Der Juli sollte mit zwei Wochen Urlaub mal wieder ein richtiger ausgiebiger Spielemonat werden. Der Urlaub begann auch vielversprechend mit diversen Partien neuer und auch altbekannter Spiele auf der BerlinCon. Doch leider kamen wir nicht gesund nach Hause zurück. Entsprechend kurierten wir uns aus, anstatt unseren Urlaub spielerisch voll auskosten zu können. Die Motivation stundenlang am Spieletisch zu sitzen, war an vielen Tagen einfach sehr gering. Aber die Urlaubstage sind ja nicht weg und werden sicherlich irgendwann nachgeholt. Trotzdem gab es natürlich aktuelle Nachrichten, denn die SPIEL’22 wirft ihre Schatten voraus. Außerdem haben weitere Spiele eine neue Heimat bei uns gefunden oder einen ersten Eindruck hinterlassen.
Kategorie: Brettgeschichten
Genau wie die Spiel des Jahres-Verleihung ist auch die BerlinCon mittlerweile eine fest gesetzte Veranstaltung für mich in jedem Jahr. Bei nur etwas mehr als zwei Stunden Anfahrt, ist die Teilnahme für uns mittlerweile obligatorisch. Leider teilten sich beide oben genannten Veranstaltungen dieses Jahr erstmalig einen Zeitslot an diesem Wochenende, sodass ich mich durch den Besuch der Spiel des Jahres-Verleihung ein wenig meiner Spielzeit auf der BerlinCon beraubt fühle ;-) Was natürlich etwas unfair ist, schließlich war es der Saisonauftakt von Eintracht Braunschweig, der mich bereits am Sonntagmorgen die Heimreise antreten lies. Entsprechend war es eine kurze BerlinCon-Erfahrung dieses Jahr, von der ich aber trotzdem kurz berichten möchte.
Ich habe am Montagmittag nach der BerlinCon begonnen diese Zeilen zu schreiben. Eigentlich wäre es für mich zu diesem Zeitpunkt erst zurück nach Braunschweig gegangen, denn die Pressekonferenz zur Bekanntgabe der Siegertitel zum Spiel und Kennerspiel des Jahres fand in den vergangenen Jahren immer montags statt. Für mich als Pressevertreter war das ideal. Man konnte die BerlinCon zuvor komplett durchziehen und einfach noch den Montag als freien Tag dran hängen. Um die Veranstaltung festlicher zu gestalten entschied sich die Jury dieses Jahr für die Bekanntgabe der Sieger am Samstagabend.
Im Sommer wird für gewöhnlich weniger gespielt. Auch bei uns zeigt sich, dass wir in den sonnigen, warmen Monaten weniger Zeit am Spieltisch verbringen. Während man sich in den Wintermonaten oft freut, nicht raus zu müssen, kommt im Sommer schnell schon fast ein schlechtes Gewissen dabei auf. Schließlich könnte man die Zeit am Spieltisch ebenso gut draußen verbringen und Vitamin D tanken. Im Sommer endet auch der Spielejahrgang, mit der Spiel des Jahres-Verleihung als quasi inoffiziellem Abschluss. Darauf folgt zumeist eine kleine Flaute an Brettspielneuheiten, bevor im Oktober das Highlight eines jeden Spielejahres statt findet: Die Internationalen Spieletage SPIEL in Essen. Die eine oder andere Neuheit kommt aber doch hin und wieder genau in dieser Phase auf den Markt.
Die erste Hälfte des Jahres liegt nun hinter uns. Da ist es an der Zeit, ein wenig zu rekapitulieren. Die Corona-Pandemie führte nicht mehr zu so harten Einschränkungen, wie in den beiden Jahren zuvor. Dennoch ist sie immer mal wieder Schuld daran, dass unsere Mitspieler ausfallen. An uns scheint dieser Kelch bislang vorüber gegangen zu sein. Die Lockerungen führten immerhin dazu, dass eine erste spannende Veranstaltung wieder statt finden konnte: Der Tag der Brettspielkritik. An diesem Wochenende läuft die relativ junge Messe Spiel doch!. Erstmalig in Dortmund, anstelle von Duisburg und leider ohne uns. Wir reisen dafür in 2 Wochen in die Hauptstadt zur BerlinCon und der Spiel des Jahres-Verleihung. Im Anschluss daran haben wir einige Tage Urlaub und finden hoffentlich viel Zeit zu Spielen. Jetzt soll es aber darum gehen, was in den letzten 30 Tagen so los war.
