Der Oktober ist bei vielen sicherlich der Monat des Jahres, indem am meisten gespielt wird. Erst gibt es die SPIEL und danach haben die meisten viele neue Spiele daheim, die sie ausprobieren. Dieses Jahr war dies bei mir leider anders, denn nach der SPIEL lag ich flach und es dauerte fast 14 Tage bis Spielen wieder möglich war. Zwar konnten wir zum Ende des Monats noch etwas Fahrt aufnehmen, als wir bei Spiel mit den Löwen waren oder auch am gerade zu Ende gegangenen langen Wochenende zum Reformationstag, dennoch haben wir in diesem Monat so wenig gespielt, wie schon lange nicht mehr. Und auch auf dem Blog war ich zuletzt etwas nachlässig und habe es vor Vorfreude auf die SPIEL’23 leider verpasst auf den September zurückzublicken, weswegen ich heute von Neuzugängen der letzten beiden Monate berichte.
Auf der SPIEL’23 gab es viele Fortsetzungen bekannter Spielideen und auch einige neu begonnene Serien zu entdecken, sodass ich diese Rubrik auch in nächster Zeit gut gefüllt bekomme. Die hier erwähnten Spiele konnte ich sogar schon vor der SPIEL’23 erleben, habe es nur zeitlich nicht mehr unterbekommen den Artikel fertigzustellen und zu veröffentlichen. Heute steht dabei mit Puzzle X Crime, der nächste Versuch ein klassisches Puzzle mit einem Krimispiel zu kombinieren, im Fokus. Genau wie das Murder Mystery Escape Game Calling Card von Key Engima, Der Fall Lindberg aus der Reihe Unsolved Crimes Cases vom EMF Verlag und London 1892, die erste deutschsprachige Veröffentlichung eines Crime Scene Games bei Piatnik.
Es gibt vieles was man auf der SPIEL tun kann. Manche Besucher wollen den ganzen Tag nur spielen, andere kommen hauptsächlich zum Kaufen der vielen Neuheiten oder älterer Schnäppchen. Wieder andere wollen sich einfach nur treiben lassen und die große Brettspielwelt erleben. Für mich ist es von allem ein bisschen. Bei mir stehen allerdings die Treffen und der Austausch von Informationen im Vordergrund. Sowohl bei geplanten Presseterminen, als auch zufällig und spontan irgendwo unterwegs. Zum Spielen komme ich auf der SPIEL nur gelegentlich, doch habe ich auch kein großes Interesse, bei der Lautstärke im Messetrubel viele neue Spiele zu erlernen. Hin und wieder ergibt sich dann aber doch die Gelegenheit und davon möchte ich heute berichten.
Dass ich mich erst heute bei euch mit dem zweiten Teil der Berichterstattung über die SPIEL’23 melde, bedeutet dass ich nun wieder halbwegs fit bin. Eigentlich wollte ich euch schon vor über einer Woche von den Erlebnissen der weiteren Messetage berichten, aber ich lag komplett flach. Die Corona-Tests blieben zum Glück negativ, aber so ein Infekt kann einen dennoch ganz schön aus der Bahn werfen. So langsam kann ich wieder aufrecht am Tisch sitzen und Spiele auspöppeln oder diese Zeilen nieder schreiben. Auch wenn ich für die Woche Urlaub nach der SPIEL ganz andere Pläne hatte, das könnt ihr mir glauben.
Heute ist Samstag und somit die halbe SPIEL’23 bereit vorüber, oder wenn man es genau nimmt sogar etwas mehr davon, da für die Presse dieses tolle Event bereit einen Tag früher beginnt. Ich habe es zuvor einfach nicht geschafft meine Gedanken und Eindrücke niederzuschreiben. Aber heute möchte ich euch einen kurzen Zwischenstand geben, bevor ich mich dann erneut für den Abschluss melde, denn ich habe vermutlich nur noch einen Tag auf der Messe vor mir.
