Klask

Klask Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Laut Duden wird ein Brettspiel als “Unterhaltungsspiel, das mit Figuren oder Steinen auf einem Spielbrett gespielt wird” definiert. Ein Gesellschaftsspiel ist demnach ein “unterhaltendes Spiel, das von mehreren Kindern oder Erwachsenen zusammen gespielt wird”. Wikipedia beschreibt ein Brettspiel als Gesellschaftsspiel, dessen Hauptelement ein Spielbrett ist. Bei Klask kann man sich schnell die Frage stellen, ob es wirklich noch ein Brettspiel im eigentlichen Sinne ist. Dabei besteht das Hauptelement aus Holz, also einem Brett und gespielt wird auch. Nur eben anders, als bei den meisten Brettspielen. Dabei gibt es unter den Brettspielen doch einige Geschicklichkeitsspiele und Klask ist ein eben solches.

Meduris

Meduris Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

HABA – Diese vier Buchstaben stehen vor allem für qualitativ und pädagogisch wertvolle Kinderspiele. Für mich ohne Kinder daher nicht ganz so stark im Fokus, auch wenn ich die meisten HABA-Spiele gerne mal mitspiele. Häufig sind ja sogar Schafe dabei ;-) 2015 hat der Verlag begonnen, zusätzlich ein neues Publikum, nämlich die Familienspieler, zu erreichen. Mit dem Label “Spieleabend approved!” erscheinen nun regelmäßig Spiele für die ganze Familie. Im ersten Jahr wurde mit Spookies, Karuba und Abenteuerland eine, meiner Meinung nach vom Komplexitätsgrad aufeinander aufbauende, Serie begonnen. Besonders hervor getan hat sich dabei das Legespiel Karuba, welches sogar zum Spiel des Jahres nominiert wurde. Ein Jahr später ging HABA wieder mit drei Neuheiten sowie einer kleinen Erweiterung für Abenteuerland an den Start. Wieder werden zwei der Spiele ab 8 Jahren empfohlen, doch ich habe mir Meduris mit einer Empfehlung ab 10 Jahren näher angeschaut.

Unlock!

Unlock Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Exit-/Escape-Spiele sind schon letztes Jahr auf der Spiel in Essen groß herausgekommen. Ich habe euch bisher die Ansätze von Kosmos, Noris und HCM Kinzel versucht näher zu bringen. Nun geht es um den vierten Verlag, der sich des Themas angenommen hat und dabei wieder eine eigene Umsetzung präsentiert. Unlock! von den Space Cowboys besteht nur aus nummerierten Karten und ist an eine App gekoppelt. Es ist sogar bereits Preisträger des As d’Or – Jeu de l’Année, dem französischen Spiel des Jahres. Und dieser Preis wurde bereits drei Wochen nach dem Erscheinungstermin in Frankreich vergeben. Ob dies nun der Tatsache zu verdanken ist, dass es noch kein anderes Escape Brettspiel in französischer Version zu diesem Zeitpunkt gab und man den Grundgedanken prämieren wollte, die Verbundenheit mit den französischen Autoren oder tatsächlich das Spielgefühl den Ausschlag dafür gegeben hat, kann ich nur spekulieren.

Tembo

Tembo Cover
Cover / Foto: NSV

Auch wenn Take That zuvor auf dem Markt verfügbar war, handelt es sich eigentlich bei Tembo um das Erstlingswerk von Andreas Spies. Das Thema sollte jedoch grafisch in Szene gesetzt werden, wodurch sich die Veröffentlichung verzögerte. Auf der Nürnberger Spielwarenmesse war es dann endlich verfügbar. Das Warten hat sich gelohnt: Ein kleines Kartenspiel mit ein paar Holzklötzchen und wunderschönen Illustrationen der afrikanischen Tiere in ihrer Heimat. Thematisch befinden sich die Spieler in Afrika und versuchen Elefanten so einzusetzen, dass sie möglichst viele der eigenen Tiere über den Fluss begleiten. Dabei muss man sich vor Krokodilen und Löwen in acht nehmen, die es nämlich auf die leckeren Huftiere abgesehen haben.

Escape Room – Das Spiel: Funland & Murder Mystery

Escape Room Erweiterungen
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Wie ihr sicher bemerkt hat, liebe ich Escape/Exit-Räume, sowohl im wahren Leben als auch die Brettspiel-Varianten. Die Noris-Variante mit dem Chrono Decoder führte zu einem besonderen Erlebnis, welches mit dem Countdown den Zeitdruck eines realen Escape Rooms am besten realisiert. Die vier Rätsel der Grundbox gab es in drei Schwierigkeitsstufen: Zwei, drei und vier von fünf möglichen Sternen. Die beiden neuen Abenteuer werden in Bezug auf den Schwierigkeitsgrad mit 3 1/2 Sternen (Welcome to Funland) und 5 Sternen angegeben (Murder Mystery). Jedenfalls sind das die Angaben auf den Boxen, in der App werden merkwürdigerweise andere Bewertungen angegeben. Ich habe lange überlegt, wie ich diese Rezensionen aufbauen kann und dann entschieden, Angaben zu Spielablauf, Spieleranzahl und Glücksfaktor weg zu lassen. Diese sind nämlich analog zum Grundspiel, dessen Rezension ihr hier lesen könnt.

