Notre Dame (Jubiläumsausgabe)

Notre Dame Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Notre Dame ist nicht nur der Name einer katholischen Kirche im Herzen von Paris, sondern auch der Titel eines der früheren Werke des Spieleautors Stefan Feld. 2007 brachte er gleich zwei Vielspieler-Titel für alea auf den Markt (daneben erschien noch Im Jahr des Drachen). Auch wenn beide Spiele heute eine Durchschnittsbewertung von ungefähr 7.4 bei Boardgamegeek vorweisen können, gewann Notre Dame die Gunst der Kritiker im Erscheinungsjahrgang. Es landete auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres und musste sich beim Deutschen Spielepreis nur gegenüber Die Säulen der Erde geschlagen geben. Vor allem der internationalen Nachfrage haben wir es zu verdanken, dass dieses Spiel 10 Jahre nach der Erstveröffentlichung in einer Jubiläumsauflage erschienen ist. Weder am Material noch am Spielverlauf wurden Änderungen vorgenommen, lediglich etwas mehr gelang in die Verpackung. Weiterlesen

Targi – Die Erweiterung

Targi - Die Erweiterung Cover

Cover / Foto: Kosmos

Ist ein Brettspiel erfolgreich und verkauft sich sehr gut, dauert es oft nicht lange bis es die erste Erweiterung gibt. Und dann die zweite, die dritte, usw. bis „die Kuh gemolken ist“. Die Gefahr ist gegeben, dass solche Erweiterungen dem Spiel irgendwann keine nennenswerten Aspekte mehr hinzufügen und man sie, wenn überhaupt, nur aus Komplettierungszwang benötigt. Bei Targi dauerte es jedoch ganze vier Jahre bis zum Erscheinen der Erweiterung. Dabei war das 2012 sogar zum Kennerspiel des Jahres nominierte Spiel für zwei Personen die ganze Zeit über gefragt. Autor Andreas Steiger ist aber nicht hauptberuflich Spielentwickler und daher benötigte die Konzeption und Ausgestaltung dieser Erweiterung seine Zeit. Und so viel vorab: Es hat sich gelohnt! Scheinbar lenkten Verlag und Autor all ihre kreativen Ideen in die Spielentwicklung, denn die Erweiterung hat keinen spannenden Titel. Sie nennt sich einfach: Die Erweiterung. Das ist schlicht und mutig, aber das Spiel wirkt für sich. Lest jetzt selbst, was sich am Spiel verändert hat:

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Exit – Das Spiel (2.Serie / Mai 2017)

Exit - Das Spiel (Serie 2) Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Über Escape Room-Spiele wurde hier bereits einiges geschrieben. Eines haben dabei alle gemeinsam: Sie sind für eine Spielgruppe nur einmalig spielbar, das Erlebnis ist nach einer Partie vorbei. Ende! Aus! Finito! Einerseits freut man sich, wenn man erfolgreich entkommen konnte. Andererseits weiß man, das war es jetzt auch schon wieder. So ging es uns zumindest nach den ersten drei Teilen der Serie Exit – Das Spiel. Das Autorenpaar Inka und Markus Brand konnte nicht nur uns damit überzeugen, sondern auch die Spiel des Jahres-Jury, welche gleich die drei ersten Teile (Die verlassene Hütte, Das geheime Labor, Die Grabkammer des Pharao) zum Kennerspiel des Jahres 2017 nominiert hat. Doch schon bevor diese Entscheidung bekannt gegeben wurde, hat Kosmos die drei nächsten Teile veröffentlicht. Von diesen möchte ich euch heute berichten. Natürlich wieder komplett ohne Spoiler, um niemanden den Spaß an den Spielen zu nehmen.

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Terraforming Mars

Terraforming Mars Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Terraforming Mars wird häufig Hype vorgeworfen, dazu habe ich mich bereits in einer Brettgeschichte geäußert. Heute möchte ich euch dieses Spiel genauer vorstellen. Ich habe es bereits vor der Spiel in Essen im vergangenem Jahr spielen dürfen und hätte es dort am liebsten direkt mitgenommen. Doch anstatt mich anzustellen, habe ich die Zeit am Morgen lieber mit produktiveren Dingen verbracht. Umso mehr freute es mich, dass Anfang des Jahres die Neuauflage erschienen ist, bei der ich direkt als erste Aktion im neuen Jahr zugeschlagen habe. Und seit es hier bei uns ist, landet es wieder und wieder auf dem Tisch. Und nun wurde es auch noch überraschend zum Kennerspiel des Jahres nominiert. Überraschend bezieht sich nicht auf das Spiel als solches, sondern auf die Komplexität und die Verfügbarkeit. Aus meiner Sicht hat die Jury damit das Spiel des aktuellen Jahrgangs nominiert. Es ist derzeit auch in der 3.Auflage wieder verfügbar.

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Escape Room – Das Spiel: Funland & Murder Mystery

Escape Room Erweiterungen

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Wie ihr sicher bemerkt hat, liebe ich Escape/Exit-Räume, sowohl im wahren Leben als auch die Brettspiel-Varianten. Die Noris-Variante mit dem Chrono Decoder führte zu einem besonderen Erlebnis, welches mit dem Countdown den Zeitdruck eines realen Escape Rooms am besten realisiert. Die vier Rätsel der Grundbox gab es in drei Schwierigkeitsstufen: Zwei, drei und vier von fünf möglichen Sternen. Die beiden neuen Abenteuer werden in Bezug auf den Schwierigkeitsgrad mit 3 1/2 Sternen (Welcome to Funland) und 5 Sternen angegeben (Murder Mystery). Jedenfalls sind das die Angaben auf den Boxen, in der App werden merkwürdigerweise andere Bewertungen angegeben. Ich habe lange überlegt, wie ich diese Rezensionen aufbauen kann und dann entschieden, Angaben zu Spielablauf, Spieleranzahl und Glücksfaktor weg zu lassen. Diese sind nämlich analog zum Grundspiel, dessen Rezension ihr hier lesen könnt.

