Spielefamilie: Luxor

Spielefamilie Logo
Spielefamilie Logo / Foto: Brettspielpoesie

Manches Mal bietet es sich einfach an, verschiedene Spiele bzw. Erweiterungen in einem Zug zu betrachten und nicht als einzelne Rezensionen zu veröffentlichen, daher werde ich nun ab und an Spielefamilien vorstellen. Es wird sicherlich keine regelmäßige Rubrik werden, sondern einfach immer wenn es passt mal eingestreut und vielleicht auch eine bereits existierende Rezension verlinkt, wenn dazu schon etwas veröffentlicht wurde. So wie heute, denn das zum Spiel des Jahres 2018 nominierte Luxor habe ich euch bereits vorgestellt. Doch gibt es mittlerweile mit Expedition Luxor einen weiteren Titel “in der Welt von Luxor” und diverse Mini-Erweiterungen, welche bei Queen Games “Queenies” heißen. Außerdem befand sich gerade erst eine Mini-Erweiterung im Brettspieladventskalender.

Hexenhaus

Hexenhaus Cover
Cover / Foto: Lookout Spiele

“Knusper, Knusper Knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen…” – Diesen Satz kennt wohl jeder. Er stammt aus dem Märchen Hänsel & Gretel und ist während einer Partie Hexenhaus allgegenwärtig. Doch war dies nicht immer so, seit 2011 wurde an dem Spiel gefeilt, in welchem es im ersten Prototypen um den Teeanbau ging. Zentraler Aspekt war das Aktivieren von Elementen, indem man sie mit Plättchen überdeckt. Daraus entstand quasi als Nebenprodukt das Spiel Bärenpark. Doch war die Grundidee damit nicht gestorben, eigentlich sollten die Spieler ihre Plättchen in eine gemeinsame Auslage und in die Höhe spielen. Der nächste Prototyp drehte sich um die deutsche Stadt Rothenberg, der erste Verlag fand die Idee gut, doch blieb nicht dabei. Der dritte Platz beim Hippodice Wettbewerb  2013 kurbelte das Interesse der Verleger wieder an. Doch es lief noch nicht rund, erst im Jahr 2017 kam dem Autor die Idee jedem Spieler seine eigene Auslage zu geben. Thematisch sollte es zunächst um eine Schokoladenfabrik gehen, bis Lookout Spiele die Idee mit dem Lebkuchenhaus hatte und das Spiel gemeinsam mit dem Autor finalisierte, welches ich euch nun vorstelle. Die vollständige Entstehungsgeschichte könnt ihr auf dem Twitter-Profil des Autors nachlesen.

Sunflower Valley

Sunflower Valley Cover
Cover / Foto: Hobby World

Grundsätzlich habe ich für Blumen wenig übrig. Zum einen bin ich gegen alles was blüht allergisch, zum anderen habe ich alles andere als einen grünen Daumen. Wenn ich trotzdem eine Blume als Lieblingsblume benennen sollte, ist es definitiv die Sonnenblume. Ich habe es als Kind auf dem Dorf geliebt wenn mal wieder ein ganzes Feld in der Nähe mit Sonnenblumen bestückt war und diese allesamt zur gleichen Zeit aufblühten, um mit der Sonne um die Wette zu strahlen. Naja, und meine Vorliebe für Schafe sollte ja hinlänglich bekannt sein. Nun gibt es dieses Spiel, welches beide Elemente beinhaltet, das musste ich unbedingt haben und möchte ich euch nun vorstellen.

Fast Forward: Fatal

Fatal Cover
Cover / Foto: 2F Spiele

Fatal ist das neueste Mitglied der Fast Forward-Serie von Friedemann Friese, erschienen in seinem Verlag 2F Spiele. Fast Forward-Spiele benutzen das Fabelkonzept, bei dem sich das Spiel weiter entwickelt, indem mit der Zeit neue Aktionen oder Regeldetails hinzukommen und dadurch das Spielgefühl verändert wird. Letztes Jahr startete diese Serie mit den drei Titeln Furcht, Festung und Flucht, die auf diesem Blog alle recht unterschiedlich ankamen. Daher war ich gespannt, wie sich der vierte Teil in mein persönliches Ranking einreihen wird.

Karate Tomate

Karate Tomate Cover
Cover / Foto: Amigo Spiele

Wisst ihr eigentlich was passiert, wenn die Kühlschranktür geschlossen wird? Wen das Licht ausgeht, drehen die Inhalte vielleicht so richtig auf. Besonders im Gemüsefach, wo sich verschiedenste Gemüsesorten aufhalten müssen. Doch hat sich schon mal Jemand Gedanken darüber gemacht, was die Aubergine denkt, wenn sie neben einer schlanken Karotte liegt? Oder ob der Mais und der Brokkoli sich verstehen? Bei Karate Tomate bekommen diese Gemüsesorten die Gelegenheit ihre Probleme untereinander aus der Welt zu schaffen. Der Titel lies mich beim ersten Überblick über die Herbst-Neuheiten aus dem Amigo-Verlag ziemlich kalt, doch der Autor lies mich aufhorchen: Reiner Knizia. Deswegen gab ich dem Spiel eine Chance und so viel vorab: Ich habe es nicht bereut.

