Nova Luna

Cover / Foto: Pegasus

Während der Mond seine Kreise zieht,
wird bei Nova Luna um den Sieg gespielt.
Beim Plättchen legen wird sich zeigen,
wer zuerst los wird, seine Scheiben.
Die Wahl der Plättchen nicht einfach ist,
es kann dauern bis Du wieder am Zuge bist.
Ob Plättchen in gelb, blau, türkis oder rot,
nimm einfach das, welches sich besonders lohnt.
Nur wer wählt mit Geschick und Bedacht,
wird der Spieler sein, der am Ende lacht.

 

Spielmaterial:

Viele quadratische Plättchen sind das Herzstück dieses Spiels. Daneben existiert ein Rundlauf, die Monduhr, um den ein Teil der Plättchen angeordnet wird und um den die Mondfigur bewegt wird. Jeder Spieler erhält kleine Scheiben einer Farbe und schon kann es losgehen.

Nova Luna Monduhr / Foto: Brettspielpoesie

Spielmechanismus:

Nova Luna ist ein abstraktes Puzzlespiel, bei dem quadratische Plättchen so angeordnet werden müssen, dass die gestellten Aufgaben der Plättchen erfüllt werden. Nur dann darf der Spieler eine Scheibe auf der Aufgabe platzieren, das Spiel endet sobald ein Spieler seine letzte Scheibe platziert hat. Doch was sind das nun für Aufgaben? Es werden angrenzende Plättchen bestimmter Farben verlangt, sobald diese ausliegen, gilt die Aufgabe als erfüllt. Dabei zählen auch ununterbrochene Reihen aus Plättchen einer Farbe als angrenzend, wodurch spannende Synergien erzeugt werden können.

Nova Luna Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Die Plättchen werden wie in Patchwork ausgewählt: Vom Mond ausgehend sind die folgenden drei Plättchen zu erreichen. Die Zahl auf dem Plättchen gibt an, wie viele Felder der Spieler auf dem Rundlauf weiter ziehen muss. Dann wird das Plättchen der eigenen Auslage zugefügt, indem mindestens eine Seite angrenzend gelegt wird. Können dadurch Aufgaben erfüllt werden, so werden entsprechend Scheiben platziert. Die Position auf dem Rundlauf bestimmt den nächsten Spieler, es ist immer an der Reihe, wer am weitesten hinten steht. So kann es passieren, dass ein Spieler mehrfach hintereinander einen Zug ausführen darf, während andere Spieler einige Züge lang warten müssen. Erst wenn nur noch zwei oder weniger Plättchen ausliegen, darf der aktive Spieler sich entscheiden die Auslage einzufüllen, bevor ein Plättchen ausgewählt wird.

Nova Luna Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Spielende:

Mit dem Platzieren der letzten Scheibe endet die Partie und der aktive Spieler geht als Sieger hervor.

Spieleranzahl:

Die Anzahl der verwendeten Scheiben pro Spieler kann für die ersten Partien je nach Spielerzahl angepasst werden, ansonsten gibt es keine weiteren Anpassungen. Zu zweit ist das Spiel viel taktischer ausgelegt, die Optionen sind leichter zu überschauen und einzuplanen. Umso mehr Spieler, desto mehr kann zwischen den eigenen Zügen passieren. Es gefällt mir mit jeder Spielerzahl, wobei es sich zu zweit einfach flotter spielen lässt. Wird in einer Partie zu viert beispielsweise ein 7er-Plättchen gewählt, kann die Zeit ganz schön lang erscheinen, bis man selber wieder aktiv beteiligt ist. Es existiert auch eine Solo-Variante, die ich allerdings nicht ausprobiert habe.

Glücksfaktor?

Die Reihenfolge der Plättchen ist zufällig und kann so manchen Plan vereiteln, weil ein Spieler einfach nicht an die benötigten Plättchen gelangt. Dies kann von den Mitspielern aber auch forciert werden, wenn sie extra weniger passende Plättchen wählen, um dieses eine dem Mitspieler vorzuenthalten. Auf diese Art und Weise zu spielen benötigt allerdings einen gewissen Erfahrungsschatz, häufig reicht es den Spielern in den ersten Partien ihre eigene Auslage im Blick zu haben.

Fazit:

Uwe Rosenberg nennt Corné van Moorsel als Co-Autor, weil er sich von dessen Spiel Habitats und des dort verwendeten Punktemechanismus durch das Platzieren der Plättchen zu Nova Luna inspiriert fühlte. Dazu kommt der Auswahlmechanismus aus Patchwork, einem meiner liebsten Spiele für zwei Spieler. Habitats habe ich hingegen noch nicht gespielt. Vielleicht sollte ich das mal tun, denn Nova Luna gefällt mir ausgesprochen gut. Das Thema ist zwar völlig austauschbar, das ist mir aber egal, ich mag solche Knobelspiele einfach gerne und brauche dafür kein Thema. Die Optik gefällt mir auch gut, vor allem der 3D-Mond macht schon was her. Nur die Scheiben der Spieler hätten gerne etwas größer ausfallen dürfen.

Als ich zum ersten Mal Bilder davon sah, konnte ich mir absolut nicht erklären, wie mit quadratischen Plättchen gepuzzelt werden soll!? Doch es fühlt sich wirklich nach puzzeln an, da es meist verschiedene Optionen gibt, ein Teil passend anzulegen. Es hilft diese abzuwägen und die bereits erwähnten Synergien zu erzeugen. Wenn man erst ein mal verstanden hat, das durchgängige Reihen einer Farbe auch immer als angrenzend zu allen Plättchen dieser Reihe zählen, sind die zu Grunde liegenden Regeln eigentlich sehr übersichtlich. Dies ist eines der Spiele, welches leicht zu verstehen, aber schwer zu meistern ist. Geübte Spieler haben meist einen kleinen Vorteil gegenüber Neueinsteigern.

Die Partien laufen an sich alle recht ähnlich ab, doch aus den zur Verfügung stehenden Plättchen immer wieder zu versuchen, das Beste heraus zu holen, ist in meinen Augen auf Dauer eine spannende Aufgabe.

Wertungsnote 5/6

Verlag: Edition Spielwiese / Vertrieb: Pegasus Spiele
Autor(en): Uwe Rosenberg, Corné van Moorsel
Erscheinungsjahr: 2019
Spieleranzahl: 1 – 4 Spieler
Dauer: 30 Minuten

Vielen Dank an Pegasus Spiele für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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