Escape the Room – Das Geheimnis der Sternwarte

Escape the Room Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Als Brettspiel-Blogger hat man es zur Zeit nicht leicht, denn wie schreibt man eine Rezension ohne Details zum Spielverlauf zu spoilern und den Lesern den Spielspaß zu nehmen? Bisher war es mir ein Anliegen ein Spiel mehrfach, am besten in verschiedenen Gruppen, zu spielen, bevor ich mir ein Urteil bilde und dieses hier präsentiere. Doch das ist bei dem neuen Hype gar nicht mehr so einfach. Nachdem ich bei T.I.M.E Stories und auch Pandemic Legacy diese Hürde (hoffentlich gut) gemeistert habe, stehe ich nun wieder davor. Denn drei Verlage bringen Brettspiel-Varianten der angesagten Escape Rooms, Exit Rooms, wie auch immer man es nennen möchte, heraus. Es werden nicht nur immer mehr reale Rätselräume eröffnet, sondern auf teilweise sehr unterschiedliche Art versucht, das Erlebnis an den Spieltisch zu bringen. In dieser Rezension geht es um die Umsetzung von ThinkFun, auf deutsch erschienen bei HCM Kinzel.

Pandemic Legacy – Season 1

Pandemic Legacy Cover
Cover/ Foto: Asmodee

An diesem Spiel kam im vergangenen Spiele-Jahrgang kaum ein Vielspieler vorbei, es liegt auf Boardgamegeek.com zu recht schon länger auf Platz 1. Zum Kennerspiel des Jahres 2016 wurde es nominiert, konnte sich aber nicht gegen Isle of Skye durchsetzen. Doch diese Entscheidung wurde schwer kritisiert, denn viele empfinden Pandemic Legacy als das (Kenner-)Spiel des Jahrgangs. Wieder andere meinen, dass man dem typischen Kennerspiel-Publikum kein solches Spiel mit einem grauen Pöppel vorsetzen kann, weil es eben nur begrenzt spielbar ist und eine Spielgruppe erfordert, die sich regelmäßig in gleicher Konstellation trifft. Man kann Pandemic Legacy natürlich auch immer wieder mit anderen Spielern spielen, doch geht dann sicher einiges an Spielspaß und Atmosphäre verloren, wenn man das Spiel und die Geschehnisse für jede Partie neu erklären muss und die neuen Spieler die Entscheidungen anderer Spieler “ausbaden” müssen.

X nimmt!

X nimmt! Cover
Cover / Foto: Amigo Spiele

Erst vor Kurzem habe ich euch 6 nimmt! von Wolfgang Kramer vorgestellt. Nach 6 und 11 nimmt!, Hornochsen und dem Tanz der Hornochsen, fallen dem Autor immer noch neue Spielideen ein, die auf eben diesen Sturköpfen basieren. Und wenn nicht, dann holt er sich eben einen weiteren Autor hinzu. In diesem Fall Reinhard Staupe. Und so kann ich euch heute X nimmt! vorstellen. Wie der Name bereits erahnen lässt, muss nun nicht mehr die sechste Karte einer Reihe aufgenommen werden, sondern die Xte Karte. Was genau es damit auf sich hat, erfahrt ihr hier in dieser Rezension. Denn hierbei kann niemand den anderen in X für ein U vormachen ;-)

T.I.M.E Stories

T.I.M.E Stories Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Was macht ein gutes Brettspiel aus? Ein leichter Einstieg vielleicht, mit kurzen und knappen Regeln? Oder ein Spiel, das auch nach etlichen Partien immer noch den gleichen Spielspaß erzeugt? Ein Spiel, dass in allen denkbaren Gruppen gleich gut funktioniert und mit kurzer Spieldauer? Ich denke die meisten Spieler würden diese Frage unterschiedlich beantworten, doch gibt es sicherlich einige Befürworter der ein oder anderen Aussage. Doch alles, was zuvor erwähnt wurde, liefert T.I.M.E Stories nicht! Dennoch wurde es 2016 zum Kennerspiel des Jahres nominiert, wie kann das sein? T.I.M.E Stories ist einfach anders. Und damit meine ich nicht nur den fehlenden Punkte hinter dem E ;-) T.I.M.E Stories erzählt eine Geschichte, welche die Spieler mit ihren Aktionen beeinflussen können. Diesen Ansatz mit diversen Markern zu kombinieren, die man so ähnlich aus diversen Brettspielen kennt, finde ich sehr innovativ.

Bohnanza

Bohnanza Cover
Cover / Brettspielpoesie

Bohnanza brachte dem mittlerweile überaus bekannten und bei vielen Spielern sehr beliebten Autor Uwe Rosenberg erste Erfolge ein. 1997 erschien das bis heute erfolgreiche Kartenspiel auf dem Markt und es werden immer wieder Erweiterungen und Neuauflagen veröffentlicht. Bei dem Spiel geht es aber nicht um Wild West-Geschichten rund um die Ponderosa-Ranch, wie man beim Klang des Titels leicht denken könnte, sondern um die Bohnen-Ernte. Man beachte das “h” im Titel. Ob Brechbohne, rote Bohne oder Feuer-Bohne, hierbei könnt ihr sie anpflanzen, ernten und zu lukrativen Preisen verkaufen. Oder ihr werdet gezwungen, eine kleine Menge an Bohnen zu ernten, mit der ihr keine anständige Belohnung bekommt. Denn die Karten müssen in der Reihenfolge gespielt werden, in der ihr sie auf die Hand bekommt! “Ich glaub´ es hackt!”, besagt zumindest der Untertitel.