Lighthouse Run

Lighthouse Run Cover
Cover / Foto: Amigo Spiele

Auch wenn das sonnige, warme Wetter in den letzten Tagen nicht gerade so wirkte, das aktuelle Jahr neigt sich dem Ende zu, die Tage werden kürzer. Der Wechsel von Tag zu Nacht kommt oft sehr überraschend, gerade ist es noch hell und zack, alles düster. Wenn man zu Hause im Warmen am Spieltisch sitzt, hat das kaum Auswirkungen, doch befindet man auf einem Boot, kann das zu einer großen Herausforderung werden. Da ist man auf die Lichter der Leuchttürme an den Küsten angewiesen, um sicher in den Hafen einzufahren. Bei Lighthouse Run könnt ihr den Schiffen helfen, vor dem nahenden Unwetter in Sicherheit zu gelangen.

X-Code

X-Code Cover
Cover / Foto: Amigo Spiele

Die Sanduhr wird umgedreht, die Spieler nehmen die Karten auf die Hand, schon geht es los, alle reden wild durcheinander, aber doch versteht man sich irgendwie: “Ich habe eine null, eine sieben und eine neun!” – “Ich habe auch eine neun, ich kann meine aber nur in die andere Richtung geben”. – “Moment! Ich kann meine neun direkt zu Dir geben, dann hast Du schon mal zwei davon.” – “Ach verdammt, ich habe gar keine Karte, die ich in Deine Richtung geben kann. Las mich erstmal nachziehen…ah, jetzt klappt es.” – “Ich habe auch eine neun gezogen, wer sammelt die jetzt?” – “Du musst sie nach rechts geben!” – “Nein, nicht mehr notwendig, habe selber eine neun gezogen”- “Leute, wir müssen die Zeit im Auge behalten, hat Jemand Sanduhren auf der Hand?” So oder so ähnlich kann eine Partie X-Code starten, dem neuen Spiel von Autor Kasper Lapp, der uns schon mit Magic Maze vor eine anspruchsvolle Aufgabe der Zusammenarbeit gestellt hat.

Tic Tac Moo

Tic Tac Moo Cover
Cover / Foto: Huch!

Aus der Scheune ertönt ein lautes “Muh!”,
da kommt auch schon heraus die erste Kuh!
Neben ihr, da läuft ein Schaf,
alle orientieren sich ganz brav.
Sie gesellen sich zu Schwein und Schwein,
keiner von ihnen ist gerne allein.
Doch wenn es zu viele werden,
muss man sie trennen, die Herden.
Bunt zusammen gemischt sollen sie leben,
genau das ist hierbei eurer Bestreben!

 

Spring Meadow

Spring Meadow Cover
Cover / Foto: Pegasus Spiele

In der Brettspielszene eine Trilogie anzukündigen ist schon gewagt. Besonders für einen Verlag, der sich gerade erst gegründet hat. Doch das hat die Edition Spielwiese aus Berlin nicht davon abgeschreckt, mit ihrer Erstveröffentlichung den Start einer Puzzle-Trilogie anzukündigen. Immerhin haben sie mit Uwe Rosenberg dafür einen erfahrenen und beliebten Autoren an Bord, der bekannt ist seine grundlegenden Mechanismen immer und immer wieder in ein etwas anderes Licht zu rücken. Auch die optische und thematische Einbindung passt dazu. Es begann mit Cottage Garden im Sommer, ging bei Indian Summer in einem Herbstwald über und endet nun auf einer verschneiten Wiese, die vom Frühling überrascht wird. Im Film oder in Büchern zeichnet sich eine Trilogie vor allem dadurch aus, dass die Geschichte zu Ende erzählt wird. Eine Geschichte gibt es hierbei nicht wirklich, also was zeichnet diese Trilogie aus?

Imaginarium

Imaginarium Cover
Cover / Foto: Asmodee

Ich werde manchmal gefragt, wie ich eigentlich die Spiele aussuche, die ich mir zulege. Natürlich versuche ich immer auf dem Laufenden zu sein, was in nächster Zeit so erscheint. Doch besonders zur Spiel in Essen muss man schon etwas mehr selektieren, wenn über 1.000 Neuheiten zum gleichen Zeitpunkt erscheinen. Dabei werde ich von  verschiedenen Aspekten angezogen. Wenn Schafe im Spiel vorkommen, ist es für mich immer einen Blick wert. Oder Sherlock Holmes, also bestimmte Thematiken. Es gibt auch Verlage, bei denen ich grundsätzlich genauer hinsehe, wenn neue Spiele erscheinen. Und natürlich Autoren. Ich mag die Spiele verschiedenster Autoren, aber irgendwie hat sich z.B. Bruno Cathala besonders hervor getan. Alle Spiele, bei denen er als Autor auf der Schachtel steht, werden begutachtet. Und wenn sie dann auch noch so toll ausgestattet sind, wie Imaginarium, bekommen sie definitiv die Chance sich durchzusetzen. Ob das in diesem Fall berechtigt war, oder nicht, erfahrt ihr in dieser Rezension.