Fast zwei Wochen ist es mittlerweile her, dass ich mich auf den Weg nach Hamburg machte. Das Ziel war die Jugendherberge Horner Rennbahn, beziehungsweise das daneben gelegene Hotel. Es war für mich nicht der erste Besuch dieses Ortes, bereits vor drei Jahren fand ich mich hier mit vielen anderen ein. Auch damals wurde an drei Tagen viel gespielt, gesprochen und “gearbeitet”. Das Wetter war ähnlich warm, doch war auch einiges anders. Manche Personen habe ich dieses Jahr vermisst, weil sie nicht mehr unter uns weilen oder einfach verhindert waren. Daneben gab es aber auch viele neue Gesichter zu entdecken. Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen: Es gab wieder einen Tag der Brettspielkritik. Den zweiten, oder um genau zu sein, bereits den dritten. Ich bin allerdings froh, dass zwischen dem letzten Tag der Brettspielkritik und dem diesjährigen nicht gut 25 Jahre lagen. Bei den Bretterwissern habe ich bereits über die diesjährige Veranstaltung gesprochen, nun möchte ich meine Gedanken noch nieder schreiben.
Nach einem Monat Pause mache ich gerne wieder mit beim #BG2GETHER. Unter diesem Hashtag beantworten verschiedene Blogger jeden Monat auf diversen Medien dieselbe Frage. Es geht um eine Sache, die in den meisten Spielanleitungen Platz findet. Eine Sache, welche viele Spieler auf ihr eigene Weise regeln. Oft ähneln sich die Vorgaben, manches Mal sind aber auch witzige Festlegungen zu finden. Und ich glaube über kaum eine andere “Regel” setzen sich Spieler so häufig hinweg, wie über diese. Es geht darum den Startspieler einer Partie zu bestimmen. Die Fragen dazu lauten diesen Monat:
Spiele bieten viele Möglichkeiten festzulegen wer beginnen darf.
Habt ihr eine besonders lustige/tolle/blöde im Gedächtnis?
Wie steht ihr denn im Allgemeinen zu diesen Vorschlägen?
Oder habt ihr ein ganz eigenes Ritual?
Wieder ist ein Monat vorbei und zwar ein besonderer unter Brettspielern. Denn im Mai gibt die Spiel des Jahres-Jury bekanntlich die Nominierungen zum Kinderspiel, Kennerspiel und Spiel des Jahres bekannt. Der Online-Händler Spiele-Offensive hat zum Geburtstag des Shops wieder eine Wundertüte angeboten, über die auch ich mich gefreut und darüber berichtet habe. Ansonsten rückte nach langer Corona-Abstinenz das Hobby Fußball wieder etwas mehr in den Mittelpunkt. Mittlerweile ist die, wenn auch dieses Jahr nur recht kurze Sommerpause gestartet, sodass ich mich an den Wochenenden wieder voll und ganz den Brettspielen hingeben kann.
Seit vergangenem Montag, dem 23.05.22, stehen sie fest, die Nominierten in den drei Kategorien Spiel des Jahres, Kennerspiel des Jahres und Kinderspiel des Jahres für das Jahr 2022:
Spiel des Jahres (roter Pöppel)
- Cascadia (Kosmos Verlag)
- Scout (externer Link) (Oink Games)
- Top Ten (externer Link) (Cocktail Games / Asmodee)
Empfehlungsliste: 7 Wonders: Architects, Echoes: Die Tänzerin, Magic Rabbit, My Gold Mine, So Kleever, Trek 12: Himalaja (externer Link)
Kennerspiel des Jahres (grauer Pöppel)
- Cryptid (externer Link) (Osprey Games / Skellig Games)
- Dune: Imperium (externer Link) (Dire Wolf / Asmodee)
- Living Forest (Pegasus)
Empfehlungsliste: Arche Nova, Khôra, Witchstone
Kinderspiel des Jahres (blauer Pöppel)
- Auch schon clever (Schmidt Spiele)
- Mit Quacks & Co nach Quedlinburg (Schmidt Spiele)
- Zauberberg (Amigo Spiele)
Empfehlungsliste: Die Villa der Vampire, Fröschis, Golden Ei, Honey
!!! ACHTUNG – SPOILER !!!
Das Frühjahr ist immer eine spannende Zeit für Brettspieler, denn im Mai können wir erfahren, welche Titel aus dem vorangegangenem Jahr die Spiel des Jahres-Jury empfiehlt und nominiert. Doch ist dies nicht die einzige Konstante. Seit mittlerweile 20 Jahren gibt es den Online-Shop www.Spiele-Offensive.de und bereits zum dreizehnten Mal bieten sie zum Geburtstag eine Wundertüte an. In limitierter Stückzahl wird eine Zusammenstellung aus einigen gut bewerteten Spielen zum Preis von 49,99€ angeboten. Dieses Jahr gab es 1.000 Stück und die enthaltenen Spiele sollen einen Wert von 105,65€ haben. Der Name Wundertüte ist zwar geblieben, die Plastiktüte ist aber schon vor einigen Jahren einem Karton mit Aufkleber gewichen. Und wie auch schon in den vergangenen Jahren, habe ich natürlich zugeschlagen und habe die Inhalte für euch in gewohnter Weise analysiert.



