NEOM – Erbaue die Stadt der Zukunft

NEOM Cover
Cover / Foto: Lookout Spiele

NEOM ist nicht etwa der Name einer völlig fiktiven Stadt aus dem Geiste des Autors oder des Verlags, sondern ein real geplantes Bauprojekt in Saudi-Arabien und bedeutet übersetzt so viel wie Neue Zukunft. Der daran anschließende Technologiepark soll auf einer Fläche so groß wie Mecklenburg-Vorpommern entstehen und und dafür sorgen Saudi-Arabien unabhängiger vom Öl zu machen. Doch das Projekt erntet viel Kritik, sowohl die Finanzierung, als auch die Akzeptanz der Bürger ist bisher vollkommen unklar, es gibt bislang nur aufwändig inszenierte Werbevideos. Von daher ist es eher verwunderlich, diesen Titel für ein aktuelles Spiel zu wählen, das könnte auch in die Hose gehen. Die Grundidee passt aber wie die Faust aufs Auge, jeder Spieler arbeitet an seiner eigenen Version einer neuen Stadt. Einer Stadt, die aus bekannten Spielelementen entsteht, die man so oder so ähnlich bereits in einem anderen Spiel gesehen hat…

Gizmos

Gizmos Cover
Cover / Foto: Asmodee

Der Verlag Cool Mini Or Not bzw. CMON Limited, wie er sich seit 2015 offiziell nennt, steht eigentlich für Spiele mit opulenter Ausstattung und einer Vielzahl an Miniaturen, es sind die Macher von Spielen wie Blood Rage, Zombicide und Rising Sun. Doch neben solchen Spielen bieten sie mittlerweile ein breites Produkt-Portfolio an und 2018 haben sie ein Spiel veröffentlicht, welches ich mir unbedingt ansehen musste. Gizmos ist aus der Hand von Phil Walker-Harding, dessen Spiele mir bisher eigentlich immer sehr zugesagt haben. Und es zieht die Blicke auf sich mit seinen vielen bunten Murmeln aus einem großen Murmelspender. Der Titel erinnert mich unweigerlich an Gizmo, den niedlichen Mogwai aus dem Film Gremlins. Doch geht es hier keineswegs um die niedlichen, pflegebedürftigen Tierchen aus dem Film, mit Gizmos ist wohl eher die englische Bezeichnung für ein Gadget gemeint, die ein technisches Werkzeug oder Gerät mit bisher so nicht bekannter Funktionalität beschreibt. Genau solche zu errichten, ist nämlich die Hauptaufgabe der Spieler in Gizmos.

BS Spielt! 2019 – Teil 2

Brettgeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Letzte Woche habe ich euch unsere Spieleindrücke des ersten Tages bei Braunschweig Spielt! 2019 geschildert, heute geht es weiter. Anfangs war noch nicht ganz klar, ob wir an beiden Tagen in die Stadthalle kommen würden, da der BTSV am Sonntag ein Auswärtsspiel bestritt. Eigentlich wollte ich dort sogar hinfahren, habe mich dann aber doch entschlossen, lieber dem anderen Hobby nachzugehen, statt den halben Tag im Auto zu verbringen. Aber beginnen werde ich mit den Titeln von Samstagabend, für die in der letzten Brettgeschichte kein Platz mehr war.

Roll for Adventure

Roll for Adventure Cover
Cover / Foto: Kosmos

Wenn man als Beschwörerin einen Höhlentroll bekämpft, während ein Mitspieler als Frostläufer einen Blutsauger erledigt und ein weiterer Spieler es als Heiler mit einem Wüstenwurm aufnimmt, dann ist das normalerweise eine sehr nerdige Angelegenheit. Doch haben Filme wie Der Herr der Ringe oder Harry Potter das Fantasy-Universum einer breiten Masse zugänglich gemacht. Und da wundert es nicht, dass ein solches Abenteuer-Thema nun als Familienspiel veröffentlicht wurde, bei dem die Spieler in verschiedenste Rollen schlüpfen und mit ihren Würfeln auf sehr zugängliche Weise Feinde bekämpfen.

BS Spielt! 2019 – Teil 1

Brettgeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Hach, wie schnell die Zeit vergeht…Am vergangenen Wochenende lud der Norddeutsche Spielekultur e.V. wieder in die Stadthalle Braunschweig ein, um an beiden Tagen spielend Spaß zu haben, neue Spiele kennen zu lernen, einfach ein spielerisches Wochenende miteinander zu erleben. Erneut konnte ein Besucherrekord vermeldet werden, am Samstag wäre fast der Einlass geschlossen wurden, da kaum mehr Spieler hätten Platz finden können. Dabei erschien es es uns beim Spielen gar nicht so voll an den Spieltischen, wie in den vergangenen Jahren. Wir hielten uns die meiste Zeit im großen Saal auf, während sich die Besucher in diesem Jahr wohl gut auf die zur Verfügung stehende Fläche verteilten. Eine sehr angenehme Atmosphäre, bei der die Zeit wie im Fluge verging…

