Die Quacksalber von Quedlinburg

Die Quacksalber von Quedlinburg Cover

Cover / Schmidt Spiele

Quacksalber, ein merkwürdiges Wort. Es soll aus einer Aneinanderreihung der Worte quaken als Synonym für quatschen oder prahlen und Salber, also eine Person, die Salben verkauft, entstanden sein und geht damit auf die Zeit der Marktschreier zurück. In diesem Fall der Personen, die auf den Märkten für ihre Salben oder sonstige obskure Heilmethoden geworben haben. Wird Jemand als Quacksalber bezeichnet, wirft man ihm vor ohne notwendige Qualifikation oder Befugnis die Heilkunde auszuführen. Klingt eigentlich wenig erstrebenswert. Doch in diesem Spiel von Wolfgang Warsch, dem Shootingstar des aktuellen Jahrgangs, wollen wir uns die Eigenschaften eines waschechten Kurpfuschers aneignen und in unseren Kesseln merkwürdige Zutaten zusammen schmeißen. Diesen Tränke werden selbstverständlich mit Knallerbsen gestreckt, da die guten Zutaten alleine natürlich viel zu wertvoll wären. Wir wollen ja für unseren Geldbeutel das Beste heraus holen, wenn wir unser Gebräu auf dem Markt anbieten.

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illusion

illusion Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Optische Täuschungen finden sich überall. Die meisten Internet-User werden sicher 2015 den #Dressgate mitbekommen haben, bei dem das Bild eines Kleides durch die Medien ging und für Wirbel sorgte. Für die einen erschien es gold-weiß, für die anderen blau-schwarz. Grund dafür: Eine schlecht belichtete Fotografie. So schnell lassen sich unsere Augen täuschen. Ein weiteres Beispiel: Man nehme zwei exakt gleich lange Striche mit unterschiedlichen Pfeilen an den Enden und zack, denkt das menschliche Auge der Strich mit Pfeilen nach außen wäre kürzer. Diese sogenannte Müller-Lyer-Illusion, benannt nach dem Entdecker, macht sich das Spiel illusion zu Nutze.

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Fast Forward – Reihe

Fast Forward Reihe

Fast Forward Reihe / Foto: Brettspielpoesie

Friedemann Friese ist eine echte Marke in der Brettspielszene. Sein Verlag, 2F-Spiele, trägt das Konzept im Namen: Zwei „F“, eines für den Vornamen, eines für den Nachnamen. Und so beginnen auch (fast) alle seine Spiele mit einem „F“. Doch ist das nicht sein einziges Erkennungszeichen. In Menschenmengen sieht man ihn oft schon von weitem, seine Lieblingsfarbe ist grün und so sind es auch seine Haare. Als die Brettspielwelt Legacy verlangte, ging er seinen eigenen Weg: Er erfand das Fabelspiel. Zunächst in einer familienfreundlichen Variante, die sogar von der Spiel des Jahres-Jury empfohlen wurde: Fabelsaft. 2017 sollte sich das Spielprinzip weiterentwickeln, die Geburtsstunde der Fast Forward-Reihe, bei der man die Regelerklärung einfach überspringt, sozusagen vorspult und direkt in das Spiel einsteigt. Alle Spieler erlernen die Regeln während sie spielen. Doch taugt das etwas?

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Chill & Chili

Chill & Chili Cover

Cover / Foto: Schmidt Spiele

Laut Kalender stecken wir Ende Januar noch mitten im Winter, aber das Wetter schreit bereits ganz laut nach Frühling. Nicht nur die ersten Knospen sind an einigen Pflanzen bereits zu erkennen, auch die ersten Mücken treibt es aus ihrem Winterquartier hinaus in die Welt. Ein passender Rahmen für eine Partie Chill & Chili. Der Name ist jedoch ein wenig irreführend, geht es bei der Gartenarbeit doch eher weniger gechillt zu. Das Attribut gechillt zielt hierbei vermutlich eher auf das Spielgefühl ab, denn eine Partie ist leicht zugänglich und spielt sich sehr locker herunter. So locker-leicht wie ein Gericht aus frischen Möhren, Mais und Tomaten auf dem Teller schmecken mag.

 

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Fertig!

Fertig Cover

Cover / Foto: 2F Spiele

Über Solo-Spiele im Allgemeinen habe ich mich ja erst kürzlich in einer Brettgeschichte ausgelassen. Heute möchte ich ein aktuelles Exemplar genauer vorstellen. Lange Zeit gab es für mich das Solo-Spiel überhaupt auf dem Markt: Freitag von 2F-Spiele. Freitag meint nicht den Wochentag, sondern die Person aus der Robinson Crusoe-Geschichte, welcher diesem verhilft von der Insel zu fliehen, damit er selbst wieder seine Ruhe hat. Ein knackig schweres Spiel für Abende, an denen sich keine einiger Mitspieler findet. Da dieses auch viele Jahre nach dem Erscheinen noch in vielen Kreisen als DAS Solo-Spiel kursiert, hatte ich große Hoffnungen in das neue Solo-Spiel von Friedemann Friese. Ein Spiel über Büroarbeit, bei dem Akten sortiert werden sollen.

