Hack Trick – Vorher/Nachher

Logo Vorher/Nachher
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Es gibt Spiele, die bekommen eine aktualisierte Version, manche früher, andere später. Oft passiert dies auch, wenn sich ein deutscher Verlag des Spiels annimmt und redaktionelle Änderungen vornimmt. Mal mit aktualisierter Grafik, mal mit verbessertem Material, mal wird dabei auch nur die Anleitung optimiert. Da stellt man sich als Käufer vielleicht die Frage, ob man seine alte Version nun ersetzen sollte, oder nicht? Meine Brettgeschichte zu San Juan kam bei euch Lesern gut an, genau wie das Instagram-Posting mit Vergleichsbildern der beiden Puerto Rico-Versionen bei alea. Das brachte mich zu der Idee, euch an dieser Stelle hin und wieder solche Versionen im direkten Vergleich vorstellen.

Chiffre

Chiffre Cover
Cover / Foto: Gmeiner Verlag

Der Duden kennt für das Wort Chiffre, dem Titel des Spiels, um welches es in dieser Rezension gehen soll, gleich vier Bedeutungen:

1. Ziffer, Zahl
2. geheimes Schriftzeichen, Zeichen einer Geheimschrift
3. Kennziffer, Kennzeichen
4. (Stilkunde) Stilfigur besonders der modernen Lyrik

Da zeigt sich vielleicht, warum ich mich davon auf mehreren Arten angesprochen fühlte. Mit Zahlen habe ich es vielleicht nicht so, aber als Informatiker interessiere ich mich für Ver- und Entschlüsselungsmethoden, als Rätselfreund liebe ich es mich selbst an der Entschlüsselung von Codes zu probieren und als Poetin bin ich auch an sprachlichen Stilfiguren interessiert.

Detective: Ein Krimi-Brettspiel

Detective Cover
Cover / Foto: Pegasus Spiele

Krimispiele gibt es derzeit wie Sand am Meer, könnte man denken, wenn man sich die aktuellen Veröffentlichungen der Spieleverlage so ansieht. Da könnte man sich durchaus die Frage stellen, ob es denn wirklich noch ein weiteres Spiel dieser Art benötigt. Doch wie auch bei den Escape Room-Spielen, die durch ihre Rätsellastigkeit recht verwandt sind, hat bisher jeder Verlag seinen ganz eigenen Weg gefunden und wird damit auch bestimmte Zielgruppen ansprechen. Und so auch dieses Spiel, von einem Autor der schon länger dafür steht, dass seine Brettspiele Geschichten erzählen wollen, welche die Spieler tief in das Spielgeschehen hinein ziehen – die perfekte Immersion eben.

Hat jemand “Disney” gesagt?

Brettgeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Heute ist es mal wieder an der Zeit für eine kleine Zeitreise. Ich war nie der große Computerspieler, aber das eine oder andere Konsolenspiel hat mich durchaus längere Zeit gefesselt. Ich hatte selbst als Kind “nur” einen Sega, Sonic The Hedgehog und Alex Kidd wurden rauf und runter gespielt. Später lernte ich bei einem Freund die Playstation kennen, ich spielte gezielt ausgewählte Teile von Final Fantasy auf der PS 1. Vor allem solche, in denen Chocobos vorkamen. Über diese niedlichen Geschöpfe habe ich bereits in meinem letztjährigen Essen-Bericht geschrieben. Was ich aber dann auf der PS 2 kennen lernte, war das bisher beste Konsolenspiel, welches ich je gespielt habe: Kingdom Hearts, bei dem Disney-Welten mit einer Fantasy-Welt verschmelzen, Disney-Figuren gespielt werden können und auch einige Final Fantasy-Charaktere zu sehen sind.

Ohanami

Ohanami Cover
Cover / Steffen Benndorf

Der Nürnberger Spielkartenverlag sticht gerne mal durch eine besondere Vorgehensweise heraus, wie sie neue Spiele angehen. Im vergangenen Jahr war The Mind so ein Fall, bei dem nach der ersten Partie fest stand, das wird gemacht. Eigentlich war es zuvor schon fast klar, als Wolfgang Warsch nur von der Idee erzählte. Der Erfolg gibt dem Verlag recht, das Spiel wurde sogar zum Spiel des Jahres nominiert. Und in diesem Jahr ließen sie ihrem erfolgreichen Autor Steffen Benndorf völlig freie Hand, er hatte einen Prototypen und wollte diesen ohne Verlagsunterstützung umsetzen. Er hat sich selbst einen Illustrator gesucht und sich selbst um alles von A bis Z gekümmert. Was unter dem Titel Ohanami dabei heraus gekommen ist, möchte ich euch nun vorstellen.

