Kurz & Klein – Cosmic Encounter Duel / Fairy Trails / Chartae

Chartae – FairyTrails – Cosmic Encounter Duel / Foto_ Brettspielpoesie

Heute möchte ich euch wieder einmal drei Spiele vorstellen. Zwei davon kommen mit wenig Material aus, eines dafür mit umso mehr. Bei diesem handelt es sich um eine Duell-Variante eines bekannten Spiels, die anderen sind neue Spielideen bekannter Autoren. Alle drei vereint eines: Sie sind nur mit exakt zwei Spielern zu spielen.

Cosmic Encounter Duel

Cosmic Encounter Duel ist eine reine 2 Spieler-Variante im Universum von Cosmic Encounter. Jeder Spieler nimmt dabei die Rolle eines speziellen Alienvolkes ein. Davon sind einige enthalten. Es gibt in sie in drei Kategorien, die unterschiedlich schwer zu spielen sind. Jedes Alienvolk setzt eine bestimmte Regel außer Kraft oder bietet eine interessante zusätzliche Fähigkeit.

Cosmic Encounter Duel Spielauslage / Foto: Brettspielpoesie

Runde für Runde wird eine Schicksalskarte aufgedeckt und abgehandelt. Dabei kommt es häufig zu einem Duell um einen neuen Planeten. Die Spieler entscheiden geheim wie viele Schiffe sie entsenden, welche Taktik und welche Plankarte sie spielen. Die Taktik ermöglicht es gegnerische Schiffe anzugreifen oder eigene zu schützen, nach Verwendung sind sie zunächst inaktiv. Stattdessen gibt es auch die Möglichkeit das Auffrischen einiger Taktiken zu wählen. Sind nach den Taktiken noch Schiffe beider Spieler auf dem Planeten, werden die Werte der gespielten Plankarten verglichen. Der Spieler mit den meisten Schiffen auf dem Planeten erhält dafür in der Regel einen Bonus. Es gibt noch Verstärkungskarten und die zunächst geheimen Botschafter, die spannende Fähigkeiten bieten können.

Der Gewinner eines Duells erhält zudem die angegebene Belohnung, manches mal auch der Verlierer. Dieser nimmt seine Schiffe zu sich zurück, mit der Taktik besiegte Schiffe landen im Warp. Nicht jede Schicksalskarte führt zu einem solchen Duell, manche bringen Verstärkungen ein oder lassen Schiffe aus dem Warp zurück holen. Kann ein Spieler nämlich keine Schiffe mehr entsenden, weil sein Vorrat leer ist, ist die Partie verloren. Neben der Möglichkeit, den Sieg über die Kontrolle von fünf Planeten zu gewinnen, können die vielen Karten noch alternative Wege ermöglichen, den Sieg zu erringen.

Cosmic Encounter Duel Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Das Original habe ich nicht gespielt, kann also keine Vergleiche ziehen. Die Duell-Variante gefällt mir, auch wenn sie echt fies werden kann. Dies ist kein Spiel, welches sich genau planen und durchrechnen lässt, vieles passiert zufällig. Dadurch kann ein sicher geglaubter Sieg durch einen Botschafter oder eine Fähigkeit im Nu gedreht werden. Die vielen unterschiedlichen Alienrassen und Botschafter führen zu immer anderen Voraussetzungen, mit ihnen spielt sich jede Partie anders, wodurch ein hoher Wiederspielreiz entsteht.

