Scotland Yard – Das Kartenspiel

Scotland Yard Kartenspiel Cover
Cover / Foto: Ravensburger

1983 wurde Scotland Yard zum Spiel des Jahres ernannt. In meiner Kindheit habe ich dieses Spiel geliebt. Ein Spieler schlüpft dabei in die Rolle des gesuchten Mister X, während die anderen gemeinsam versuchen ihn zu fassen. Dabei können sie sich mit Hilfe von Bus, U-Bahn oder Taxi auf der London-Karte fortbewegen. Mister X bekommt zusätzlich Doppelzüge und Black Tickets, die seine Reisewege verschleiern sollen. Fünf mal im Spiel muss er seinen aktuellen Ort preisgeben. Hat ihn bis zum fünften Mal kein Mitspieler erreicht, gewinnt Mister X. Er verliert dementsprechend, sobald ein Mitspieler sich am selben Ort aufhält. So läuft das Spiel seit über 30 Jahren. Doch jetzt hat das Autorenpaar Inka und Markus Brand die Zügel in die Hand genommen und daraus ein Kartenspiel kreiert. Erfahrt in dieser Rezension wie viele Berührungspunkte es gibt und was geändert wurde.

Saboteur – Das Duell

Saboteur Das Duell Cover
Cover / Foto: Amigo Spiele

In der Rezension zu Saboteuer habe ich es ja bereits angekündigt, dass ich mir auch die neue Duell-Variante näher angesehen habe. Ich mag 2-Spieler-Varianten, da diese jederzeit zu Hause mit dem Partner gespielt werden können, wenn gerade keine weiteren Mitspieler verfügbar sind. Besonders zu Spielen, die sich nicht oder nicht sonderlich gut zu zweit spielen lassen. Wie das hervorragend geht wurde bereits mit 7 Wonders Duel oder Bohnnaza – Das Duell gezeigt. Letzteres ist ebenfalls bei Amigo erschienen und wurde gerade erst mit dem DuAli ausgezeichnet. Dies ist ein Preis, den der größte Spieleclub Deutschlands, der Ali Baba Spieleclub e.V., seit 2015 einmal jährlich für das beste 2-Personen-Spiel vergibt. Wie stehen die Chancen auf diesen Preis für die neueste Duell-Variante des Verlags?

Saboteur

Saboteur Cover
Cover / Foto: Amigo Spiele

Bei den vielen Neuheiten fällt es mir oft schwer, auch mal Rezensionen zu Spielen zu veröffentlichen, die schon länger auf dem Markt sind. Daher freut es mich, wenn ein Verlag eine neue Version zu einem älteren Spiel auf den Markt bringt und ich dieses als Anlass nehmen kann, darüber zu schreiben. Amigo Spiele hatte mehrere Spiele in Nürnberg dabei und diese sind alle bereits im Handel. Bei mir hat von diesen Spielen besonders die Duell-Variante von Saboteur Interesse erweckt. Denn Saboteur zeichnet sich gerade dadurch aus, dass es sich in besonders großen Gruppen erst richtig entfaltet. Was es genau damit auf sich hat, lest ihr in dieser Rezension. Ich beziehe mich auf die aktuelle Ausgabe von 2012. Bei dieser wurde das Stollengold, welches bisher alleinig das Cover regierte, durch ein Bild mit Zwergen und kleinen Goldklumpen ersetzt.

Chicken Wings

Chicken Wings Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Chicken Wings – So nennt man nicht bloß knusprig gebratene Hähnchenflügel, sondern auch ein neues Spiel aus dem Hause Huch!&friends trägt diesen Namen. Nun können sogar Vegetarier sich wieder ruhigen Gewissens Hähnchen zuwenden ;-) Wer wollte nicht schon einmal Gummi-Hühner mit Hilfe eines Kochlöffels auf eine Zielscheibe werfen? Oder lieber in einer friedlichen Bauernhof-Landschaft dem Bauern eines auf die Nase geben oder den Wachhund ablenken? An all dem könnt ihr euch mit Chicken Wings versuchen. Doch einfach wird das nicht, Fingerspitzengefühl und eine gute Hand-Auge-Koordination ist hilfreich, um sich erfolgreich gegen andere Spieler im Hühner Werfen zu messen.

NMBR9

NMBR9 Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Ein gutes Spiel muss nicht kompliziert sein und auch nicht Unmengen an Material mitbringen. Manchmal kann auch aus einer recht simplen Idee ein überzeugendes Spiel entstehen. So scheint es bei NMBR9 von Abacusspiele der Fall zu sein. Wer hat nicht früher auf dem Gameboy Stunden mit Tetris verbracht? Die perfekte Anordnung geometrischer Formen begeisterte damals schon viele Leute. Und nun bringt Autor Peter Wichmann uns diese Herausforderung auf die Spieltische. Die zehn unterschiedlichen Plättchen zeigen Zahlen als geometrische Formen, die an- und aufeinander abgelegt werden, um Punkte zu erhalten. Die Reihenfolge bestimmen Karten und so gleicht keiner Partie der nächsten.