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Karuba – Das Kartenspiel

Karuba - Das Kartenspiel Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Die Familienspiele-Reihe des Verlags Haba wächst und gedeiht. Im Jahr 2015 mit drei Spielen begonnen, von denen eines sogar zum Spiel des Jahres nominiert wurde, soll an diesen Erfolg weiter angeknüpft werden. Im Jahr darauf folgten drei neue Titel und eine Erweiterung. Dieses Jahr erhöhte man sogar auf fünf Neuerscheinungen im Familienspiel-Segment. Eine davon das Kartenspiel zu Karuba. Hoffentlich kennt ihr das Spiel, denn es wurde zu Recht 2016 zum Spiel des Jahres nominiert. Bei diesem Legespiel nutzen alle Spieler die gleichen Plättchen in identischer Reihenfolge. Doch dürfen diese beliebig auf dem Raster des eigenen Spielplans gesetzt werden. Das Ziel ist es, seine Abenteurer vom Strand zu den Tempeln zu führen, indem man Plättchen dafür einsetzt und nicht verbaut. Ich fand es herausfordernd mit den gleichen Mitteln eine bessere Lösung zu finden, als meine Mitspieler, doch empfanden es einige zu solitär. Nun war ich sehr gespannt, wie man dieses Spielgefühl mit Spielkarten erreichen möchte.

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Escape Room – Das Spiel: Space Station & Casino

ER Cover Herbst'17

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Das Neuheiten-Programm von Noris war auf der Spiel’17 sehr überschaubar: Escape Room – Das Spiel  stand im Vordergrund, daneben mit Bring you own book lediglich ein anderes Spiel für alle Leseratten. Die eigene kleine Box mit dem Titel Escape Room – Das Spiel: Virtual Reality werde ich noch in einer späteren Rezension separat betrachten. Heute soll es um die beiden neuen Erweiterungen für das Escape Room Grundspiel gehen, auf die wir schon ungeduldig gewartet haben, seit es erste Ausblicke darauf vom Originalverlag bereits auf der Spielwarenmesse Nürnberg zu Beginn diesen Jahres zu sehen gab. Die Spieler finden sich in einer Raumstation mitten im All wieder und sehen ihren toten Kollegen vorbei schweben oder versuchen die kriminellen Machenschaften eines großen Casinos zu entlarven. In dieser Rezension wurden Angaben zu Spielablauf, Spieleranzahl und Glücksfaktor  weggelassen. Diese sind nämlich analog zum Grundspiel, dessen Rezension ihr hier lesen könnt.

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Zooloretto Duell

Zooloretto Duell Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

10 Jahre ist es her, dass Michael Schachts Zooloretto bei Abacusspiele veröffentlicht wurde. Noch im gleichen Jahr wurde es als Spiel des Jahres ausgezeichnet. Wie so viele Spiele des Jahres hat es diverse Erweiterungen erhalten, bekam eine Junior-Version und wurde sogar als Würfelspiel adaptiert. Besonders Sammlerherzen schlagen höher, denn es verging seither kaum ein Jahr in dem nicht ein besonderes Tier oder ein spezieller Dekorationsgegenstand erschienen ist. Für das zehnjährige Jubiläum hat sich der Autor besondere Gedanken gemacht und eine 2-Spieler-Version veröffentlicht. Zu zweit hatte der Preisträger so seine Schwächen, vielleicht kann ja diese Version überzeugen?

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Tubyrinth

Tubyrinth Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Logikrätsel eignen sich super als Apps fürs Handy oder Tablet. Wenn einem alleine mal langweilig ist, kann man sich der geistigen Herausforderung stellen. Zum Beispiel komisch vorgeformte Rohre zwischen zwei Wasserleitungen so zu verlegen, dass das Wasser dazwischen fließen kann. Das war wohl auch vermutlich der Initialgedanke für dieses Brettspiel, denn als App habe ich dies bereits häufiger gesehen. Das Männchen mit dem orange-farbenen Bauhelm auf dem Cover erinnert mich direkt an Bob, den Baumeister. Rohre verlegen? „Können wir das schaffen?“ – „Yo, wir schaffen das!“. Wir, weil sich in diesem Spiel bis zu sechs Personen beim Rohre verlegen messen können. Auch alleine kann man sich der Herausforderung stellen. Doch wie spaßig ist das und welche Gründe kann es geben, dass man solo nicht doch lieber zur App greift?

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Century – Die Gewürzstraße

Century - Die Gewürzstraße Cover

Cover / Foto: Abacusspiele

Als großer Dominion-Fan freue ich mich auf jedes neue Spiel mit Deckbuilding-Mechanismus. Davon gab es im aktuellen Jahrgang einige. Jedes dieser Spiele macht dabei etwas anders, baut noch etwas drum herum, versucht damit besonders hervor zu stechen. Das ist Reiner Knizia und Ravensburger mit Wettlauf nach El Dorado gelungen, es wurde zum Spiel des Jahres 2017 nominiert. Der neu gegründete Verlag Plan B Games geht mit der Century-Trilogie an den Start. Die drei Teile spielen in verschiedenen Jahrhunderten und entführen die Spieler in die damaligen Handelswege und -traditionen. Begonnen wird im Jahr 2017 mit der Gewürzen aus dem 15. Jahrhundert als zentralem Element. In den nächsten beiden Jahren sollen die weiteren Teile folgen. Diese sollen dann ebenfalls eigenständig, aber auch gemeinsam mit den anderen Teilen spielbar sein. Doch dafür müssen wir uns noch ein wenig gedulden und mit Century- Die Gewürzstraße vorlieb nehmen.

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