Spiel’18 – Tag 3

Brettgeschichte Logo

Logo / Foto: Brettspielpoesie

Nun bin ich wieder zu Hause und versuche die letzten Tage zu rekapitulieren. Gerne hätte ich diese Berichte früher veröffentlicht, aber die letzten Tage waren schon recht anstrengend und ein wenig Schlaf benötige ich auch. Dennoch möchte ich nichts davon missen, es waren wieder wahnsinnig tolle Tage und ich freue mich bereits jetzt auf die Spiel 2019. Am Samstag hatte ich einen sehr straffen Zeitplan mit vielen Terminen, von denen ich nun ein wenig berichten möchte.

Der Morgen begann für mich Am Stand von ASS Altenburger, sie haben Spiele von Rio Grande Games und Lookout Spiele im Vertrieb. Rio Grande lädt die Spieler in diesem Jahr auf das Oktoberfest ein, bei dem die Spieler um sechs Biersorten in den Zelten des größten Volksfestes konkurrieren. Im Jubiläumsjahr, 10 Jahre nach Veröffentlichung des Grundspiels, gibt es natürlich auch Neues zu Dominion. Bereits im August wurde die deutsche Version der Erweiterung Nocturne, mit der zusätzlichen Nachtphase und neuen Kartenfunktionen, veröffentlicht. Für 2019 ist eine deutsche Version der nächsten Erweiterung Renaissance geplant. Doch keine Sorge, mir wurde zu 99% versichert, dass sich in 2019 auch auf die Verfügbarkeit einer deutschen Version von Dark Ages gefreut werden kann. Und ein Jahr später soll auch die letzte noch fehlende Neuauflage von Hinterlands erfolgen.

Lookout Spiele hat in diesem Jahr einige Erweiterungen im Programm. Isle of Skye Druids ist die zweite Erweiterung zum Kennerspiel des Jahres von 2015, die sich vom Anspruch wieder mehr am Grundspiel orientiert. Zu Caverna gib es die erste Erweiterung und auch der 2-Personen-Ableger Höhle gegen Höhle bereits jetzt eine Erweiterung. Neom und Hexenhaus sind die beiden wirklichen Neuheiten, die ich auf diesem Blog gerne zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlicher vorstellen möchte. Auch hier gab es einen Ausblick auf das kommende Jahr, Patchwork Doodle ist eine Patchwork-Variante, bei der Karten mit Puzzleteilen im Kreis ausliegen. Gewählte Puzzleteile werden auf der Decke des Wertungsblatts eingezeichnet, beim Ausmalen darf man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Diese Variante soll für 1 bis 8 Spieler sein, ich freue mich drauf. Dafür wird die Veröffentlichung von Patchwork Extreme, welches bereits in Nürnberg angekündigt wurde, voraussichtlich erst später erfolgen.

Patchwork Doodle Prototyp

Patchwork Doodle Prototyp / Foto: Brettspielpoesie

Weiter ging es zu Huch!, von denen ich das neue Michael Kiesling-Spiel Outback und die iello-Neuheit Downforce bereits zu Hause habe. Die Brettspiel-Version einer Spielkonsole als 8-Bit-Box, mit zunächst drei Spieltiteln werde ich mir, genau wie den neuen Feld Forum Trajanum schon bald genauer anschauen und darüber berichten. Besonders auffällig war das neue Kinderspiel Das Farbenmonster, welches den Kindern mit niedlichem Material helfen soll über Gefühle zu sprechen. Im Key-Universum erscheint ein Kartenspiel mit dem Titel Key Flow, es enthält zwar ein paar Schafe auf den Karten, aber keine Holz-Sheeples.

As nächstes war ich bei Amigo Spiele, von denen ich bereits einige Spiele zu Hause habe. Dennoch nutze ich solche Veranstaltungen gerne um in Kontakt zu bleiben. Außerdem habe ich mir noch Lifestyle mitgenommen. Thematisch sprach es mich zuvor nicht an, doch spielerisch klang es ganz gut. Über das Thema wurde wohl auch beim Verlag viel diskutiert, Andreas Böhm stellte es mir als Würfelspiel zu Die Portale von Moltar vor. Und dieses Kartenspiel gefiel mir. Bei Lifestyle werden einzelne oder mehrere Karten aus einer Reihe oder Spalte genommen und in die Würfelzone gelegt, vergleichbar mit dem Portal. Um die Karten zu aktivieren, werden dann bestimmte Augenzahlen gefordert. Manche bringen Siegpunkte, andere Vorteile für die weitere Partie. Dann sprachen wir noch über ICECOOL 2, bei dem ich es sehr schade finde, dass die Fische nun nicht mehr aus Holz sondern aus Plastik sind. Der Hintergrund sind wohl viele gebrochene Holzfische, die ersetzt werden mussten, weswegen man sich für ein anderes Material entschieden hat.