Wo geht’s hier zum Ausgang!? – No. 3

Ausgang Logo
Foto: Brettspielpoesie

Ich habe auf diesem Blog nun schon einige Escape Room-Adaptionen für den Spieltisch vorgestellt, allen liegt die gleiche Idee zu Grunde: Das Erlebnis eines Escape Rooms mit all seinen Rätseln und Aufgaben, die gelöst werden müssen, um zu entkommen, einzufangen und in eine Box zu packen. 2016 fingen die ersten Verlage damit an, doch dieser Trend ist noch lange nicht vorüber. Immer wieder tauchen hier und da neue Anbieter auf und alle finden einen etwas anderen Weg der Umsetzung. Viele dieser Titel bleiben durch Erweiterungen dauerhaft am Markt. Für mich als Rezensent bleibt es schwer, darüber zu berichten. Solche Spiele sind für eine Gruppe nur ein einziges Mal spielbar, danach ist die Lösung schließlich bekannt, daher kann auch nur der grobe Spielablauf mit seinen Mechanismen beschrieben werden. Ich habe nun beschlossen keine einzelnen Rezensionen mehr zu den vielen Escape Room-Adaptionen und dessen Erweiterungen zu verfassen, sondern über mehrere gemeinsam berichten, wenn wieder ein paar durchgespielt wurden.

#Sheeplequiz und andere Rätsel

Brettgeschichte Logo
Logo / Foto: Brettspielpoesie

Passionierte Brettspieler haben einige Gemeinsamkeiten. Zu der Vorliebe für Spiele aller Art, zählt wohl bei den meisten auch der generelle Spaß am rätseln. Das erklärt nicht nur, warum Escape Room- und Detektivspiele derzeit so beliebt sind. Denn unter den vor allem bei Instagram und/oder Twitter aktiven Bloggern sind kleine Rätsel momentan scheinbar einfach angesagt. Ich selbst rätsele auch gerne mit, wenn es darum geht anhand des Spielmaterials oder eines verpixelten Covers das Spiel zu benennen. Auf meinem Instagram-Account habe ich vor einigen Wochen begonnen, eure Kenntnisse über Spiele mit Schafen wöchentlich auf die Probe zu stellen.

Adventure Island

Adventure Island Cover
Cover / Foto: Pegasus Spiele

Als Schiffbrüchige an einem einsamen Strand angespült zu werden, ist der Stoff aus dem spannende Geschichten gemacht sind. Ob schwarz auf weiß geschrieben, als Grundstock für eine gesamte Fernsehserie, als mehrstündiger Film oder sogar als Brettspiel, dieses Thema zieht irgendwie immer. Wer träumt sich nicht hin und wieder an einen Sandstrand umgeben vom kristallklarem Meer. Dies sind grundlegend recht positive Elemente, die man mit Urlaub und Entspannung verbindet, doch genau dieses Szenario kann sich schnell in einen Alptraum verwandeln, wenn die Vorräte ausgehen, ein Unwetter aufzieht oder weiter in den geheimnisvollen Dschungel vorgedrungen werden soll. Dies hat so mancher Vielspieler schon herausfordernd bei Robinson Crusoe gemeistert, welches ebenfalls bei Pegasus erschienen ist. Doch nun möchte der Verlag auch weniger erfahrenen Spielern den Einstieg in solch ein Kampagnenspiel ermöglichen.

Fuji

Fuji Cover
Cover / Foto: Feuerlandspiele

Wolfgang Warsch ist der Newcomer des letzten Jahres. Von seinen vier Veröffentlichungen zur Spielwarenmesse 2018 wurden gleich drei von der Spiel des Jahres Jury nominiert. Damit sind die Erwartungen natürlich rech hoch gesteckt. Eines seiner Spiele aus dem aktuellen Jahrgang ist Fuji, erschienen ist dieses bei Feuerland. Der Verlag steht eher für anspruchsvollere Spiele, doch kennzeichnen sie mit dem “Blue Label” eben solche Spiele, bei denen mehr Glücksalemente enthalten sind und weniger Denkarbeit erforderlich ist. Und dieses Label ziert die Schachtel von Fuji, einem kooperativen Würfelspiel mit Kommunikations-hürden. Nicht so extrem, wie es sie in The Mind gab, eher in Richtung von The Game.

Forbidden Sky

Forbidden Sky Cover
Cover / Foto: Schmidt Spiele

Schon bei der Einleitung in dieses Spiel, wird einem schnell klar, welcher Autor dahinter steckt. Matt Leacock hat mit Pandemie ein Spiel erschaffen, welches heutzutage schon fast als Genre gilt. Nicht selten nutzten wir den Satz: “Das spielt sich so ähnlich wie Pandemie” und sofort wissen unsere Mitspieler worum es geht. Pandemie ist sowohl thematisch als auch spielmechanisch auf Kennerniveau anzusiedeln, einige Jahre später wurde das Spielprinzip auch Einsteigern zugänglich gemacht. Bei Die verbotene Insel finden sich die Spieler auf einer im Meer versinkenden Insel wieder, auf der sie Artefakte finden müssen, um sie verlassen zu können. Einige Jahre später befand sich dieselbe Forschergruppe bei Die verbotene Stadt in der Wüste wieder, wo sie abgestürzt waren. Im Kampf gegen Hitze und Wind mussten sie die Wrackteile finden, um ein neues Fluggerät zu errichten. Und nun sind die Forscher plötzlich auf einer Raumstation einem heftigen Unwetter mit Blitzen und Sturm ausgesetzt und müssen gar eine Rakete mit Strom versorgen, um mit ihrer Hilfe zu fliehen.