Noch vier Wochen…

In vier Wochen findet sie endlich wieder statt: Die Spielemesse in Essen. Ich kann mich noch gut an letztes Jahr erinnern. Ich war zwar bereits an Brettspielen generell interessiert, aber weder in der Brettspielszene aktiv noch über sämtliche Neuheiten informiert. Wir beschlossen relativ spontan nach Essen zu fahren, ich wusste kaum was mich dort erwartet. Micha war da zum Glück besser vorbereitet und hatte sich einen Plan zurechtgelegt, welche Stände wir unbedingt früh besuchen müssen, um Promos und limitiertes Zeug zu erhalten oder kaufen zu können. Ich selber wollte hauptsächlich die altbekannten Verlage aufsuchen: Pegasus für Munchkin-Zeug, ASS wegen Dominion und Queen Games zwecks Kingdom Builder. Dazu noch den ein oder anderen Verlag mit Schafen im Programm – Natürlich! ;-) Über Neuheiten wusste ich nicht viel und habe mich vor Ort überraschen lassen. Bei einem ausländischen Verlag (Cranio Creations) bin ich sofort fündig geworden: Sheepland hat von der Optik direkt überzeugt. Und so hatte ich auch die erste “Last”, die ich den restlichen Tag über tragen musste.

Die Würfel sind gefallen

Alea – so heißt die Vielspielermarke des Verlages Ravensburger. Die anspruchsvollen Spiele, sie so manchen Spieler zu begeistern vermögen. Wenn man auch nur ein oder zwei Spiele davon im Schrank stehen hat, wird bei so manchem Perfektionisten der Wunsch nach mehr wach. Denn die Spiele von alea (zu deutsch: Würfel) sind durchnummeriert. Legt man sich zum Beispiel das aktuelle Kennerspiel des Jahres zu, steht ein Spiel mit der Nummer 17 im Schrank. Keine Frage, da fehlen 16 andere!

Rückblick Spielejahrgang 14/15

Das Video von Alex (Boardgamejunkies) hat mich dazu veranlasst darüber nachzudenken, was für mich aus dem vergangenen Spielejahrgang im Gedächtnis bleiben wird. Bevor ich mir sein Video ansehe, was sicher interessant ist, schreibe ich meine Gedanken dazu auf.

Zu allererst fallen mir da die Spiele ein, die von der Jury nicht auf die Nominierungslisten gewählt wurden. Cacao von Abacusspiele war für mich nach den ersten Partien ein heißer Anwärter auf den Titel Spiel des Jahres. Auf den ersten Blick muss man an Carcassonne denken, aber dann ist es doch ganz anders. Sowohl der Anlegemechanismus, als auch die Punktevergabe. Ich freue mich schon auf die angekündigten Erweiterungen, denn Cacao würde ich immer wieder gerne auf den Tisch bringen. Bei den Kennerspielen muss ich an Evolution und Five Tribes denken. Ersteres hat ein klasse Thema wunderbar umgesetzt, wobei die Fleischfresser sehr stark sein können und in unseren Partien eigentlich zu wenige Tierarten ausgestorben sind. Five Tribes hat es definitiv in die Liste meiner Lieblingsspiele geschafft und es werden sicher noch viele Partien folgen.

Der (vorläufige) Höhepunkt einer Munchkin-Sammelwut

Munchkin – Mehr als nur ein Kartenspiel. Eingefleischte Fans werden mich voll und ganz verstehen. Es fing an mit einer Fantasy-Variante des Kartenspiels an und entwickelte sich zu einer riesigen Auswahl an Karten- und Brettspielen. Was es alles gibt, könnt ihr hier nachlesen.

Nun aber zu meiner Geschichte. Munchkin kommt in meiner Familie schon seit vielen Jahren an Geburtstagen oder zu Weihnachten auf den Tisch, wenn die ganze Familie beisammen sitzt. Ich selber war bis vor einem Jahr nur im Besitz des Fantasy-Grundspiels. Doch mit der Vergrößerung unserer Spielesammlung, fing ich an diese auch um Munchkin-Erweiterungen und andere Spiele der Munchkin-Reihe zu erweitern. Neben Munchkin Panic, Munchkin Quest und Munchkin Loot Letter gesellten sich auch Munchkin-Ableger wie Star Munchkin oder Munchkin Apocalypse und viele Booster Packs hinzu. Was noch fehlte, war eine Aufbewahrungsbox für all diese Karten, doch die Munchkin-Holzbox und auch der Munchkin-Sammelkoffer werden schon länger nicht mehr produziert und sind seit langem vergriffen. Gierige Besitzer wollten diese Artikel teilweise für über 100€ abgeben, was aber gegen meine Prinzipien spricht.