Spielend für Toleranz in Braunschweig

Brettgeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Von der Aktion Spielend für Toleranz habe ich euch bereits berichtet, als Udo Bartsch diese Aktion gemeinsam mit seinen Jury-Kollegen Martin Klein und Harald Schrapers ins Leben gerufen hat. Viele Spielekritiker, Autoren, Verlage oder auch einfach Spieler haben diese Aktion unterstützt, sie haben in ihren Medien darüber berichtet, Plakate aufgehängt oder T-Shirts mit dem Logo getragen. Nun ist der Verein Spiel des Jahres noch einen Schritt weiter gegangen und möchte mit Brettspielveranstaltungen dem Thema einen passenden Rahmen geben und neben Worten auch Spielerlebnisse sprechen lassen. Es soll aufgezeigt werden, wie Spiele Menschen verbinden können und dabei sowohl sprachliche als auch kulturelle Hürden überwunden werden können. Dafür hat der Verein Spiel des Jahres e.V. ein Spielepaket geschnürt, welches Spielekritikern an die Hand gegeben wird, um bei sich im Ort solche Veranstaltungen durchzuführen.

13 Indizien

13 Indizien Cover
Cover / Foto: Game Factory

Für die einen ist die 13 eine Glückszahl, doch abergläubische Menschen sehen in ihr meist die Verkörperung des Unglücks. Erst recht wenn der dreizehnte Tag eines Monats auf einen Freitag fällt, werden alle unglücklichen Geschehnisse dieser Zahl zugerechnet. Doch darum geht es im Spiel 13 Indizien überhaupt nicht. Stattdessen wird es die Aufgabe eines jeden Spielers aus exakt 13 Indizien die drei zu identifizieren, die zur Lösung seines Falls nötig sind. Denn sie geben Informationen zum Ort des Geschehens, zur verwendeten Waffe und zum Täter preis. In diesem Deduktionsspiel werden die Spieler selbst zu Ermittlern und versuchen ihren Fall vor allen Mitspielern gelöst zu bekommen.

Carcassonne Safari

Carcassonnne Safari Cover
Cover / Foto: Biss PR

Viel zu lange habe ich hier nicht mehr über Carcassonne geschrieben, da wird es doch höchste Zeit dies wieder einmal zu tun. Der letzte Beitrag war zur zehnten Erweiterung Manege frei!, bei der es unter anderem zum Einsatz von Tierplättchen kam. Und um Tierplättchen geht es auch heute, beim vierten und damit neuesten Teil der Around the World-Reihe. Diese Serie brachte die Carcassonne-Spieler schon an die Südsee, bevor es zum Goldrausch in den Wilden Westen ging. Zuletzt wurde der Amazonas als Thema gewählt, doch konnte das Spiel uns leider nicht vollends überzeugen. Der namensgebende Fluss wird dabei ausgelegt und fließt nur in eine Richtung, was den Spielaufbau sehr in die Länge zieht und einen großen Platzbedarf erzeugt. Auch dabei waren schon Tiere mit von der Partie, solche finden wir nun auch in Safari vor.

Lifestyle

Lifestyle Cover
Cover / Foto: Amigo Spiele

Wenn man Nichtspielern von seinem Hobby Brettspiele erzählt, fangen einige Leute oft an, von ihren eigenen Brettspiel-Erlebnissen zu berichten. Doch diese beschränken sich meist auf Monopoly, Risiko oder Das Spiel des Lebens. Spiele, aus einer Zeit, in der es noch nicht üblich war den Autoren der Spielidee beim Namen zu nennen. Und nun habe ich ein aktuelles Spiel vorliegen, welches ebenfalls keinen Autorennamen angibt. Und thematisch erinnerst es direkt an besagtes Spiel des Lebens, denn die Spieler versuchen sich ein erfolgreiches Leben aufzubauen, was man an ihren Statussymbolen zu erkennen vermag. Da kann man nur hoffen, dass das Spiel selbst sich nicht so angestaubt anfühlt, wie es bei dem allseits bekannten Klassiker der Fall ist.

Meeple Circus

Meeple Circus Cover
Cover / Foto: Pegasus Spiele

Wer kennt es nicht? Während ein Mitspieler sich mal wieder nicht entscheiden kann, wie er seinen aktuellen Zug ausführen soll, fangt ihr an mit eurem eigenen Spielmaterial zu spielen, um euch die Zeit zu vertreiben, bis ihr wieder dran seid. Meeple werden zu Menschenpyramiden aufeinander gestapelt, Züge in Reih’ und Glied sortiert oder mit kleinen Klötzchen interessante Bauwerke errichtet. Genau dies hat nun ein Autor als Grundlage für sein neuestes Spiel genommen: Warum nicht das, was eh immer alle mit ihrem Spielmaterial tun, als zentrales Element in einem Spiel verwenden? Es wurde noch ein passendes Thema dazu gestrickt und das ganze liebevoll hergestellt: Manege frei für Meeple Cicrus!