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Ein Fest für Odin

Ein Fest für Odin Cover

Cover / Foto: Feuerland Spiele

Man stelle sich vor man vermische Patchwork mit einer Prise Agricola und fügt noch einen Hauch Arler Erde hinzu: Heraus kommt ein großer, dicker, schwerer Karton. Ein Fest für Odin kann veranstaltet werden. Jeder Spieler bietet dabei sein eigenes Festmahl an, um die Wikinger, die ihm in den Runden treu zur Seite stehen und Aufgaben erledigen, zu belohnen. Für die Ausführung dieser Aufgaben müssen die Wikinger entsprechend ausgebildet werden und die Erzeugnisse und Schätze müssen auf dem eigenen Plan regel.konform untergebracht werden. Denn nur wenn die eigene Sippe gute Arbeit verrichtet und man seinen eigenen Besitz erweitert und zur Schau stellt, kann man seinen Einfluss und auch die Einnahmen erhöhen. Das Erwerben, Tauschen, Aufwerten und Unterbringen der Waren ist eine spannende Herausforderung, eingebettet in das interessante Wikinger-Thema.

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First Class – Unterwegs im Orient Express

First Class Cover

Cover / Foto: Schmidt Spiele

Der Hans im Glück Verlag begeistert Vielspieler seit mehr als 10 Jahren. Das kann man gut an den Top 10 Platzierungen des Deutschen Spielepreis ablesen. Von 2006 bis 2015 war der Hans im Glück Verlag dort immer vertreten, die meisten Jahre sogar unter den Top 3 und drei Mal hatten sie den Gewinner im Angebot. So zum Beispiel 2014 Russian Railroads vom Autor Helmut Ohley. Dabei muss man seine Arbeiter geschickt einsetzen, die Gleise gewinnbringend verlegen und die Industrie vorantreiben. Nach einem ruhigen Jahr aus Vielspieler-Sicht versuchen Verlag und Autor in diesem Jahr mit einem umfangreichen Kartenspiel wieder zu begeistern. Es wird gerne als das Russian Railroads Kartenspiel gehandelt. Denn auch hier baut man eine Bahnstrecke aus und erweitert die eigenen Züge um weitere Waggons, die man ebenfalls aufwerten kann. Und wieder einmal, um dadurch die meisten Siegpunkte zu ergattern und das Spiel zu gewinnen.

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Star Wars Rebellion

Star Wars Rebellion Cover

Cover / Foto: Heidelberger Spieleverlag

Auch wenn diese epische Material-Schlacht erst 2016 veröffentlicht wurde, behandelt sie thematisch die Original-Trilogie der Star Wars Saga. Die Rebellen versuchen Sympathie in der Galaxie zu erlangen um aus ihrem Funken der Rebellion einen Flächenbrand auszulösen und ihre Basis vor dem Imperium geheim zu halten. Das Imperium breitet sich während dessen immer weiter aus, in der Hoffnung die versteckte Rebellen-Basis zu finden und die Rebellen mit ihrer Zerstörung jede Hoffnung zu nehmen und sie zu besiegen. Beide Spieler versuchen durch Einsatz ihrer Anführer in Missionen und durch Bewegung ihrer Einheiten in der Galaxie ihre Siegbedingung zu erreichen.

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Dominion – Empires

Dominion Empires Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Geht es um Deckbuilding, kommt mir immer als Erstes Dominion in den Sinn. Eines meiner absoluten Lieblingsspiele. Und da es 2009 nicht nur die Spiel des Jahres-Jury, sondern auch die Spieler überzeugen konnte, konnte es sowohl Spiel des Jahres werden, als auch den Deutschen Spielepreis abräumen. Bei solch einem Erfolg liegt es auf der Hand lange davon zu zehren und Jahr für Jahr Erweiterungen heraus zu bringen. Einfach ein paar neue Karten, mit dem ein oder anderen neuen Kniff, damit Dominion nicht in Vergessenheit gerät. Daran konnte auch der Wechsel im Vertrieb vom Hans im Glück-Verlag zu ASS Altenburger nichts ändern. Doch umso skeptischer werde ich, ob sich die neuen Erweiterungen überhaupt noch lohnen. Die neunte Erweiterung Abenteuer war zwar nicht schlecht, aber überzeugte nicht mehr komplett. Ob die zehnte Erweiterung sich diesem Trend anschließt oder aus der Reihe fällt, erfahrt ihr in dieser Rezension.

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Dominion – Blütezeit

Dominion Blütezeit Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Seit der Hans im Glück-Verlag keine Dominion-Spiele mehr produziert, sind einige Erweiterungen sehr kostbar geworden. Zu den Erweiterungen Blütezeit, Hinterland und Dark Ages gab es bisher keine Neuauflage, daher war es in letzter Zeit schwer an sie heran zu kommen. ASS Altenburger hat zwar in Aussicht gestellt, dass die Neuauflagen auf deutsch erscheinen, aber immer wieder neu erscheinende Erweiterungen behindern die Umsetzung. Zumindest ist die dritte Erweiterung mit dem Titel Blütezeit nun endlich wieder verfügbar. Wer noch keinerlei Berührung mit dem Grundspiel hatte, sollte sich nun erst einmal folgende Rezension durchlesen. In diesem Text werde ich in erster Linie auf die Neuerungen eingehen, welche diese Erweiterung mit sich bringt.

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