Kartenfluch(t)

Brettgeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Heute erwartet euch eine Brettgeschichte der etwas anderen Art. Ihr habt hier schon häufiger lesen können, dass mir zu Escape Room-Spielen keine sinnvollen Einleitungen mehr einfallen. Und eigentlich sind auch die Rezensionen zu weiteren Teilen keine wirklichen Rezensionen, da sie nur noch aus sich wiederholender Einleitung, einem kurzem Materialüberblick und dem Fazit bestehen.  Nun habe ich zwei Escape Room-Adaptionen gespielt, die sich sehr ähneln, sodass mir die Idee kam, sie in eben dieser Brettgeschichte zu erwähnen. Bei Unlock! von den Space Cowboys und Deckscape von Abacusspiele, sind Karten das zentrale Element der Umsetzung.

BEEPLE spielt Decrypto! – Tag 6

Beeple Decrypto Aktion
Beeple Decrypto Aktion / Foto: Beeple

Ihr habt es vielleicht bereits mitbekommen, das Beeple Blogger Netzwerk spielt derzeit eine Partie Decrypto und lässt euch daran teilhaben.

Decrypto

Decrypto Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Immer wenn es um Agenten und verschlüsselte Nachrichten geht, muss ich zwangsläufig an den kalten Krieg denken, der von 1947 bis 1989 ausgetragen wurde. Dabei wurde mit allen Mitteln gekämpft, so spielten auch die Geheimdienste der Supermächte USA und UdSSR eine wichtige Rolle. Gerne wird dies als thematische Einbindung für Spiele aller Art verwendet, bei denen es um Codes und Verschlüsselung geht. Während dies bei Codenames in meinen Augen weniger gelang, da es sich doch eher als abstraktes Wortspiel anfühlt, haben die Macher von Decrypto dies geschafft. Hier geht es nicht in erster Linie darum, den eigenen Teammitgliedern die gesuchten Begriffe näher zu bringen, sondern den gegnerischen Teammitglieder für ihre Abfangversuche so wenig Anhaltspunkte wie möglich zu liefern.

Die Zeit ist um…

Brettgeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Es ist mal wieder an der Zeit von einem Spieleabend zu berichten, da mir dieser auch nach einigen Tagen noch immer durch den Kopf geht. Leider hat diese Spielgruppe durch verschiedenste Hindernisse seit Dezember nicht mehr zueinander gefunden und so hatte auch unser Weihnachtswichteln noch nicht statt gefunden. Bis zum vergangenen Freitag. Neues Jahr, neue Räumlichkeiten, die gleiche tolle Spielegruppe. Bei einigen Bierchen freuten wir uns über das lang ersehnte Treffen, tauschten uns aus und packten die kleinen Geschenke aus.

Zug um Zug – Frankreich (+Der Wilde Westen)

Ticket to Ride France Cover
Cover / Foto: Days of Wonder

Zug um Zug hält sich seit der Erstveröffentlichung im Jahr 2004 wacker am Markt. Der Spiel des Jahres-Pöppel dürfte das erleichtern, dennoch pflegen Autor und Verlag die Marke zusätzlich und setzen seither regelmäßig weitere Akzente in der Welt von Zug um Zug in Erweiterungen oder Standalone-Games. Die Map Collections, also die Erweiterungen mit neuen Spielplänen bestimmter Regionen der Welt und kleinen Regelanpassungen, wurden 2017 erneut erweitert. Schon bei der Map Collection Nr. 5 gab es einen kleinen französischen Landabschnitt zu sehen, nun wird Frankreich in voller Größe zum Mittelpunkt. Im Gegensatz zu den bisherigen Zug um Zug Map Collections ist die Schachtel dieser Version doppelt so dick. Die Rückseite bringt die Spieler in den wilden Westen der USA.

Photosynthesis (Photosynthese)

Photosythesis Cover
Cover / Foto: Blue Orange Games

Abstrakte Spiele waren lange Zeit überhaupt nicht meine Welt. Mittlerweile muss ich mir eingestehen, dass mir auch solche Spiele zusagen können. Dennoch gibt es viele Spieler, die ebenso auf Distanz zu abstrakten Spielen gehen, wie ich es lange Zeit getan habe. Auch Photosynthesis ist im Kern ein abstraktes Spiel, doch wurde hier ein wirklich passendes, unverbrauchtes Thema gefunden, dass einfach dazu passt. Man merkt zunächst gar nicht wie abstrakt das Spielprinzip eigentlich ist, da man sich schnell in der gebotenen Szenerie verliert. Die Sonne wandert umher und hinterlässt eine entspannte, einladende Atmosphäre. Doch was hinter der Fassade passiert ist ein knallhartes, taktisches Spiel. Ich habe das Spiel mit dem Titel Photosynthesis in Essen bei Blue Orange Games bekommen, mittlerweile ist es als Photosynthese auch über Asmodee erhältlich.

