Villainous

Cover / Foto: Ravensburger

Sind wir nicht alle gerne als Kinder mit Peter Pan nach Nimmerland geflogen, haben mit Arielle unter dem Meer mitgefiebert ob sie Erik auch ohne ihre Stimme verzaubern kann und Robin Hood zugeschaut, wie er von den Reichen gestohlen hat, um es unter den Armen zu verteilen? Das sind jedenfalls einige der Helden meiner Kindheit, ich habe diese Disney-Filme schon damals geliebt und mag sie auch heute noch gerne. Doch stehen zumeist die titelgebenden Helden im Vordergrund, doch auch die Bösewichte möchten gerne mal im Rampenlicht stehen. Disney selbst hat dies erkannt und in Maleficent – Die dunkle Fee mal die ganze Geschichte aus der anderen Perspektive betrachtet. Denn auch in jedem Bösewicht, steckt zumeist ein guter Kern, der unter negativen Erlebnissen vergraben liegt. Jetzt bekommen diese Bösewichte von Ravensburger die verdiente Aufmerksamkeit, denn sie sind es, die die Spieler in Villainous zum Ziel führen wollen.

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8-Bit-Box

Cover / Foto: Huch!

Brett- und Computerspiele haben vieles gemein, daher überschneidet sich häufig die Spielerschaft. Auch ich war einige Jahre lang mehr den Computer-, oder besser gesagt den Konsolenspielen, zugetan als den Gesellschaftsspielen. Doch mit der zunehmenden Digitalisierung in allen Lebenslagen wächst auch wieder der Wunsch nach einer digitalen Auszeit, z.B. durch Brettspiele. Das Erkennen auch die Verlage und die Brettspielautoren, wodurch es hin und wieder Veröffentlichungen gibt, bei denen der Versuch gewagt wird ein bekanntes, digitales Spielerlebnis auf den Spieltisch zu bringen. Im Falle des Spiels, welches ich euch heute vorstellen möchte, hat man sich nicht auf ein besonderes Spiel festgelegt, sondern direkt eine gesamte „analoge Spielkonsole“ erstellt, die direkt mit drei individuellen Spielen an den Start geht.

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3 Spiele – 1 Mechanismus: Flip’n’Write (Puzzle)

Flip'n'Write Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Leider habe ich keine Rückmeldung erhalten, ob euch diese neue Rubrik auf Brettspielpoesie gefällt, daher mache ich einfach erstmal weiter damit ;-) Ich habe einige Spiele hier, die ich euch gerne vorstellen möchte, zu denen es aber im Detail gar nicht so viel zu schreiben gibt. Außerdem haben sie untereinander große Ähnlichkeiten, sodass ich mich entschieden habe sie euch gemeinsam vorzustellen. Ich hoffe, dass dies auch in eurem Sinne ist, da ihr dann einen direkten Vergleich bekommt, der euch bei eurer Kaufentscheidung vielleicht helfen kann.

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Fuji

Fuji Cover

Cover / Foto: Feuerlandspiele

Wolfgang Warsch ist der Newcomer des letzten Jahres. Von seinen vier Veröffentlichungen zur Spielwarenmesse 2018 wurden gleich drei von der Spiel des Jahres Jury nominiert. Damit sind die Erwartungen natürlich rech hoch gesteckt. Eines seiner Spiele aus dem aktuellen Jahrgang ist Fuji, erschienen ist dieses bei Feuerland. Der Verlag steht eher für anspruchsvollere Spiele, doch kennzeichnen sie mit dem „Blue Label“ eben solche Spiele, bei denen mehr Glücksalemente enthalten sind und weniger Denkarbeit erforderlich ist. Und dieses Label ziert die Schachtel von Fuji, einem kooperativen Würfelspiel mit Kommunikations-hürden. Nicht so extrem, wie es sie in The Mind gab, eher in Richtung von The Game.

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Chiffre

Chiffre Cover

Cover / Foto: Gmeiner Verlag

Der Duden kennt für das Wort Chiffre, dem Titel des Spiels, um welches es in dieser Rezension gehen soll, gleich vier Bedeutungen:

1. Ziffer, Zahl
2. geheimes Schriftzeichen, Zeichen einer Geheimschrift
3. Kennziffer, Kennzeichen
4. (Stilkunde) Stilfigur besonders der modernen Lyrik

Da zeigt sich vielleicht, warum ich mich davon auf mehreren Arten angesprochen fühlte. Mit Zahlen habe ich es vielleicht nicht so, aber als Informatiker interessiere ich mich für Ver- und Entschlüsselungsmethoden, als Rätselfreund liebe ich es mich selbst an der Entschlüsselung von Codes zu probieren und als Poetin bin ich auch an sprachlichen Stilfiguren interessiert.