Nun machte ich einen kurzen Abstecher zu Hobbyworld, denn sie haben Sunflower Valley im Programm, einem Spiel meiner persönlichen Top 3 im Vorfeld der Messe. Bei diesem Roll’n’Write werden Schafe zwischen Sonnenblumen, Häuser und Eisenbahnstrecken gezeichnet, die zuvor gewürfelt werden müssen. Das Spielmaterial ist komplett sprachneutral, daher konnte ich mir dieses Schafspiel einfach nicht entgehen lassen. Als nächstes wollte ich dem Mogel-Verlag zu ihrem Erfolg mit Belratti gratulieren, doch es war gar nicht so einfach an den Stand heran zu kommen. Konnten wir im vergangenen Jahr noch in aller Seelenruhe sprechen, so war der Stand dieses Mal komplett gefüllt, es wurde überall gespielt. Ob es nun an der Hippodice-Auszeichnung oder dem neuen Standort in der Galeria lag, ist natürlich schwer zu sagen. Neben mir habe ich eine Gruppe Belratti spielen gesehen, die drei fehlerfreie Runden in Folge hatten. Keine Ahnung, wie man das schaffen kann, scheinbar sind andere einfach wesentlich besser in diesem Spiel als wir ;-)

Heute waren die Hallen merklich voller, um von A nach B zu kommen musste mehr Zeit eingeplant werden. Mit etwas Verspätung erreichte ich Queen Games, doch zu ihren Spielen habe ich ja bereits nach dem Pressetag geschrieben. Als nächstes war ich wieder am Beeple-Stand anzutreffen, wo Wolfgang Warsch und Michael Kiesling gerade Autogramme gaben und ich Mitspieler für die Schlag den Geek-Aktion suchte, die sich mit mir in Word Up messen konnten.

Beeple Stand

Beeple Stand / Foto: Brettspielpoesie

Doch war es mit Verlagsterminen für heute noch nicht vorbei, ich schaute mir noch die Neuheiten von Zoch und Games Factory an. Das Detektiv-Spiel 13 Indizien erwarte ich ja schon seit zwei Jahren auf deutsch, daher musste ich mir dieses nicht genauer ansehen. Unschlüssig war ich noch bei den Stichspielen Claim und Claim 2. Einzeln kann man sie zu zweit Spielen und das funktioniert erstaunlich gut. In zwei Runden werden jeweils 13 Karten gespielt, zunächst um die Karten für die zweite Runde, um mit diesen dann um Mehrheiten bei den Fraktionen zu spielen. Wer die meisten Fraktionen kontrolliert, gewinnt die Partie. Der zweite Teil bringt einfach neue Fraktionen mit und erlaubt in Kombination mit dem ersten Teil auch ein Spiel mit drei oder vier Spielern.

Bei Zoch konnte vor allem Trollfjord mein Interesse erwecken, da es mit einem Holzhammer und einem kleinen hölzernen Würfelturm daher kommt. Das Spiel selbst ist ein Mehrheitenspiel, bei dem immer wieder mit dem Hammer Würfel aus dem Turm gehauen werden. Das werde ich noch genauer unter die Lupe nehmen. Zu Vollpfosten habe ich ja gestern bereits etwas geschrieben. Heckmeck gibt es nun als Deluxe Version in einer Metallbox, die neben dem Grundspiel auch die Erweiterung und mit dem Apfel sogar eine weitere Holzfigur enthält. Beim Würfelspiel Pechvogel geht es darum die kleinen Klötzchen aus echtem Marmor namens Frustrate zu verhindern, die man erhält wenn zu viele schwarze Vögel auf den Würfeln zu sehen sind. Die Frustrate können unter bestimmten Voraussetzungen auch zwischen den Spielern hin und her wechseln, wodurch es interaktiv wird.

Ebenfalls an diesem Stand stellt Noris seine Neuheiten vor, da interessiere ich mich vor allen für die Escape Room-Erweiterungen. The Magician mit einem Schwierigkeitsgrad von 3,5 von 5 Sternen gibt es bereits, später im November soll eine weitere mit dem Titel Redbeards Gold erscheinen. Von den in Nürnberg auf englisch angekündigten VR-Erweiterungen im Harry Potter-Universum gab es nichts zu sehen. Als wirklich letzte Station am heutigen Tag ging es zu Horrible Games. Dort gab es die neue Version von Potion Explosion zu sehen, der Pappspender für die Murmeln wurde durch eine robustere Plastikversion ersetzt. Zugleich gibt es eine Erweiterung The 6th Player mit einem weiteren Murmelspender, der zwei weitere Mitspieler ermöglicht. Aus einem Spender werden die Murmeln entnommen und in den anderen zurückgelegt, sodass im Verlauf der Partie die Spender gewechselt werden, was in die Überlegungen der Spieler einfließen sollte. Womit ich mich in nächster Zeit genauer beschäftigen möchte sind die beiden kleinen Roll’n’Write-Spiele Railroad Ink in der blauen und roten Edition. Sie kommen beide in kleinen quadratischen Schachteln mit Magnetverschluss daher, die einzelnen Spielertableaus zeigen zusammengelegt ein Landschaftspanorama. Solche liebevollen Details lassen mein Spielerherz höher schlagen.

Morgen könnt ihr euch auf den letzten Teil des Messe-Rückblicks freuen. Es werden in den nächsten Tagen auch noch weitere Fotos aus Essen bei Instagram veröffentlicht und natürlich auch der Neuheiten, die hier schon angespielt werden.

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