Qwinto – Das Kartenspiel

Qwinto Kartenspiel Cover
Cover / Foto: NSV

Das Kartenspiel zum Brettspiel des Würfelspiels…Es ist mittlerweile längst an der Tagesordnung, dass zu einem erfolgreichen Spiel andere Versionen veröffentlicht werden. Manche werfen den Autoren und Verlagen mangelnde Kreativität vor und wünschen sich mehr neuartige Ideen. Ja, manchmal kommt es mir auch zu viel vor, dennoch finde ich es häufig auch recht interessant wie an ein bestehendes Spielprinzip neu heran gegangen wird. Bei Qwixx, einem weiteren erfolgreichen Kartenspiel des Nürnberger-Spielkerten-Verlags, ist dies nicht so gut gelungen. Das Kartenspiel kommt nicht annähernd an das Würfelerlebnis und bietet somit keine echte Alternative. Zumal es zum Würfelspiel auch immer wieder neue Wertungsblöcke gibt, die für ausreichend Abwechslung sorgen. Nun wurde das gleiche mit Qwinto versucht. Gelang dieser Versuch dieses Mal besser? Lest es selbst in der folgenden Rezension.

Flamme Rouge

Flamme Rouge Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Wie die Radsport-Fans unter euch sicherlich bereits wissen, geht es bei Flamme Rouge um eben diesen Sport. Das Spiel hat seinen Namen nämlich vom Teufelslappen, einem roten, dreieckigen Stück Stoff, dass den Fahrern die letzten 1.000 Meter der Strecke signalisiert. Die Fahrer sind in diesem Spiel die Spieler, jeder kontrolliert zwei davon: Einen Sprinteur und einen Rouleur. Die wurden nach ihren Hauptaufgaben benannt, der Sprinteur kann ab und an zu einem Sprint ansetzen, um ein paar Positionen im Fahrerfeld gut zu machen. Dem Rouleur wird die Eigenschaft zugeschrieben ein Straßenradrennen im Alleingang ohne Windschatten für sich entscheiden zu können. Mehrere Fahrer bilden einen Pulk und damit ist die Lehrstunde auch bereits beendet und ihr seid gut vorbereitet für die folgende Rezension und die erste Partie Flamme Rouge.

Mein Traumhaus

Mein Traumhaus Cover
Cover / Foto:Pegasus Spiele

Ein Haus zu bauen ist sicherlich nicht einfach, dabei gibt es einiges zu tun. Wenn der Bau aber erst einmal steht, beginnt der interessante Teil: Das Einrichten der Räume. Diese schöne Aufgabe liegt beim neuen Familienspiel von Pegasus Spiele in den Händen der Spieler. Aus verschiedenen Räumen richten sie ihr ganz eigenes Traumhaus ein. Dazu ein paar schöne Dekorationen und mit ein wenig Hilfe von Spezialisten ensteht in kürzester Zeit so mancher Traum. Ein Schlafzimmer mir eigenem Ankleideraum, ein Whirlpool im Badezimmer oder ein eigenes Spielezimmer. Alles was das Herz begehrt wird nun möglich. Zumindest für die gut 30 Minuten, die eine Partie in etwa dauert.

BS spielt! 2017 – Tag 1

Bretggeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Mit ein paar Spielen im Hinterkopf und einigen losen Verabredungen mit Freunden machten wir uns nach dem Frühstück am Samstagmorgen auf den Weg zur Braunschweiger Stadthalle. Im Gepäck ausreichend Verpflegung für den gesamten Tag: Getränke, Gemüse, Knabberzeug. Womit wir nämlich nicht rechneten, waren die Rucksack-Kontrollen am Eingang, um sämtliche Getränke heraus zu filtern. Was im letzten Jahr zumindest geduldet wurde, war dieses Jahr mit Verweis auf die Hausordnung komplett untersagt. Getränke mussten draußen bleiben! Ich finde hier sollte mit der Stadthalle für das kommende Jahr eine andere Abmachung gefunden werden. Schließlich geht es hier nicht um eine Konzert oder vergleichbare kurze Veranstaltung, sondern um 12 Stunden, die man am Samstag dort verbringen kann und möchte. Natürlich hat der Caterer Hausrecht und möchte an solch einer Veranstaltung auch verdienen, aber 2€ für 0,2 l Cola ist eine Frechheit. Vor allem für Familien mit Kindern wird die Veranstaltung dadurch zu einem teuren Spaß und könnte diese zukünftig von davon fernhalten.

Undercover

Undercover Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Das Logo von Frosted Games zeigt eine Spielschachtel mit Glasur, wie der Verlagsname bereits verspricht. Das macht Appetit auf mehr. 2015 hat dieser Verlag einen langen Traum vieler Brettspieler erfüllt: Den Brettspieladventskalender, über den auch hier jedes Jahr berichtet wird. Doch nicht nur Promo-Artikel bietet dieser Berliner Verlag an, auch richtige Spiele finden ab und zu ihren Weg über Frosted Games veröffentlicht zu werden. Nach Harbour im ersten Jahr, das schon lange darauf wartet von mir rezensiert zu werden, legte der Verlag 2016 mit Undercover nach. Im gleichen Jahr, indem Codenames zum Spiel des Jahres gekürt wurde und Agent Undercover es auf die Nominierungsliste schaffte, schien das Spiel vom Namen her gegen starke Konkurrenz anzutreten. Doch lasst euch vom Namen nicht blenden, dahinter steckt ein cooles Spiel, dass ich euch nun näher vorstellen möchte.