Spielefamilie: Colt Express

Spielefamilie Logo

Spielefamilie Logo / Foto: Brettspielpoesie

Manches Mal bietet es sich einfach an, verschiedene Spiele bzw. Erweiterungen in einem Zug zu betrachten und nicht als einzelne Rezensionen zu veröffentlichen, daher werde ich nun ab und an Spielefamilien vorstellen. Es wird sicherlich keine regelmäßige Rubrik werden, sondern eher immer wenn es passt mal eingestreut und vielleicht auch eine bereits existierende Rezension verlinkt, wenn dazu bereits etwas veröffentlicht wurde. So wie heute, denn das zum Spiel des Jahres 2015 ausgezeichnete Colt Express habe ich euch bereits vorgestellt. In diesem Jahr besuchte ich zum ersten Mal die SdJ-Verleihung in Berlin. Seitdem sind zwei große Erweiterungen erschienen, die ich euch auch bereits vorgestellt habe, aber daneben auch noch einiges an Kleinkarm, auf den ich heute näher eingehen werde.

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Foppen

Foppen Cover

Cover / Foto: 2F Spiele

Wer glaubt, das Foppen eine waschechte Neuheit ist, der wurde regelrecht gefoppt. ;-) Denn eigentlich wurde diese Idee bereits 1995, sogar beim gleichen Verlag, veröffentlicht. Autor Friedemann Friese hat die Spielidee nun noch etwas überarbeitet, einen Grafiker die Karten neu gestalten lassen und das ganze im vergangenen Jahr erneut heraus gegeben. Und da ich noch nicht so lange tief in der Brettspielszene drin stecke, fühlt es für mich wie eine Neuheit an. Wie von Friedemann Friese gewohnt, hat er sich einen bekannten Mechanismus geschnappt und ihn minimal abgeändert, wodurch er aus der Menge solcher Spiele durchaus heraus sticht.

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Gizmos

Gizmos Cover

Cover / Foto: Asmodee

Der Verlag Cool Mini Or Not bzw. CMON Limited, wie er sich seit 2015 offiziell nennt, steht eigentlich für Spiele mit opulenter Ausstattung und einer Vielzahl an Miniaturen, es sind die Macher von Spielen wie Blood Rage, Zombicide und Rising Sun. Doch neben solchen Spielen bieten sie mittlerweile ein breites Produkt-Portfolio an und 2018 haben sie ein Spiel veröffentlicht, welches ich mir unbedingt ansehen musste. Gizmos ist aus der Hand von Phil Walker-Harding, dessen Spiele mir bisher eigentlich immer sehr zugesagt haben. Und es zieht die Blicke auf sich mit seinen vielen bunten Murmeln aus einem großen Murmelspender. Der Titel erinnert mich unweigerlich an Gizmo, den niedlichen Mogwai aus dem Film Gremlins. Doch geht es hier keineswegs um die niedlichen, pflegebedürftigen Tierchen aus dem Film, mit Gizmos ist wohl eher die englische Bezeichnung für ein Gadget gemeint, die ein technisches Werkzeug oder Gerät mit bisher so nicht bekannter Funktionalität beschreibt. Genau solche zu errichten, ist nämlich die Hauptaufgabe der Spieler in Gizmos.
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Wo geht’s hier zum Ausgang!? – No. 3

Ausgang Logo

Foto: Brettspielpoesie

Ich habe auf diesem Blog nun schon einige Escape Room-Adaptionen für den Spieltisch vorgestellt, allen liegt die gleiche Idee zu Grunde: Das Erlebnis eines Escape Rooms mit all seinen Rätseln und Aufgaben, die gelöst werden müssen, um zu entkommen, einzufangen und in eine Box zu packen. 2016 fingen die ersten Verlage damit an, doch dieser Trend ist noch lange nicht vorüber. Immer wieder tauchen hier und da neue Anbieter auf und alle finden einen etwas anderen Weg der Umsetzung. Viele dieser Titel bleiben durch Erweiterungen dauerhaft am Markt. Für mich als Rezensent bleibt es schwer, darüber zu berichten. Solche Spiele sind für eine Gruppe nur ein einziges Mal spielbar, danach ist die Lösung schließlich bekannt, daher kann auch nur der grobe Spielablauf mit seinen Mechanismen beschrieben werden. Ich habe nun beschlossen keine einzelnen Rezensionen mehr zu den vielen Escape Room-Adaptionen und dessen Erweiterungen zu verfassen, sondern über mehrere gemeinsam berichten, wenn wieder ein paar durchgespielt wurden.

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Adventure Island

Adventure Island Cover

Cover / Foto: Pegasus Spiele

Als Schiffbrüchige an einem einsamen Strand angespült zu werden, ist der Stoff aus dem spannende Geschichten gemacht sind. Ob schwarz auf weiß geschrieben, als Grundstock für eine gesamte Fernsehserie, als mehrstündiger Film oder sogar als Brettspiel, dieses Thema zieht irgendwie immer. Wer träumt sich nicht hin und wieder an einen Sandstrand umgeben vom kristallklarem Meer. Dies sind grundlegend recht positive Elemente, die man mit Urlaub und Entspannung verbindet, doch genau dieses Szenario kann sich schnell in einen Alptraum verwandeln, wenn die Vorräte ausgehen, ein Unwetter aufzieht oder weiter in den geheimnisvollen Dschungel vorgedrungen werden soll. Dies hat so mancher Vielspieler schon herausfordernd bei Robinson Crusoe gemeistert, welches ebenfalls bei Pegasus erschienen ist. Doch nun möchte der Verlag auch weniger erfahrenen Spielern den Einstieg in solch ein Kampagnenspiel ermöglichen.
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Ohanami