Perlentauchen

Perlentauchen Cover
Cover / Foto: Mogel Verlag

In den Tiefen des Meeres warten wertvolle Perlen auf ihre Entdeckung. Wenn Du schon immer mal nach den seltenen Perlen am Meeresgrund suchen wolltest, aber genau wie ich eher nicht zu den Menschen gehörst, die gut tauchen können und sich unter Wasser besonders wohl fühlen, könnte dies genau das Richtige für Dich sein. Der neu gegründete Kleinverlag Mogel Spiele, ein Zusammenschluss aus Familienmitgliedern und Freunden, die ihre Spielideen diesen Herbst zunächst mit drei Kartenspielen auf den Markt bringen, haben das Szenario nun mittels Karten verfügbar gemacht.

Carcassonne: Star Wars – Erweiterung 1

Carcassonne Star Wars Erweiterung 1 Cover
Cover / Foto: Schmidt Spiele

Star Wars ist wieder in aller Munde. Der Hans im Glück-Verlag ist im vergangenen Jahr im Vorfeld der Veröffentlichung des ersten Teils der neuen Trilogie auf den Vermarktungs-Zug aufgesprungen und hat sich mit Carcassonne: Star Wars an eine Lizenz-Veröffentlichung gewagt. Die Meinungen darüber gingen stark auseinander. Während einige es alleine aufgrund der Thematik klasse fanden, konnten sich andere nicht an die auf Würfelglück basierenden Kämpfe gewöhnen. Ähnliche Stimmungen erzeugte dann der siebte Teil der Star Wars-Saga. Manche fanden ihn gut und hervorragend an den alten Filmen orientiert, andere konnten davon nicht wirklich begeistert werden. Was der Film aber auf jeden Fall lieferte, ist die Grundlage für eben diese erste Erweiterung zur Carcassonne: Star Wars, die hier vorgestellt wird.

Istanbul – Brief & Siegel

Istanbul - Brief & Siegel Cover
Cover / Foto: Pegasus Spiele

Istanbul ist nicht bloß eine türkische Stadt, sondern auch der Name des zum Kennerspiel 2014 ernannten Spiels, bei dem die Spieler zu Händlern auf einem türkischen Basar werden. Mit ihren Gehilfen ziehen sie von Ort zu Ort, um über gewinnbringende Geschäfte an die wertvollen Rubine zu gelangen, Bereits ein Jahr später bekamen die Spieler dann Abwechslung durch die erste Erweiterung rund um Kaffee und Geschenke. Damals schon angekündigt, sollte die Reise mit Brief und Siegel weitergehen und sich das Spielfeld sogar auf 25 Orte erweitern lassen. Nun ist diese zweite Erweiterung im Handel und ihr könnt hier lesen, was ich davon halte. Sowohl die Erweiterung alleine wurde unter die Lupe genommen, als auch die Variante “Der große Basar” mit beiden Erweiterungen. Wer das Grundspiel noch nicht kennt, sollte zunächst diese Rezension lesen.

Stadt Land Spielt! 2016

Bereits zum vierten Mal fand am vergangenen Wochenende die Aktion “Stadt Land Spielt!” in vielen verschiedenen Städten statt. So auch wieder am Sonntag in Braunschweig, in der Stadtbibliothek. Leider waren auch andere interessante Termine an eben diesem Tag, um nur eine kleine Auswahl zu nennen: Fußball, Eulenfest in Peine oder Altstadtfest in Goslar. Und so versuchten wir möglichst viel an diesem Tag mitzunehmen und starteten früh am Morgen zu einem Flohmarkt in der Nähe. Bei bestem sonnigem Wetter hatten sich so viele Aussteller wie selten eingefunden und obwohl die von uns begehrten Objekte immer weniger werden, konnten wir unsere Spiel des Jahres-Sammlung um ein Exemplar Rummikub zu einem guten Preis erweitern.

Bang! -The Duel

Bang - The Duel Cover
Cover / Foto: Abacusspiele

Der Sand ist heiß, die Luft trocken, ausgetrocknetes Gestrüpp rollt durch die Wüste in der brutzelnden Sonne. In dieser stillen Wild West-Idylle hört man plötzlich Pferdehufe herantraben, das Pferd kommt näher und stoppt in einer scheinbar verlassenen Stadt, der Bandit springt ab und trifft auf den Sheriff, der gerade schwungvoll die Türen eines Saloons öffnet und hinaus tritt. Sie stehen sich gegenüber, eins gegen eins, die Spannung steigt, es kommt zum Showdown, zum Duell. Sie schießen aufeinander, weichen aus, rüsten sich aus, schmeißen Dynamit um sich, trinken Bier. Und jetzt sind wir schon mitten drin in einer Partie Bang! -The Duel. Die Duell-Variante des beliebten Kartenspiels von 2002 ist nun auch auf deutsch erhältlich.