Nomaden

Nomaden Cover
Cover / Foto: Asmodee

Die Idee hinter der Serie Legends of Luma habe ich ja bereits bei der Rezension zu Oh Captain! gelobt. Es soll eine Serie aus sechs Spielen werden, die untereinander sehr unterschiedlich sind, um verschiedenste Mechanismen zu bedienen. Was sie verbindet, sind die sechs Charaktere, die auf einer gemeinsamen Reise sind und die ausführliche Geschichte der Umstände ihres Zusammenkommens. Dabei finde ich es interessant, dass das vorliegende Spielprinzip von Nomaden gar nicht so neu ist, sondern eine Neuinterpretation des 2015 in Korea erschienenen Jeju Island. Dieses Spiel wurde Anne-Cécile Lefebvre, CEO von Ludonaute, vorgestellt, als die Idee der Legends of Luma-Reihe gerade aufkam, und es gefiel auf Anhieb. Doch mussten noch einige Änderungen gemacht werden, um das Spiel sauber in der Reihe einzuordnen. Einige Informationen werde ich in diese Rezensionen einfließen lassen, wer mehr über die Adaption erfahren möchte kann dies auf BGG nachlesen. Die Spieler sitzen mit den Nomaden, die sie in Oh Captain! von der Insel befreit haben, um ein Lagerfeuer herum und lauschen ihren Geschichten. Vom Schamanen zu einem merkwürdigen Drink verführt, kommen nur noch Fragmente der Geschichten bei ihnen an, die sie wieder versuchen zusammen zu setzen.

Dragon Castle

Dragon Castle Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

Man muss das Rad nicht immer neu erfinden. Umso mehr Spiele am Markt existieren, desto häufiger werden bekannte Mechaniken als Grundlage für eine Spielentwicklung genommen. Das ist auch gar nicht schlimm, denn so wie sich die gesamte Welt und damit auch die Spieler verändern, verändert sich auch deren Anspruch an Spiele. Was haben wir als Kinder nicht alle Monopoly, Memory oder Scrabble rauf und runter gespielt!? Das war damals in Ordnung, man kannte halt noch nicht viel mehr. Das sieht heute bei mehr als 1.000 Neuheiten pro Jahr alleine auf der Spiel in Essen ganz anders aus. Und dennoch haben manche Spiele etwas nostalgisches, weil es einen an eine Zeit erinnert, in der alles besser war. So ist das nämlich mit dem Gehirn, die guten Erinnerungen bleiben viel länger bestehen, daher gaukelt uns das Gehirn diesen Zustand so oft vor. Doch wenn die Mechanismen aus heutiger Sicht nicht mehr so funktionieren, vergeht heute der Spielspaß schnell. Wenn sich solche Umsetzungen jedoch frisch und originell anfühlen, ist das Spielerherz zufrieden. So wie bei Dragon Castle, der modernen Mahjong-Variante als Brettspielumsetzung.

Deal or no deal!?

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Logo / Foto: Brettspielpoesie

Über Brettspiel-Preise kann man lang und breit diskutieren. Besonders zu extrem verkaufstarken Zeiten, in denen die großen Online-Anbieter wie Amazon oder Thalia mit Rabatten nur so um sich schmeißen, wird viel diskutiert. Viele freuen sich Spiele zu so günstigen Preisen zu ergattern, andere sehen diese Entwicklung kritisch in Bezug auf die Verlage und Autoren. Schließlich steckt hinter jedem Brettspiel eine Menge Entwicklungszeit, von der Idee bis zur Umsetzung vergehen zumeist Jahre. Das sollte doch auch gebührend honoriert werden. Zudem haben viele passionierte Brettspieler eh viel mehr Brettspiele, als sie jemals ausgiebig spielen können. Doch muss dies grundsätzlich jeder für sich entscheiden, ob er Spiele zum spielen oder sammeln kauft. Wie viel Geld und Platz ihm sein Hobby wert ist.

Unlock! Mystery Adventures

Unlock Mystery Adventures Cover
Cover / Foto: Brettspielpoesie

So langsam gehen mir aber wirklich die Einleitungen für die diversen Escape Room-Adaptionen aus ;-) Na gut, auf ein Neues: Auch die Space Cowboys arbeiten weiter an neuen Szenarien, um Fans des Genres anzusprechen. Wieder finden sich nur Karten in der Schachtel und es wird die gleiche App verwendet, wie beim ersten Teil. Diese wurde ja schon kurze Zeit nach Veröffentlichung des ersten Teils verbessert, um die Spieler auf der Suche nach einem Ausweg besser zu unterstützen. Der erste Teil trug den Untertitel “Escape Adventures”, nun haben wir es mit “Mystery Adventures” zu tun. Das Grundprinzip bleibt dabei gleich: Die Spieler versuchen zu entkommen, indem sie gemeinsam Rätsel lösen, die auf den Karten bereit gehalten werden. Ich werde in dieser Rezension nicht näher auf Spielmaterial, -ablauf, -ende,  optimale Spielerzahl und Glücksfaktor eingehen, da diese sich nicht besonders vom ersten Teil bzw. von anderen Escape Room-Adaptionen unterscheiden.