Auch im Bereich der Kenner- und Expertenspiele gibt es auf der SPIEL’23 manch interessanten Titel, den ich bereits spielen konnte. Sie sind bereits um die BerlinCon herum oder gar etwas früher erschienen, was mir genügend Zeit gab, sie mehrfach zu spielen. Gerne möchte ich euch diese für eure persönliche Vorbereitung zur SPIEL heute kurz vorstellen und auch meine Meinung dazu mitteilen.
Heute in einer Woche öffnet die SPIEL’23 wieder für vier Tage ihre Türen und lässt uns voller Spannung durch die Essener Messehallen zu schlendern, um aktuelle Spiele zu entdecken. Höchste Zeit mit euch erste Eindrücke zu teilen, von Spielen die bereits seit kurzem erhältlich sind. Die heute ausgewählten Spiele habe ich nun schon einige Zeit hier und entsprechend auch viele Partien gespielt, sodass die Meinung relativ fundiert ist. Alle hier erwähnten Spiele sind von der Komplexität eher im unteren Bereich angesiedelt, wobei sich eines im Verlauf der Kampagne durchaus in den Kennerspielbereich bewegt.
Von Friedberg aus ging es für uns heute vor eine Woche schon früh morgens weiter in Richtung Westen nach Bonn, wo Queen Games erneut zu einem Pressetag eingeladen hat, der sich über zwei Tage erstreckt. In der gleichen Location wie bei den letzten Pressetagen begrüßte uns Geschäftsführer Rajive Gupta gemeinsam mit Pressesprecher Ulrich Fonrobert und dem gesamten Queen Games Team. Auch die Autoren Stefan Feld und Marcel Süßelbeck waren vor Ort und berichteten von der freundschaftlichen Zusammenarbeit mit Queen Games, die von Loyalität und Zufriedenheit geprägt sei, sodass man immer willkommen fühlt.
Dieses Jahr hat Pegasus Spiele zum ersten Mal nach der Pandemie wieder Medienschaffende in sein Hauptquartier in Friedberg eingeladen, um gemeinsam Verlagsneuheiten zu spielen und ins Gespräch zu kommen. Die digitalen Presseevents waren zwar auch immer toll organisiert, sodass man viele Informationen mitnehmen konnte, aber es ist doch einfach etwas ganz anderes gemeinsam an einem Ort zu sein und zum einen die Mitarbeiter des Verlags kennen zu lernen, aber auch andere Medienschaffende, die man bislang nicht oder schon viel zu lange nicht mehr persönlich traf. So habe ich mich dieses Jahr sehr darüber gefreut Jenny Konrad kennen zu lernen, die mit Tobias Franke den Podcast Cocktails for Meeples aufnimmt und auch bei Instagram sehr aktiv ist.
Wenn ich eines nicht mag, dann sind es Spiele die vorgeben in verschiedenen Personenkonstellationen spielbar zu sein, es aber einfach nicht sind. Diesen Umstand habe ich bereits früh erkannt, als ich anfing meine Spielerlebnisse kritisch zu beurteilen und daher dies als eigenes Kriterium meiner Rezensionen aufgenommen. Denn nur weil 2-X Spieler auf einer Schachtel angegeben ist, heißt das noch lange nicht es würde gut zu zweit funktionieren. Manchmal fehlt einfach die Konkurrenz, was das Spielgefühl trübt, doch am nervigsten sind Regeln, die einen weiteren Spieler simulieren, der dann oft zufällige Dinge tut und damit vollkommen unberechenbar ist. Man denkt dann oft, der Verlag hat sich nicht getraut die Zielgruppe einzuschränken, indem man die mögliche Spielerzahl einschränkt. Dies kann man den beiden Verlagen, deren Spiele heute im Fokus stehen, nicht vorwerfen. Denn Sie hatten beide dieses Jahr den Mut ein Spiel zu veröffentlichen, für welches man zwingend vier Personen benötigt, nicht mehr, aber auch nicht weniger.