Verlag: Fantasy Flight Games / Asmodee
Autor(en): Frank Brooks, Bill Eberle, Peter Olotka, Greg Olotka
Erscheinungsjahr: 2020
Spieleranzahl: 2 Spieler
Dauer: 30 Minuten

Vielen Dank an Asmodee für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Fairy Trails

Autor Uwe Rosenberg ist bekannt dafür neuen Verlagen mit einer Spielidee auf die Sprünge zu helfen. So ist es wohl auch hier der Fall, denn es handelt sich um das erste Spiel des neu gegründeten Verlags Paper Plane Games aus Kanada. Bei Fairy Trails liefern sich die Spieler als Elfen und Gnome ein Duell im Zauberwald um die besten Wohnplätze. Klingt absurd? Keine Sorge, es bleibt komplett abstrakt. In der Schachtel sind 59 quadratische Karten und insgesamt 38 Steine in den zwei Farben. Die Karten zeigen Wege und Gebäudeplätze in den zwei Spielerfarben, jeder Spieler erhält seine 19 Steine.

Fairy Trails Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Von einer Startkarte ausgehend erweitern die Spieler Zug um Zug das Wegenetz mit einer ihrer zwei Handkarten. Dabei wollen Sie die Wegenetze ihrer Farbe abschließen, um die darin befindlichen Häuser zu beziehen, also Steine darauf zu platzieren. Wer zuerst alle seine Steine platziert, beendet die Partie als Gewinner. Dem Mitspieler möchte man es dabei so schwer wie möglich machen, indem die Wege seiner Farbe um viele offene Enden erweitert werden. Doch ist das aus zweierlei Gründen nicht immer ganz einfach. Zum einen geben die nur zwei Handkarten die Optionen vor, zum anderen ist die Auslage mit zunehmender Größe immer schlechter zu überblicken. Dies könnte als besondere Herausforderung angesehen werden, mich nervt es eher. Denn diese erschwerte Übersicht nimmt mir den Spaß am Spiel, ich bin froh meine eigenen Gebiete halbwegs zu überblicken. Die des Gegners noch im Blick zu behalten, ist mir zu anstrengend.

Fairy Trails Wegenetze / Foto: Brettspielpoesie

Verlag: Paper Plane Games / Huch!
Autor(en): Uwe Rosenberg
Erscheinungsjahr: 2020
Spieleranzahl: 2 Spieler
Dauer: 20 – 25 Minuten

Vielen Dank an Huch! für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Chartae

Chartae von Board Game Circus kommt mit noch weniger Spielmaterial aus, als Fairy Trails, nämlich nur 9 quadratische Kärtchen. Mit Reiner Knizia ist es ebenso von einem namhaften Autor. Gemeinsam lassen die Spieler in einem 3×3-Raster eine Landkarte entstehen, einem Spieler ist das Landgebiet zugewiesen, dem anderen das Seegebiet. Jedes Kärtchen besteht aus verschiedenen Anteilen von Land und Wasser.

Chartae Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Wer am Zug ist, hat nur zwei Optionen: Ein bereits ausliegendes Kärtchen um 90° im Uhrzeigersinn zu drehen oder das oberste vom Stapel angrenzend anzulegen. Das Drehen ist auch nur zwei Mal direkt hintereinander erlaubt, spätestens danach muss ein weiteres Plättchen platziert werden. Die Partie endet nachdem das neunte Plättchen liegt. Ein schnelles Ende wird durch diese Regeln forciert. Dann ermittelt jeder Spieler sein größtes zusammenhängendes Gebiet. Es gewinnt wer das Größere vorweisen kann.

Chartae Spielsituation / Foto: Brettspielpoesie

Es gelingt Chartae mit nur neun Kärtchen ein richtig spannendes Spiel zu erschaffen, das umso besser funktioniert wenn beide Spieler alle Kartenteile kennen. Dann kommt es meist zu einem spannenden Showdown, wem es besser gelingt sein eigenes Gebiet zu erweitern und das des Gegenspielers aufzuteilen. Wirklich erstaunlich wie viel taktische Tiefe hier mit so wenig Material entsteht.

Verlag: Board Game Circus
Autor(en): Reiner Knizia
Erscheinungsjahr: 2020
Spieleranzahl: 2 Spieler
Dauer: 10 Minuten

Vielen Dank an Board Game Circus für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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