Mercado

Mercado Cover

Cover / Kosmos Verlag

Wolfgang Warsch ist im aktuellen Jahrgang etwas einzigartiges gelungen: Drei seiner vier im Frühjahr herausgebrachten Spiele wurden von der SdJ-Jury nominiert. Auch Erfolgsautor Rüdiger Dorn hat in diesem Frühjahr zwei Spiele ins Rennen geschickt: Luxor und Mercado. Während das eine die Jury zur Nominierung zum Spiel des Jahres animiert hat, fliegt das andere gefühlt etwas „unter dem Radar“. Zudem ist es unglücklicherweise parallel zu Die Quacksalber von Quedinburg erschienen, bei dem ebenfalls Spielmaterial aus einem Beutel gezogen wird. Gegen letzteres kann Mercado leider optisch nicht mithalten, es wirkt eher bieder, besitzt nicht diesen Aufforderungscharakter. Doch ich möchte heute beleuchten, was sich hinter der Fassade befindet.

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Mein Traumhaus – Familienbesuch

Mein Traumhaus Familienbesuch Cover

Cover / Foto: Pegasus Spiele

Unterschiedliche Spieltitel in verschiedenen Sprachen sind immer so eine Sache. Während das Grundspiel im Original Dream Home benannt wurde, geht der deutsche Titel Mein Traumhaus völlig in Ordnung. Bei der Erweiterung finde ich den Originaltitel jedoch etwas cleverer, als die deutsche Version. Pegasus Spiele hat den Untertitel der Erweiterung mit Familienbesuch nach einem enthaltenen Modul gewählt. Kann man machen, wäre auch völlig in Ordnung, würde man das Original nicht kennen. Denn dort lautet der Untertitel 156 Sunny Street. Dabei stehen die Zahlen 1, 5 und 6 (vermutlich) für die neuen Spielerzahlen, welche durch diese Erweiterung ermöglicht werden. Solche Ideen finde ich einfach großartig! Funktioniert aber auch nur in der englischen Sprache so gut, Sonnenstraße 156 hätte vermutlich nicht dieselbe Wirkung. Für diese Rezension der Erweiterung setze ich die Kenntnis des Grundspiels voraus. Wer diese auffrischen möchte, kann sich gerne meine Rezension dazu durchlesen.

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Schnurrrlock Holmes

Schnurrrlock Holmes Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Es gibt Hundemenschen und es gibt Katzenmenschen, ich gehöre eindeutig zur ersten Kategorie. Mein Körper mag beide nicht, allergische Reaktionen geben mir dies regelmäßig zu spüren. Und hätte dieses Spiel nicht den Namen Holmes im Titel, hätte ich ihm vermutlich gar keine Beachtung geschenkt. Aber Schnurrrlock Holmes: Auf Mauziatys Fährte bietet einfach so tolle Wortspiele, da kam ich nicht dran vorbei. Dahinter verbirgt sich passenderweise ein Deduktionsspiel, welches ich euch im Folgenden vorstellen möchte.

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Deception

Deception Cover

Cover / Foto: Jolly Thinkers

Meine Gedanken schweifen ab: „Vor mir liegen eine Hantel, ein Ziegelstein, Messer und Gabel und ein Schlittschuh. Daneben Eiswürfel, eine Erdnuss, eine Pin-Nadel und ein Puzzle-Teil. Lass mich kurz überlegen, wie und weshalb ich damit das Leben eines anderen beenden könnte. Ich könnte der Person im Affekt eine Hantel über den Kopf gezogen haben, weil diese Person ohne zu fragen die letzte Erdnuss gegessen hat, als ich mich nach dem Fitness-Training stärken wollte! Oder ich gehe mit der Person Schlittschuhlaufen, wobei sie stürzen und unter meinen Schlittschuh geraten wird, weil sie einfach das letzte Puzzle-Teil verloren hat.“  Solche Gedanken entstammen nicht etwa einer angesagten Netflix-Serie mit einem mordlustigen Teenager, oder von einem sehr depressiven Menschen mit Mordgelüsten, das sind Gedanken die man sich zu Beginn einer Partie Deception (Deutscher Titel: Getäuscht: Mord in Hong Kong) machen sollte.

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Iquazú

Iquazú Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Iquazú – ein ungewöhnlicher Name für ein Spiel. Es handelt von Wasserfällen, da könnte einem der Name bekannt vorkommen. In Südamerika, an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien liegen die Iguazú-Wasserfälle,man beachte das ‚g‘ an zweiter Stelle. Sie bestehen aus 20 größeren sowie 255 kleineren Wasserfällen auf über zwei Kilometern. Ob man dort auch Diamanten finden kann, ist mir unbekannt, aber ich bin mir ziemlich sicher dass man dort keine blauen, weißen und orangefarbenen Fabelwesen findet. Beim ersten Blick auf die Schachtel und das im Mittelpunkt an einer Liane hängende blaue Wesen musste ich unweigerlich an den Film Avatar denken. Das ganze Setting ist nahezu filmreif, doch was kann das Spiel, welches sich dahinter verbirgt?

