschen doch rein äußerlich mit seinem aufrechten Gang auf zwei Beinen auch gar nicht so unähnlich :-) Im Spiel Pingvasion besiedeln die niedlichen, flugunfähigen Frackträger verschiedene Gebiete und versuchen sich über die ganze Welt auszubreiten. Dabei gönnen sie einander nix und versuchen sich ständig gegenseitig zu sabotieren.

Colt Express: Postkutsche & Pferde

Cover Colt Express Erweiterung - Postkutsche und Pferde
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Colt Express konnte sich im vergangenen Jahr als Spiel des Jahres durchsetzen, auch wenn diese Entscheidung polarisiert hat. Die einen empfinden es gewaltverherrlichend, andere finden die Regeln zu komplex. Doch in unseren Spielgruppen hatten wir immer viel Spaß dabei. Damit das noch lange so bleibt, gibt es nun die erste Erweiterung mit neuen, spannenden Elementen. Denn die Banditen können es einfach nicht lassen. Im Wilden Westen gibt es scheinbar keinen anderen sinnvollen Zeitvertreib und daher wird der Colt Express immer und immer wieder überfallen. Am besten nähern sich die Banditen dem Zug auf einem Pferd, um von diesem in den gewünschten Waggon zu springen. Doch was kommt denn da vorne: Eine Postkutsche – Da ist doch sicher noch mehr zu holen als im Zug. Die friedlichen Passagiere dieser Kutsche sind daher vor den gierigen Banditen nicht sicher. Sie können als Geiseln genommen werden und bringen den Banditen bei Spielende einen speziellen Bonus.

Zug um Zug – Vereinigtes Königreich (+ Pennsylvania)

Zug um Zug Vereinigtes Königreich Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Nachdem ich nun schon zu Zug um Zug und Zug um Zug – Europa ein paar Worte verloren habe, möchte ich mich heute der Erweiterung Vereinigtes Königreich & Pennsylvania widmen. Zwar handelt es sich dabei bereits um die fünfte Erweiterung der sogenannten Map Collection, aber da es sich dabei um die aktuelle Variante aus diesem Jahrgang handelt, halte ich es für angebracht mich damit zu beschäftigen. Diese Erweiterung bringt einen doppelseitigen Spielplan mit, wie der Name bereits verrät eine Seite mit einer Karte des Vereinigten Königreichs und auf der Rückseite eine Karte des US-Staates Pennsylvania. Aufgrund dieser Tatsache erwartet euch in dieser Rezension eine etwas andere als die gewohnte Struktur. Ich gehe auf die Neuerungen der beiden Varianten einzeln ein und betrachte das Gesamtpaket nur im Fazit.

Pandemie – Die Heilung

Pandemie - Die Heilung Cover
Cover / Foto: Asmodee

Die Welt steht vor dem Untergang. Vier Krankheiten haben das Ziel die Menschheit auszurotten. Die fiesen Krankheitserreger vermehren sich in Windeseile über die gesamte Erde. Die Lage scheint aussichtslos. Doch sieben mutige Kämpfer mit unterschiedlichen Hintergründen haben es sich zum Ziel gesetzt, sich den Krankheiten in den Weg zu stellen und die Menschheit vor dem qualvollen Tod zu retten. Sie reisen von Kontinent zu Kontinent, behandeln Krankheiten, nehmen Proben für die Suche nach einem Heilmittel. Doch kaum haben sie eine Region befreit, wird dort schon der nächste Patient eingeliefert.

SO Wundertüte 2016

Letztes Jahr gab es von mir die Ode an die Wundertüte und auch dieses Jahr möchte ich gerne meine Meinung zur Wundertüte mitteilen. Die Entscheidung für die Wundertüte war dieses Mal wieder recht schnell gefallen. Erstmal bestellen, die Vorfreude genießen und im Zweifelsfall zurücksenden. Denn das Prinzip der Wundertüte finde ich nach wie vor großartig. Und das obwohl unsere Spieleschränke aus allen Nähten platzen, bisher haben wir immer noch weitere Möglichkeiten zum Verstauen der Spiele gefunden. Auch wenn wir die große Gefahr gesehen haben, dass wir entweder einige Spiele bereits besitzen oder die Spiele nicht nach unserem Geschmack sein könnten, haben wir also zugeschlagen. (Wer weiterlesen möchte: Vorsicht Spoiler!)

Ostereiersuche Teil 8

Ei 7
Ei 7 / Foto: Brettspielpoesie

Die Oster-Tage gingen mal wieder im Nu vorbei, doch der Osterhase hat es auch mit der großartigen Unterstützung nicht schaffen können, alle Geschenke pünktlich zu verstecken. Zum Glück gibt es da die T.I.M.E. Agency, die dem Osterhasen ihre Hilfe anbietet. Sie schicken ihn in der Zeit zurück, damit er seine Arbeit erledigen kann und es keine traurigen, enttäuschten Kinderaugen gibt. Als Gegenleistung muss der Hase ein paar Tage seiner freien Zeit zwischen den Osterfesten der Agency widmen. Er wird mit auf die Reisen in Vergangenheit geschickt und muss als Gegenleistung den Zeit-Captain ablenken, wenn die Agenten einen Ort wechseln. Wie der Hase das macht, ist ihm überlassen, jedenfalls muss es den Captain so sehr ablenken, dass er nach dem Würfeln ganz vergisst die Zeiteinheiten auf der Zeitleiste abzutragen.