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Discover: Zu unentdeckten Landen

Discover Cover

Cover / Foto: Asmodee

Das Legacy-Spielprinizip hat vor einiger Zeit die Brettspielwelt revolutioniert und Spiele erschaffen, die sich aufgrund der Entscheidungen und Spielverläufe der Spieler dauerhaft verändern und weiter entwickeln, es muss sogar Spielmaterial zerstört werden. Jedes bespielte Exemplar wird vermutlich einzigartig sein, es stecken die Erlebnisse der Spieler darin. Letztes Jahr hat Asmodee die nächste große Revolution angekündigt: Die Unique Games: Wirklich einzigartige Spiele, welche mit der enthaltenen Zusammenstellung der Komponenten kein zweites Mal existieren. Ein interessanter Ansatz, der zugleich die Frage aufwirft, wie man Eindrücke anderer Zusammenstellungen bekommen kann? Bei Twitter kam direkt die Idee auf, die Spiele mit anderen durchzutauschen, um weitere Exemplare spielen zu können. Ich wollte mich jedoch zunächst mit einem Exemplar genau auseinander setzen.

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Brikks

Brikks Cover

Cover / Foto: Brettspielpoesie

Für Wolfgang Warsch war 2018 ein wirklich erfolgreiches Jahr, von seinen ersten vier Veröffentlichungen im Frühjahr wurden gleich drei von der SdJ-Jury zum Spiel bzw. Kennerspiel des Jahres nominiert. Darunter das clevere Würfelspiel Ganz schön clever! Nun ist beim gleichen Verlag, nämlich Schmidt Spiele, ein weiteres Würfelspiel aus seiner Feder entstanden. Ebenfalls in der Reihe „Klein & Fein“ lässt sich nun analog das beliebte Gameboy-Spiel Tetris spielen. Und das funktioniert auf dem Papier auch im Wettlauf gegen echte Mitspieler. Natürlich tritt dieses Würfelspiel dabei in große Fußstapfen, bei so vielen Parallelen zu dem Gameboy-Klassiker muss das Spiel sich auch daran messen lassen.

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TA-KE

Ta-Ke Cover

Cover / Foto: Huch!

Ich hatte lange Zeit meine Probleme mit taktischen, abstrakten Spielen. Doch mittlerweile habe ich einige Vertreter dieser Kategorie gefunden, auf die das nicht mehr zutrifft. Also sollte ich nicht mehr behaupten, kein Freund abstrakter Spiele zu sein und gebe auch solchen Spielen eine reelle Chance zu bestehen. TA-KE spielt in Japan, optisch erkennt man dies auf den ersten Blick. Eine Thematik, die mich ebenfalls eher abschreckt. Doch in genau dieser Kategorie (2-Spieler, abstrakt, Japan) konnten sich in diesem Jahrgang bereits zwei weitere Spiele durchsetzen, vielleicht sind ja wirklich aller guten Dringe drei.

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Fairy Tile

Fairy Tile Cover

Cover / Foto: Huch!

Es war einmal…eine wunderschöne Prinzessin, die lebte friedlich und glücklich mit ihren Eltern im großen Schloss, abgeschottet von allem Bösen dieser Welt. Bis eines Tages der böse Drachen im Berg erwachte und die Stadt überfiel, wobei er die Prinzessin in seine Höhle verschleppte. Doch ein Ritter war mutig genug, die Prinzessin aus den gefährlichen Fängen zu befreien und in ihr geliebtes zu Hause zurück zu bringen, wodurch sich die Prinzessin unsterblich in ihn verliebte…Und sie lebten glücklich, bis ans Ende ihrer Tage. Kurz und knapp, könnte so ein Märchen zusammen gefasst werden. Bei Fairy Tile wurde ein Märchen genommen, in 36 Teile geschnitten und die Spieler haben nun die Aufgabe, die Geschichten nachzuspielen. Doch natürlich nicht gemeinsam, sondern gegeneinander. Ein Wettrennen um die besten Märchen, klingt interessant, oder etwa nicht?

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Verflucht!

Verflucht Cover

Cover / Foto: Amigo Spiele

Es ist wie verflucht! In Lord Somersets Herrenhaus wimmelt es nur so vor furchterregenden Kreaturen. Doch ihr müsst unbedingt in dieses Gebäude, unbewaffnet wie ihr seid. Da bleibt nur zu hoffen vor den ersten Begegnungen mit den furcht-einflößenden Monstern ein paar Waffen zu finden, die euch im Kampf unterstützen. Das Ziel ist klar, jedes einzelne Monster besiegen, damit Lord Somerset wieder selbst nach Hause kommen kann und nicht von Geistern, Werwölfen oder kopflosen Reitern überrascht wird. Klingt nach einem interessanten Setting für ein schnelles Kartenspiel? Dann lest weiter was es damit genau auf sich hat.
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