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Cacao – Diamante

Cacao Diamante Cover

Cover / Foto: Abacusspiele

Der Verlag Abacusspiele und Autor Phil Walker-Harding kümmern sich gut darum, ihr Spiel Cacao mit kleinen und großen Erweiterungen in den Köpfen der Spieler zu verankern. Mit der ersten großen Erweiterung wurde Schokolade eingeführt, die logische Konsequenz was aus den gesammelten Kakaobohnen entstehen kann :-)

Doch gab es neben der Schokolade noch drei weitere Module: Landkarten, Bewässerung und Hütten. Auch die zweite Erweiterung besteht aus vier einzelnen Modulen, die separat oder in Kombination dem Grundspiel hinzugefügt werden können. Erfahrt in dieser Rezension was die aktuelle Erweiterung mit Diamanten zu tun hat.

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Paperback

Paperback Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Scrabble ist einer dieser Brettspiel-Klassiker, der seit vielen Jahren in etlichen Haushalten zu finden ist. Als Poetin liebe ich es mit Wörtern zu jonglieren, doch habe ich Probleme Mitspieler für solche Spiele zu finden. Scrabble bietet eben auch wenig  Spiel neben dem Buchstaben ziehen und Wörter auf den Spielplan legen. Da gewinnt in der Regel die Person mit dem besseren Wortschatz. Es erfreut mich jedes Mal, wenn aktuelle Spiele erscheinen, die ebenfalls auf diesem Spielprinzip beruhen, aber mehr drumherum bieten. Eines dieser Spiele ist Paperback, erschienen bei Fowers Games, dem Eigenverlag von Tim Fowers. Das Spiel tauchte 2013 zum ersten Mal als englische Print & Play Version auf, zum ausdrucken und losspielen, die es wenig später auch als deutsche Version gab. Via Kickstarter wurde dann der Druck der ersten gedruckten Ausgabe realisiert. Es dauerte noch bis 2017 zur gedruckten deutschen Version und ebenso lange, bis dieses Spiel in meine Hände gelang.

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Würfelland

Würfelland Cover

Cover / Foto: NSV

Würfelspiele waren hier erst vor Kurzem Thema einer Brettgeschichte. Dabei ging es unter anderem um Qwixx, mit dem es der Nürnberger Spielkartenverlag sogar auf die Nominierungsliste zum Spiel des Jahres schaffte. Nürnberger Spielkartenverlag plus Würfelspiel ist immer mindestens einen Blick wert. So auch auf der Spielwarenmesse 2018 in Nürnberg, wo neben den zwei Titeln von Wolfgang Warsch auch Würfelland von Andreas Spies vorgestellt wurde. Ich kenne die Begriffe Würfelteller oder Würfelbecher, aber was zur Hölle ist ein Würfelland? Das Cover zeigt eine Kugel, auf der die Hex-Felder der Spielertableaus und ein paar Bäume zu sehen sind. Sollen die Hex-Felder verschiedene Geländearten einer Weltkugel darstellen? Blaue Flüsse, gelber Sand und grüne Wälder vielleicht?

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Bunny Kingdom

Bunny Kingdom Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesied

Bunny Kingdom heißt das neue Spiel von Richard Garfield, welches nach über 10 Jahren Entwicklungszeit im Jahr 2017 endlich bei iello veröffentlicht werden konnte. Zur Spiel in Essen gab es dann auch bereits die deutsche Version, um die es in dieser Rezension gehen soll. Ursprünglich sollte das Spiel in einem Zwergenuniversum spielen, zwischenzeitlich waren es Menschen und dann sogar Ameisen, die kolonialisierten. Am Ende wurden es Kaninchen, nicht einmal große, starke Hasen, sondern kleine niedliche Kaninchen. Diese kleinen Nager leben mit vielen anderen Tieren in Kolonien und investieren viel Arbeit in die Instandhaltung der Tunnelsysteme in denen sie leben. Auf dem Spielbrett sollen sie sich ebenfalls ausbreiten, Gebäude errichten, Rohstoffe anbauen, um goldene Möhren für den Spielsieg zu erhalten.

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Fast Forward – Reihe

Fast Forward Reihe

Fast Forward Reihe / Foto: Brettspielpoesie

Friedemann Friese ist eine echte Marke in der Brettspielszene. Sein Verlag, 2F-Spiele, trägt das Konzept im Namen: Zwei „F“, eines für den Vornamen, eines für den Nachnamen. Und so beginnen auch (fast) alle seine Spiele mit einem „F“. Doch ist das nicht sein einziges Erkennungszeichen. In Menschenmengen sieht man ihn oft schon von weitem, seine Lieblingsfarbe ist grün und so sind es auch seine Haare. Als die Brettspielwelt Legacy verlangte, ging er seinen eigenen Weg: Er erfand das Fabelspiel. Zunächst in einer familienfreundlichen Variante, die sogar von der Spiel des Jahres-Jury empfohlen wurde: Fabelsaft. 2017 sollte sich das Spielprinzip weiterentwickeln, die Geburtsstunde der Fast Forward-Reihe, bei der man die Regelerklärung einfach überspringt, sozusagen vorspult und direkt in das Spiel einsteigt. Alle Spieler erlernen die Regeln während sie spielen. Doch taugt das etwas?

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