Wie ich, Du, er sie, es die Welt sehen…

Es war einer dieser Sommerabende, an denen man sich in gemütlicher Runde trifft, um einfach mal wieder als Gruppe gemeinsam etwas zu unternehmen. Da viele unserer Freunde generell Interesse an Brettspielen haben, aber im Speziellen selten Zeit dafür finden, nutzten wir diese Chance des Beisammenseins und packten “Wie ich die Welt sehe…” von Abacusspiele ein.
Als der Grill bereits abgekühlt war, die Sonne langsam am Horizont verschwand und auch bereits eine Menge Gerstensaft geflossen war, rückte die gesamte Runde etwas mehr zusammen. Die Stimmung steuerte gerade auf einen Tiefpunkt zu, man hatte sich kaum noch was zu erzählen. Wir nutzten diesen Moment und schlugen vor, ein Spiel zu spielen. Dieser Vorschlag wurde von dem meisten mit Skepsis angenommen, wirklich reizvoll fanden es wohl die wenigsten, aber mangels Alternativen ließen sich fast alle Anwesenden darauf ein. Die ersten zwei, drei Runden liefen noch recht holprig bis jeder wusste was zu tun sei. Doch die Stimmung verbesserte sich von Runde zu Runde. Es wurde viel gelacht und als nach einigen Runden schon der Sieger fest stand, entschied man sich dazu weiter zu spielen, einfach weil es solch einen Spaß macht. Wir spielten also bis zum bitteren Ende, bis wirklich alle Karten einmal zum Einsatz gekommen waren. Wir trotzten dabei dem immer wieder eintretendem Regen, den schlechter werdenden Lichtverhältnissen und den Motten und Mücken, die sich um die Lichtquellen herum versammelten. Uns war gar nicht bewusst wie schnell dabei die Zeit verging und es wurde der gelungene Abschluss eines schönen Tages.

Rückblick Spiel des Jahres 2015

Bereits um 4:20 Uhr klingelte am Montagmorgen der Wecker – und das an einem Urlaubstag! Ich wollte jedoch gerne bei der Pressekonferenz zur Bekanntgabe des Spiel des Jahres dabei sein. Warum eigentlich? Da gibt es viele Gründe: Urlaub war eh bereits genehmigt. Zu Hause wäre ich aufgrund der Verleihung an den PC gebunden gewesen um von der Verleihung zu lesen. Ich sah dies als Möglichkeit, andere Blogger, Verlagsmitarbeiter, Autoren, Jury-Mitglieder etc. kennen zu lernen. Also stand ich früh morgens mit meiner Brötchentüte an Bahnhof in Braunschweig. Die Temperaturen waren angenehm, 23 Grad um die Uhrzeit, da kann man mit leben ;-) Die Freude über das Gewitter am Vortag sollte aber bald nachlassen, auf der Anzeigetafel stand zwar bereits + 5 Minuten, aber das ist man ja bei der Bahn gewohnt. Als ich jedoch erfuhr das ein Teil der ICE-Strecke gesperrt wäre und mir 60 Minuten später Berlin erreichen werden, dazu noch viele Personen in den Zug einsteigen, die gestern Abend schon Berlin erreichen wollten, war ich bereits bedient. Im proppenvollen Zug dann einen Platz am Türeinstieg gewählt, hier hatte ich meine Ruhe und konnte es mir einigermaßen gemütlich machen. Durch die Streckenänderung waren auch bis Berlin kein Halt zu erwarten. Kurz vor 9 Uhr dann endlich Ankunft am Berliner Hauptbahnhof. Eigentlich wollt ich hier gemütlich frühstücken, aber das hatte ich ja bereits auf der Fahrt erledigt.

Chronik Spiel des Jahres (3)

Heute kommen wir zum letzten Teil der Betrachtung der bisherigen Nominierungen und Titelvergaben beim Spiel des Jahres. In diesem Part werde ich auch auf das Kennerspiel des Jahres eingehen. Die Spannung steigt, schon morgen erfahren wir, wer die Auszeichnung im Jahre 2015 erhält. Verfolgt meine Eindrücke live von der Pressekonferenz aus Berlin bei Twitter.

Chronik Spiel des Jahres (2)

Gestern habe ich mich ein wenig über die Gewinner und Nominierten zum Spiel des Jahres in den Jahren 1979 – 1994 ausgelassen, heute geht es mit den darauffolgenden 11 Jahren weiter. Am Montag werden die Sieger des aktuellen Jahrgangs bekannt gegeben, auf meinem Twitter-Account werde ich euch live von der Pressekonferenz berichten.

Chronik Spiel des Jahres (1)

Montag ist ein wichtiger Tag für alle Liebhaber von Gesellschaftsspielen auf der ganzen Welt. Denn in Berlin werden die Gewinner zum Spiel des Jahres und Kennerspiel des Jahres 2015 gekürt. Dieser Preis wird auch “Oscar” der Brettspielwelt genannt, jeder Interessierte an Brettspielen schaut am Montag auf Berlin. Die Nominierten sind ja nun schon ein paar Wochen bekannt, viel wurde darüber diskutiert. Jetzt entscheidet sich, wer in beiden Kategorien das Rennen macht.

Ich werde euch über meinen Twitter-Account live von der Verleihung berichten. Doch zuvor möchte ich ein wenig auf die Historie dieser Auszeichnung eingehen.

Wie alles begann:

Ode an die Wundertüte 2015

Nicht nur Kinderaugen werden groß
Die Vorfreude ist ganz famos
Eine Tüte, Inhalt unbekannt
Viele Brettspieler warten gespannt
Auf die Lieferung der roten Taschen
Lassen sich vom Inhalt überraschen
In einem großen Karton verpackt
Zum Inhalt ist nichts durchgesackt
Was könnte sie beinhalten?
Wollen wir den Inhalt behalten?
Toll bewertete Spiele sollen es sein
Doch stimmt die Meinung überein?
Neue Spiele, stark reduziert
Werden sofort ausprobiert
Nicht alle sind zu zweit spielbar
was so manchen Käufer stört
einige scheinen über Inhalt und Qualität empört
Aber ist generelle Zufriedenheit überhaupt erzielbar?