Twenty One

twenty one Cover / Foto: NSV
twenty one Cover / Foto: NSV

Nach Qwixx und Qwinto wäre eine Schlussfolgerung, das ein neues Würfelspiel mit diversen bunten Würfeln aus dem Nürnberger Spielkarten-Verlag mit “Qw” beginnen muss. Doch zu unserer Überraschung heißt die Würfel-Neuheit Twenty-One, 21. Eine Frage, die sich da unweigerlich aufdrängt: Wieso 21? Wieso nicht der doppelte Wert, 42? Bekannt als Universalantwort für die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Oder Six, schließlich sind genau sechs Würfel enthalten. Doch damit nähern wir uns bereits der Antwort. Denn die Summe der Würfelaugen von 1 bis 6 ergibt, na was wohl? 21! Und im Spiel Twenty-One lassen sich pro Zeile 21 Bonus-Punkte erzielen. Doch wofür werden diese Bonuspunkte vergeben und kann man das überhaupt schaffen?

Tierisch bedroht

Tierisch Bedroht Cover
Cover / Foto: Mogel Verlag

Nach Nürnberg haben sich die Norddeutschen vom Mogel Verlag nicht aufgemacht, aber in Essen werden wir sie sicher wieder antreffen. Ein Spiel, welches im vergangenen Jahr bei diesem Verlag in Essen präsentiert wurde, habe ich euch noch gar nicht vorgestellt. Das kooperative Kartenspiel setz die Kartenspiel-Reihe fort. Dieses möchte ich nun gerne nachholen. Bei Tierisch bedroht! dreht sich alles um vom Aussterben bedrohte Tierarten. Die Aufgabe der Spieler besteht darin, möglichst viele Tiere zu retten, indem sie gemeinsam eine Strategie verfolgen und die richtigen Karten ausspielen. Dabei darf aber kaum etwas über Einzelheiten der Karten verraten werden.

Deutsche Sprache, schwere Sprache

Die deutsche Grammatik ist nicht einfach. Ich denke da gerne an eine Austausch-Schülerin aus Bolivien zurück, die ein halbes Jahr bei einer Freundin in Deutschland gelebt hat. Sie hat wirklich sehr viel gelernt, kannte schon bald einige Wörter, die ich selbst niemals benutzen würde und bei denen mir teilweise die Bedeutung nicht auf Anhieb bewusst war. Doch auch ein halbes Jahr später haperte es weiterhin an der korrekten Verwendung der deutschen Artikel der, die, das. Wenn man nun keinen geübten Übersetzer an die Übertragung einer Spielregel in eine andere Sprache setzt, sondern es versucht möglichst kostengünstig selbst zu tun, können da zwar durchaus witzige, aber auf das Spiel bezogen leider nahezu unbrauchbare Regeln heraus kommen. Denn eine Regelübersetzung ist keine reine Wort für Wort-Übersetzung in eine andere Sprache. Wie auch die Jungs von Erklärpeer ihre Übersetzungsarbeit einmal dargestellt haben, steckt viel mehr dahinter. Zwei Beispiele wie man es nicht machen sollte, werde ich heute kurz vorstellen.

Ein Fest für Odin

Ein Fest für Odin Cover
Cover / Foto: Feuerland Spiele

Man stelle sich vor man vermische Patchwork mit einer Prise Agricola und fügt noch einen Hauch Arler Erde hinzu: Heraus kommt ein großer, dicker, schwerer Karton. Ein Fest für Odin kann veranstaltet werden. Jeder Spieler bietet dabei sein eigenes Festmahl an, um die Wikinger, die ihm in den Runden treu zur Seite stehen und Aufgaben erledigen, zu belohnen. Für die Ausführung dieser Aufgaben müssen die Wikinger entsprechend ausgebildet werden und die Erzeugnisse und Schätze müssen auf dem eigenen Plan regel.konform untergebracht werden. Denn nur wenn die eigene Sippe gute Arbeit verrichtet und man seinen eigenen Besitz erweitert und zur Schau stellt, kann man seinen Einfluss und auch die Einnahmen erhöhen. Das Erwerben, Tauschen, Aufwerten und Unterbringen der Waren ist eine spannende Herausforderung, eingebettet in das interessante Wikinger-Thema.

Alle Mann an Deck

Alle Mann an Deck Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Der Illustrator Felix Mertikat hat 2015 begonnen, Brettspiele nicht nur bloß zu illustrieren, sondern seine ganz eigenen Spielideen zu veröffentlichen. Sein Erstlingswerk war ein kleines Kartenspiel mit Ärgerfaktor, bei denen eine Herde Schafe von den Dorfbewohnern vor Räubern beschüzt werden muss. Damals noch ganz ohne Verlag dahinter, ist mittlerweile King Racoon Games entstanden. Neben dem großen postapokalyptischen Spiel Tsukuyumi, welches derzeit noch in Arbeit ist, hatte Felix noch Zeit an einem kleinen Kartenspiel zu arbeiten. Es soll im gleichen Universum wie Schäferstündchen spielen, aber dieses Mal stehen Piraten im Vordergrund, welche die ganz große Beute machen wollen.