Ohanami Cover

Cover / Steffen Benndorf

Der Nürnberger Spielkartenverlag sticht gerne mal durch eine besondere Vorgehensweise heraus, wie sie neue Spiele angehen. Im vergangenen Jahr war The Mind so ein Fall, bei dem nach der ersten Partie fest stand, das wird gemacht. Eigentlich war es zuvor schon fast klar, als Wolfgang Warsch nur von der Idee erzählte. Der Erfolg gibt dem Verlag recht, das Spiel wurde sogar zum Spiel des Jahres nominiert. Und in diesem Jahr ließen sie ihrem erfolgreichen Autor Steffen Benndorf völlig freie Hand, er hatte einen Prototypen und wollte diesen ohne Verlagsunterstützung umsetzen. Er hat sich selbst einen Illustrator gesucht und sich selbst um alles von A bis Z gekümmert. Was unter dem Titel Ohanami dabei heraus gekommen ist, möchte ich euch nun vorstellen.

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13 Indizien

13 Indizien Cover

Cover / Foto: Game Factory

Für die einen ist die 13 eine Glückszahl, doch abergläubische Menschen sehen in ihr meist die Verkörperung des Unglücks. Erst recht wenn der dreizehnte Tag eines Monats auf einen Freitag fällt, werden alle unglücklichen Geschehnisse dieser Zahl zugerechnet. Doch darum geht es im Spiel 13 Indizien überhaupt nicht. Stattdessen wird es die Aufgabe eines jeden Spielers aus exakt 13 Indizien die drei zu identifizieren, die zur Lösung seines Falls nötig sind. Denn sie geben Informationen zum Ort des Geschehens, zur verwendeten Waffe und zum Täter preis. In diesem Deduktionsspiel werden die Spieler selbst zu Ermittlern und versuchen ihren Fall vor allen Mitspielern gelöst zu bekommen. Weiterlesen

Carcassonne Safari

Carcassonnne Safari Cover

Cover / Foto: Biss PR

Viel zu lange habe ich hier nicht mehr über Carcassonne geschrieben, da wird es doch höchste Zeit dies wieder einmal zu tun. Der letzte Beitrag war zur zehnten Erweiterung Manege frei!, bei der es unter anderem zum Einsatz von Tierplättchen kam. Und um Tierplättchen geht es auch heute, beim vierten und damit neuesten Teil der Around the World-Reihe. Diese Serie brachte die Carcassonne-Spieler schon an die Südsee, bevor es zum Goldrausch in den Wilden Westen ging. Zuletzt wurde der Amazonas als Thema gewählt, doch konnte das Spiel uns leider nicht vollends überzeugen. Der namensgebende Fluss wird dabei ausgelegt und fließt nur in eine Richtung, was den Spielaufbau sehr in die Länge zieht und einen großen Platzbedarf erzeugt. Auch dabei waren schon Tiere mit von der Partie, solche finden wir nun auch in Safari vor.

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Railroad Ink

Railroad Ink Rot Cover

Cover / Foto: Asmodee

Roll and Write-Spiele sind derzeit total angesagt, auch ich mag sie sehr. Ganz egal ob Kreuze, Zahlen, Schafe oder Bahnstrecken eingezeichnet werden müssen. Es sind meist keine abendfüllenden Spiele, sondern lockere Würfelspiele, mit denen gerne mal ein Spieleabend eingeläutet wird oder ein solcher seinen Abschluss findet. Auch die Italiener von Horrible Games haben nun so ein Spiel im Programm. Genau genommen sogar gleich zwei, denn Railroad Ink gibt es in einer roten und einer blauen Schachtel. Und nicht nur das Schachteldesign unterscheidet sich, sondern auch der Inhalt. Das Grundspiel ist in beiden Fällen identisch, doch die enthaltenen Sonderwürfel unterscheiden sich. Neben den Würfel mit Eisenbahngleisen und Straßen bringt die blaue Edition Flüsse und Seen ins Spiel, während einen die rote Edition mit Vulkanen und Meteor-Einschlägen konfrontiert.

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Azul – Die Buntglasfenster von Sintra

Azul - Die Buntglasfenster von Sintra Cover

Cover / Foto: Pegasus Spiele

Azul ist ein besonderes Spiel, es spricht Gelegenheitsspieler und Kennerspieler zugleich an. Als Beweis dafür wurde es nicht nur zum Spiel des Jahres ausgezeichnet, sondern auch vom Publikum zum Gewinner des Deutschen Spielepreises ernannt. Besonders bei diesem Preis hatten es Familienspiele in den vergangenen Jahren eher schwer, zum Sieger gekürt wurden in den Jahren zuvor nur Kenner- und Expertenspiele. Zuletzt ist es 2009 einem Spiel gelungen beide Preise abstauben zu können, es gelang damals Dominion. Und wie es bei ausgezeichneten Spielen so oft geschieht, hat der Verlag direkt nachgelegt. Allerdings nicht mit einer Erweiterung, sondern direkt mit einer Abwandlung des Grundspiels. Was anfänglich als Azul II die Runde machte wurde nun als Azul – Die Buntglasfenster von Sintra veröffentlicht. Aus Fliesenlegern wurden nun Glaser, die geforderte Anordnung bestimmt farbiger Steine ist nach wie vor das Ziel.

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